Alle Artikel mit dem Schlagwort: Österreich

Der Geschmack der Berge – Tyrolia-Verlag

Der Geschmack der Berge – Neues Almen-Kochbuch zeigt Menschen hinter den Rezepten

Warum braucht ein Senner im Bregenzerwald gute Zähne? Wieso hat der kleine Ort Camprosso in den julischen Alpen nicht einen, sondern vier Ortsnamen? Was ist beim Stechen der Enzianwurzel so entscheidend? – Wer die Antworten sucht und sich auf eine kulinarische Rundreise zu sechs ausgewählten Almen Österreichs (und in die angrenzenden Regionen) begeben möchte, dem sei das Buch „Der Geschmack der Berge“ vom Tyrolia-Verlag empfohlen. Neben über 6o Rezepten aus den Almküchen hat Autorin Susanne Schaber allerlei Wissenswertes über die Almen, ihre Betreiber und ihre direkte Umgebung  zusammengetragen. Mit zahlreichen Aufnahmen von den Menschen auf den Almen, von Landschaft, Tieren und den köstliche Mahlzeiten hat der steirische Bergwanderführer Herbert Raffalt das Buch letztlich zu einem sehenswerten Bildband gemacht. „Der Geschmack der Berge“ ist mehr als ein weiteres Almen-Kochbuch: es zeigt Menschen und ihr Leben in den Bergen.  

Stilfser Joch

Sicher über die Alpen: das kosten Mautstrecken 2018

Spätestens mit den ersten langen Wochenenden im Mai beginnen die Blechlawinen wieder gen Süden zu rollen. Und auch wenn es in den Alpen selbst so schön ist: viele fahren einfach nur durch in Richtung Süden. Straßenbau kostet Geld und das gilt natürlich ganz besonders für spektakuläre Bauten wie Brücken oder Tunnel in den Bergen. Vignettenpflicht und Maut für Straßen sind folglich in Österreich, der Schweiz und allen anderen angrenzenden Ländern ein probates Mittel um die eigenen Kosten zu minimieren. Zum Teil als komplette Vignette für das Autobahnnetz, zum Teil nur für Streckenabschnitte bei Pässen und Tunneln (z.B. Brennerpass, St.Gotthard-Tunnel, →Großglockner Hochalpenstraße usw.). Für die wichtigsten Strecken auf dem Weg durch die Alpen hat der ADAC eine Grafik mit den aktuellen Kosten für das Jahr 2018 zusammengestellt. Es zeigt kostenpflichtige Tunnel und Pass-Straßen in der Schweiz und in Österreich. 

Wien Parkanlage Belvedere

48 Stunden Austria – So empfehlen Österreichs Botschafter ihr Heimatland

Reiseblogger verraten ihre Lieblingsziele. Das ist inzwischen Tradition und dass sie dafür von den Reisedestinationen oder Einheimischen beraten oder inspiriert werden, ist kein Geheimnis. Was aber, wenn man im Staatsdienst für sein Land in einer anderen Metropole lebt? Wie ist die Sicht auf zuhause?  Wie denkt man an daheim? Was empfehlen Botschafter für einen Aufenthalt im eigenen Land und wieviel Insiderwissen geben sie hierzu preis? Die Reiseseite TravelBird hat hierfür hunderte Botschafter auf der ganzen Welt angeschrieben und um Urlaubstipps für einen 48 Stunden langen Besuch des Heimatlandes gebeten. Außerdem wurden die Botschafter gefragt, mit welchem Klischee ihres Heimatlandes sie zu kämpfen haben und wie sie es gerade rücken möchten. Einige Antworten der österreichischen Botschafter findet ihr hier. Viel Spaß beim Lesen! GEWINNEN Welches Klischee über Österreich würde Dir einfallen? Unter allen, die mir bis zum Freitag 02.03. ein Klischee verraten, verlose ich eine köstliche Schokolade von Fenkart aus Österreich. (Keine Auszahlung. Private Verlosung. Ich bin berechtigt, das Spiel jederzeit zu unterbrechen.)

Salzburger Freilichtmuseum – Alpenländische Vergangenheit

Großgmain. Unweit Salzburgs, nah an der Grenze zu Deutschland befindet sich in ländlicher Umgebung das Salzburger Freilichtmuseum. Auf einem riesigen Freiluftareal von 50 ha laden seit 1984 zahlreiche traditionelle Bauernhäuser aus den unterschiedlichen Regionen des Salzburger Landes zu einer Besichtigung ein. Sie stammen aus den fünf  Gauen: Flachgau, Tannengau, Pongau, Lungau und Pinzgau. Einiges wurde auch aus Bayern „importiert“.

Feng Shui im Gasteinertal | Der Unterbergerwirt

Dorfgastein. Handgeschriebene Menükarten – ein selten gewordenes Glück im Gastgewerbe. Im Unterbergerwirt in Dorfgastein ist aber so manches nicht „normal“. Auch nicht, dass neben der Menüfolge steht: Feng Shui Qualität des Tages: die SCHAUFEL: ein allgemein günstiger Tag, der vernünftige Entscheidungen fördert. Wo sind wir denn gelandet??? Vorgewarnt bin ich. Der Taxifahrer, der mich hergefahren hat, antwortet auf mein Fragen: Ich glaube, der macht Feng Shui mit Hausmannskost. Aber Schnitzel gibt es auch und wir gehen selber hin. – Ein gutes Zeichen!

Hoargneistnidei und Stinkerknödel – Gasthof Weiserhof | Salzburg

Salzburg. Schallmoos.  Hoargneistnidei und ein Bier. Könnte ich jetzt wählen, würde ich genau das bestellen. Leider liegt mein Besuch im Gasthof Weiserhof in Salzburg schon ein paar Tage zurück. Und heute ist Ruhetag. Samstag, Sonntag und an Feiertagen sperrt Roland Essl, der Wirt, den Laden zu. Ruhetage am Wochenende, in einer Gastwirtschaft, heutzutage? Ein wenig befremdlich klingt das. Wer jedoch erst einmal im Weiserhof eingekehrt ist, versteht, dass es nur konsequent ist. Und außerdem völlig okay für die Gäste.

Lederhosen für Franz Josef | Jahn Markl in Salzburg

Salzburg. Säcklerei Jahn Markl. Gold auf Grün weist eine verschnörkelte Schrift am Salzburger Residenzplatz auf den kleinen Laden hin. In der Tür zum Seiteneingang baumelt ein Pappschild mit den Öffnungszeiten. Es hängt schon länger. Das sieht man. Im Schaufenster sind Lederhosen, Trachten, Hüte, Taschen und Blusen dekoriert, gemischt mit Blumen und Preisschildern. Über den Auslagen prangt ein mächtiges Schild: SPEZIALHAUS für Wildlederbekleidung und Trachten. Was es hier wohl gibt?

Salzburger Gschichtn | Tipps für die Stadt am Alpenrand

Salzburg. Was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten einer Stadt?  Das ist eine Frage, die sich mir immer wieder stellt und nun  kürzlich erst in Salzburg. Mozarts Geburtshaus in der berühmten Getreidegasse? Nicht besucht. Den Prunk der Erzbischöfe im Dom? Nein. (Dabei hatte ich mir das im Montanmuseum Alt-Böckstein fest vorgenommen.) Auch die berühmten Festspielhäuser habe ich nicht besichtigt. Trotzdem waren meine Tage erfüllt und spannend und gingen viel zu schnell vorbei. Salzburg ist voller Leben, amüsanten Geschichten, traditionellen Geschäften und Handwerksbetrieben. Ich habe mich verliebt in diese kleine Weltstadt und freue mich über gute Gründe zurückzukehren.

Ein Tag am Berg – Einblicke in den Skibetrieb

Tirol. Serfaus Fiss Ladis. Reise ich im Winter in die Berge, habe ich oft meine Snowboard-Ausrüstung dabei. Im Skigebiet kaufe ich mir eine Liftkarte und ab geht’s auf den Berg. So ein Tag im Schnee gehört zum Erholsamsten, was ich kenne und oft, wenn ich daheim am Schreibtisch sitze, träume ich von einem Tag im Schnee! Das war nicht immer so. Lange hatte ich nur eine vage Vorstellung von dem, was mich am Berg erwartet. Meine Kenntnisse stammten aus Kindertagen. Ich kannte nicht die Skiferien, die meine Tochter später hatte. Meine Brettlkünste hatten mit Skiwachs und einfachsten Bindungen zu tun. Meinen Abfahrtslauf würde ich eher als Rutschen, denn als Skilaufen bezeichnen. Entsprechend hatte ich lange Angst vor alpinen Skigebieten. Die Unkenntnis hemmte mich. Heute finde ich: völlig zu Unrecht!

Sonnige Wintertage in Serfaus-Fiss-Ladis

Serfaus-Fiss-Ladis. Tirol. Geruhsam zuckelt der Zug von Hamburg gen Süden. Am Hauptbahnhof München gibt es eine Leberkässemmel. Dann geht es weiter durch das Inntal. Nach 8,5 Stunden Fahrt inklusive der Leberkäsesemmel-Pause trete ich in Innsbruck auf den Bahnsteig und genieße den abendlichen Blick auf die Nordkette. Hallo Tirol | Eine Kurzreise ins Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladis

Holzhacken, Schnee und Kerzenschein im Almdorf Seinerzeit

Patergassen | Kärnten. Wann habt Ihr zuletzt einen Lichtschalter umgelegt, beim dem es noch „KLICK“ macht? Ewig her? Und erinnert Ihr Euch noch, dass es dann zwar hell wurde, aber das Licht  nicht so grell leuchtete wie beim zeitgemäßen Halogenstrahler? Erinnert Ihr Euch, wie praktisch man etwas im Zwischenraum von Doppelfenstern kühlen kann? Als wir vor ein paar Wochen unsere gemütliche Hütte im Almdorf Seinerzeit in Kärnten bezogen und ich das Licht genau so anschalten musste, kam mir all das schlagartig in den Sinn. Es war eine kleine Zeitreise, von der ich hier berichten will.

Geburtstag bei Wohlgeraten – Gewinne ein Wochenende in der Forsthofalm!

LIES HIER, WIE ES WEITERGEHT IN PHASE 2 Hamburg | Am 5.11.2010 ging der Onlineshop Wohlgeraten online. Ein Jahr später, am 5.11.2011 dieses Blog: das Wohlgeraten-Tagebuch. Viel Herzblut steckt in all den Bildern und Berichten. Ihr alle habt immer wieder Anteil daran genommen, Mut gemacht, Reisen begleitet, Ratschläge gegeben. Danke dafür! Es gab Stunden des Zweifelns und Verwerfens, Tage in denen alles verloren schien, auch wenn man dies nach außen hin oft kaum gemerkt hat. Und erfolgreiche Tage, die neue Kraft schenkten. Tolle Reisen und Berichte über meine Lieblingsregion: die Alpenländer! Auch dafür danke ich sehr. Es geht nicht ohne Euch! Das ist Grund genug zum feiern: 4 Jahre Onlineshop Wohlgeraten – 3 Jahre Wohlgeraten Tagebuch

Das Wiesergut. Nachhause kommen ins Glemmtal – Ein Hoteltipp

Wiesergut. Hinterglemm. „Die Küche ist noch am alten Platz und die Stube auch. Bis zum Schluß haben wir gedacht, wir könnten die alten Grundmauern erhalten, aber es ging einfach nicht…“ Martina Kröll ist eine hübsche, zierliche Person, die stets ein Auge auf die kleine Tochter hält, während wir plaudern. Sie erzählt mir von dem Versuch das alte Gutshaus des Wiesergut zu erhalten und von den vielen kleinen Dingen, die diese Herberge so unvergleichlich schön machen. Davon, dass sie Wert auf saisonale Küche legt und dass es nach Ihrem Wunsch im Winter eigentlich keine Tomaten geben sollte. Sie erzählt, dass man Kompromisse eingehen muss. Dass es nicht möglich ist mit vierzig Tieren eine Komplettversorgung des Hotels mit Fleisch abzudecken. Und sie merkt an, dass das kein Verbrechen ist, wenn man es ehrlich kommuniziert. Ihre Schilderungen klingen bodenständig und vernünftig. Es macht Spaß mit ihr zu plaudern und ich würde am liebsten noch bleiben. Leider sind unsere beiden Tage auf dem Wiesergut wie im Flug vergangen. Es ist schrecklich. Das Wiesergut im Glemmtal – Man will hier …

BUS:STOP Krumbach – ungewöhnliche „Wartehäusle“ im Bregenzerwald

Bregenzerwald. Krumbach. Auf den Bus warten, ist in der Regel unspektakulär. Neugierig von Haltestelle zu Haltestelle zu pilgern, das wird selten empfohlen. Anders ist das im kleinen Ort Krumbach im Bregenzerwald, in dem die Wartehäuschen von den Krumbachern liebevoll „Wartehüsle“ genannt werden. Dort haben sich Ortsansässige, heimische Architekturbüros und Handwerker aus der Umgebung  etwas Besonderes für den Öffentlichen Nahverkehr ausgedacht. Vorarlberg ist bekannt für moderne, zeitgemäße und innovative Architektur. Aber auch hier steht nicht immer Geld für große öffentliche Gebäude zur Verfügung. Also hat man in Krumbach eine besonders witzige und sehr charmante Lösung ersonnen. Sieben Architekten aus unterschiedlichen Ländern wurden eingeladen, einen Urlaub in Krumbach zu verbringen. Als Gegenleistung bat man jeden von ihnen, ein Wartehäuschen zu entwerfen. Ortsansässige Architekturbüros und Handwerker setzen die Entwürfe in hoher handwerklicher Qualität um. Was herausgekommen ist, lohnt den Besuch! Ich stelle die sieben originellen Haltestellen hier vor: Hinfahren lohnt! Busstop Krumbach

Parkhotel Hall in Tirol

Parkhotel Hall in Tirol

Hall.Tirol. Der Himmel ist blau bei meiner Ankunft in Tirol. Es ist ein Freitag im Mai und mich erwarten zwei Tage vollgepackt mit Programm, organisiert vom Tirol Tourismus in Kooperation mit der Stadt Hall. Es ist Reisebloggerwochenende in Tirol. Ich habe das Glück eine der Eingeladenen zu sein. Meine Anreise von Hamburg verläuft reibungslos und schnell. Mit dem Flugzeug bis München. Dann per Taxi von Four Seasons Travel bis vor die Tür des Parkhotel in Hall. In wenigen Stunden ist man da und kann die frische Luft der Berge, das Panorama und die gute Laune der Tiroler genießen.

Das Goldberg – Traumblick und Ruhe über dem Gasteinertal

SalzburgerLand/Bad Hofgastein. Müde sind wir bei unserer Ankunft im Hotel Das Goldberg in Bad Hofgastein. Fünfzehn Stunden Fahrt liegen hinter uns, eine Autopanne und Stau. Dabei hätte man so bequem mit der Bahn anreisen können. Von München aus sind es nur drei Stunden ohne Umsteigen. Und mit dem Taxi hier hinauf wäre es nur noch ein Klacks. Im Gasteinertal ist die Nacht hereingebrochen. Von unten flimmern Lichter empor. Schön sieht das aus, wenn man durch die riesigen Fenster der Hotellobby schaut. Als mir der Concierge trotz des späten Check-in die hausinterne Kaffeerösterei und die Brotback-Manufaktur ausführlich vorstellen will, werde ich ungeduldig. Nach Schilderungen über Luxus und Service steht mir gerade nicht der Sinn. Nur wenig später tut mir meine Ungeduld leid. Aber da habe ich auch schon eine Speck- und Käseplatte mit regionalen Köstlichkeiten im Bauch, das frische Bauernbrot aus der hauseigenen Manufaktur und einen wundervollen Teller mit einem köstlichen Schokoladendessert. Jetzt ist alles gut. Ein gutes Glas Wein zum Abschluss und ich bin mit der Welt komplett im Reinen.

Hall in Tirol – Robuste Schönheit am Wegesrand

Hall/Tirol. 130 km/h auf dem Tacho, gute Laune, die Berge im Blick und den italienischen Espresso in Brixen oder Bozen schon vor Augen. Das in etwa beschreibt meine Begegnungen mit der Autobahninformationstafel von Hall in Tirol recht gut. Während das Silberbergwerk von Schwaz, die Kristallwelten von Swarovski und Innsbruck es schaffen, den einen oder anderen erfolgreich vom Wege abzubringen, hat es die ehemals reiche Handelsstadt 10 km östlich von Innsbruck oft schwerer. Hall bleibt für viele ein weißer Fleck auf der Landkarte. Zu Unrecht!

Werkraum Bregenzerwald – Handwerkskultur, Schaufenster und Treffpunkt

Andelsbuch. Manchmal liegt Österreich ganz nah an Hamburg. Letzte Woche zum Beispiel. Ich bummele durch Ottensen und entdecke in einem Restaurant den unten abgebildeten Stuhl. Ich kenne ihn gut, denn bei meinem letzten Besuch in Vorarlberg habe ich mich spontan in ihn verliebt. Wo, das erzähle ich mit den folgenden Bildern.

Four Seasons Travel – Das Flughafen Taxi für Tirol Fans

Hamburg – Tirol. Das ist keine Distanz, die ich immer mit dem Auto zurücklegen möchte. Man schafft die Fahrt zwar in ein paar Stunden, kann beispielsweise spät vormittags einen Espresso in Hamburg genießen und am Abend ein Glas Wein in den Bergen trinken. Trotzdem: es strengt an. Das muss man sich nicht schön reden!

Käsekeller Bregenzerwald

Käsekeller Bregenzerwald – Tradition und moderne Technologie in Lingenau

Lingenau. Kellerhöhe 7 m. Kellerlänge 70 m. Kapazität: 32.500 Käselaibe auf Fichtenholzbrettern. Die Eckdaten des Käsekellers des Bregenzerwaldes am Ortseingang von Lingenau klingen beeindruckend. Noch spannender wird es, wenn man selbst vor den meterhohen Regalreihen steht und auf die Käselaibe schaut.

Restaurant s’Ernele – Zu Gast bei den Metzlers im Schiff – Hittisau

Hittisau. Bregenzerwald.  Typische Wälder Architektur, ein Verbund aus Tradition und Moderne, viel Holz, viel Glas. Mehr nimmt man zunächst nicht wahr, wenn man das Romantikhotel Schiff in Hittisau an der Straße liegen sieht. Dabei steckt hinter den Mauern weit mehr als ein modern geführtes Familienhotel. Wir nehmen den Weg über die Terasse und stehen in einer wunderschönen Ladenwirtschaft, in der es neben den Produkten aus der Region vor allem einen köstlichen Mittagstisch gibt. Wir sind im s’Ernele – zu Gast bei der Familie Metzler.

Maßgeschneidert für die Wälderin – Juppenwerkstatt Riefensberg – Bregenzerwald

„Maßgeschneidert für alle Wälder“ steht auf einem Plakat des öffentlichen Landbus im Bregenzerwald. Darunter strahlt eine Frau in Tracht. Sie trägt das Kleid der Wälderin: eine schwarze „Juppe“ aus Leinen. Was  spielerisch eingesetzt ist, hat einen bedeutsamen Hintergrund. Die Juppe ist eines der wenigen traditionellen Kleidungsstücke, welche noch vom ersten bis zum letzten Schritt von Hand angefertigt werden. Das Leinen wird gefärbt, appretiert, geglästet (glänzend gemacht), gefältelt und dann von Hand zum Kleid genäht. Und: es wird tatsächlich auf Maß angefertigt. Ausschließlich für eine Wälderin. Das Recht, eine solche Juppe zu erwerben und zu besitzen, obliegt nur einer echten Wälderin. Ausnahmen werden nicht gemacht. Blut zählt mehr als Geld und wenn man den Schilderungen zuhört, dann möchte man dies sofort glauben. Niemanden sonst beliefern die geschickten Kunsthandwerkerinnen der Region, die ihr Wissen in der Juppenwerkstatt Riefensberg freundlich den Besuchern weitergeben. Und dadurch ist dieses Kleidungsstück  etwas besonderes: maßgeschneidert für die Wälderin, die ihre Juppe ein Leben lang trägt und mit Glück sogar an ihre Kinder vererbt.

Gasthaus Engel – Hard bei Bregenz

Wer vom Bodensee in Österreich berichtet, nennt meistenfalls Bregenz. Das ist nicht schlecht, aber ab und an lohnt es, ein paar Schritte weiter zu wandern. So ist es auch hier. Auf der Weiterfahrt Richtung Schweizer Grenze, gelangt man binnen weniger Minuten nach Hard. Der kleine Ort ist idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in die Bodenseeregion. Wir verbrachten hier eine Nacht im schönen Hotel am See und speisten im Gasthaus Engel, welches ich kurz vorstellen und empfehlen möchte. Das Gasthaus Engel liegt zentral im Ortskern von Hard. Es ist mit einer Tradition von 400 Jahren das älteste Wirtshaus im Ort. Nicht immer war es ein Gasthaus. Versammlungsort, Schule und Post – immer wieder änderte sich die Bestimmung des Gebäudes und wurde mehrfach durch Brände torpediert. Heute findet man ein modernes Ambiente vor. Der Gastraum ist groß und wurde neben den normalen Tischen mit gemütlichen Nieschen, in denen es kuschelige Eckbänke gibt, ausgestattet. Die Küche arbeitet mit einheimischen Produkten. So kommt das Fleisch vom Arlberg und die Früchte und Gemüse aus der Bodenseeregion. Auch Fisch stand auf der …

Ziegen, Schnaps und sehr viel Berg – Kurzreisen nach Vorarlberg und Tirol

„Danke“ murmelt mein Nachbar freundlich und stürmt an mir vorbei. Zwei Stockwerke muss er rauf. Beide Hände sind frei. Ich trottel mit meinen drei Gepäckstücken hinterher in meine Hamburger Wohnung im vierten Stock. Auf den Treppen nach oben ist Zeit die Gedanken 48 Stunden zurück ziehen zu lassen. Da stand ich vor dem Lift des Parkhotels von Hall in Tirol. „Ich bring sie fix hoch.“ Der ältere Herr, der eigentlich anderes zu tun hatte, schnappt meinen Rollkoffer und steht sofort im Lift. Ein paar freundliche Worte und schon bin ich mit Sack und Pack auf meinem Zimmer. Willkommen in Österreich! Diese Gastfreundschaft kann süchtig machen.

Hotel am See – Hard bei Bregenz/ Vorarlberg

Vorarlberg. Hard. Am Sonntagabend ist es in Hard ausgesprochen ruhig. Die Abendsonne leuchtet über dem Bodensee und spendet neben Wärme ein wunderbares Licht. Die letzten Wochenendausflügler kehren heim. Die in der nahen Ferne sichtbaren Berge sind noch ein wenig schneebedeckt. Es ist nicht weit von hier bis in die Schweiz und den Bregenzerwald. Wir fahren von Bregenz kommend Richtung Schweizer Grenze und biegen in Hard in die Uferstraße ab. Kurz vor dem See schimmert die Metallverkleidung des Hotel am See golden in der Sonne. Das Hotel ist jung. Erst 2011 wurde es eröffnet.

Buchvorstellung: Zurück zu den Wurzeln – Christian Wrenkhs Küche – Wien

Österreich ist ein Land für Genießer. Und das gilt nicht nur für jene, die Bergpanoramen, Grünen Veltliner und eine gute Portion Tafelspitz auf dem Teller mögen. Österreich hat inzwischen in vielerlei Hinsicht die Nase sehr weit vorn. Das gilt  aus meiner Sicht auch ganz besonders auch für die österreichische Küche. Wer hier nur an Backhendl, Kaiserschmarrn und Hüttennudeln denkt, war entweder lange nicht mehr da oder ist schlichtweg schlecht informiert. Und obwohl ich mir selbst keine Hüttenwanderung ohne ein ordentliches Speckbrett vorstellen mag, werden in Österreich auch die gut bedient, die sich längst von Fleisch und tierischen Produkten abgewandt haben. Ein Beispiel für ausgezeichnete fleischlose Küche ist der Wiener Christian Wrenkh (geb. 1954), der am Bauernmarkt 10 bereits 1986 ein vegetarisches Restaurant eröffnete. Von ihm ist das im Jahr 2000 erstmals erschienene umfangreiche Kochbuch „Zurück zu den Wurzeln – Christians Wrenkhs Küche in Wien“, welches ich hier kurz vorstellen möchte.

Stubai – Werkzeug aus den Tiroler Bergen

Stubaital. Tirol. Er hielt mir eine Zange hin: „Hier. Das passt doch zu wohlgeraten.“ Das war im letzten Sommer in einem kleinen Laden für Schlosserbedarf in Kitzbühl. Die kleine Zange war aus schwarzem Werkzeugstahl und hatte rote Kunststoffgriffe. Ganz klassisch, ohne Schnickschnack und mit einer Prägung auf der ich Austria-Stubai lesen konnte. In meinem Kopf ratterte es los. Ich kannte das Stubaital. Das ist mein Lieblingstal. Ich wusste, dass dort Holzverarbeitung angesiedelt war und eine alte Glockengiesserei. Aber Werkzeug? Die Recherche führt mich nach Fulpmes im Stubaital, wo aus einem genossenschaftlichen Zusammenschluss von über zwanzig Handwerksbetrieben die Firma Stubai Ihren Hauptsitz hat. Seit Generationen wird dort Eisen in Werkzeug und Bergsteigerbedarf verwandelt, der weit über die Grenzen Tirols und Österreichs  hinaus bekannt ist. Die ersten Schmiede gab es bereits im 14. Jahrhundert. Im Jahr 1897, dem Geburtsjahr meines Großvaters, begründet sich der genossenschaftliche Zusammenschluss aus dem in den sechziger Jahren die Firma STUBAI hervorgehen wird.  Traditionell befinden sich Forstwerkzeuge, Spenglerbedarf und Bergsportartikel im Sortiment. Eben alles das, was im Tal gebraucht wurde und womit sich schon …