Alle Artikel mit dem Schlagwort: Zeitgeschehen

Schönheit

Hamburg. Derzeit lese ich in meiner Umgebung  dauernd wie ein Mantra: „Jeder Körper ist schön.“ oder „Jede Frau ist schön.“ und ständig gibt es tosenden Beifall für Bilder von Menschen, die, träfen die Leute sie auf der Straße, sie würden sie nicht als vollkommen gelten lassen, schon gar nicht als schön bezeichnen. Da bin ich ganz sicher.

Der Ruhm der Anderen

Eins vorweg: Ehrliche Anteilnahme respektiere ich. Es handelt sich hier um einen Gedanken und nicht um Kritik an einzelnen Personen. Worum es geht? RUHM Gestern war wieder so ein Tag an dem in den Sozialen Medien wie Twitter und Facebook so richtg die Post abging. Beruflich bedingt kann ich praktisch nicht daran vorbeisehen, denn ich bewege mich nahezu täglich in diesem Umfeld. Eine herausragende Persönlichkeit ist gestorben, der Anlass ist gewiss sehr traurig. Gleichzeitig ein prima Grund für viele Leute sich zu profilieren. Möglichst schnell den richtigen Hashtag setzen und zack ist man mit einer Top-Nachricht ganz weit vorn. Das mag bei einer Massenveranstaltung, Unwetterwarnung, Hilfsaktion sehr hilfreich sein. Aber gilt das auch für den Verlust eines Menschen? Ist schnell sein in diesem Moment wirklich so wichtig geworden? Kaum ist die erste Meldung geschrieben, klicken die Nachrichten hin und her: „Quelle?“ „Nachricht bestätigt. Quelle: da, da und da…!“ und jetzt schnell einer der ersten mit dem #RIP plus Name sein. Damit wir uns sicht falsch verstehen: Nachrufe sind wertvoll. Betroffenheit im allgemeinen ist etwas natürliches …

Hamburgs Kult-Kaufhaus 1000 Töpfe schließt

Ofen aus für 1000 Töpfe

Hamburg. Es könnte mir egal sein, wenn ein anderes Geschäft schließt. Schließlich passiert das ständig und ich selbst fühle mich in der Konkurrenz zu den „Großen“ oft wie in dem Kampf zwischen David und Goliath. Ich weiß, dass es mit etwas Pech jeden treffen kann. Idealismus ist hilfreich und zäh sollte man sein, sonst hält man den ständigen Druck auf Preise und Umsatz schlecht aus. Die Kleinen können sich vielleicht durch schmale Personalkosten und das Aufspüren von Nischen retten. Ist man größer, wächst nicht nur das Sortiment, sondern auch die Personalverantwortung und schnell steigen die Kosten. Hamburg wird bald um ein Kult-Kaufhaus ärmer sein. 1000 Töpfe – gegründet 1949 – schließt. Sie können, so wird gesagt, der gnadenlosen Preiskonkurrenz aus dem Netz nicht mehr standhalten. Ich bedauere das sehr, denn auch wenn es optisch eher mager aufbereitet ist, viel Kitsch und Trödel zwischen einem breiten Haushaltssortiment zu finden waren: 1000 Töpfe war und ist eine nützliche Fundgrube für alle Hamburger. Seit Jahren. Ich kaufte dort die neuen Türgriffe für meine erste eigene Wohnung und den …