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Café am Beethovenplatz München

Hotel Mariandl in München: Schlafen im Vintage Style

Morgengeläut weht zum Fenster hinein. Das Bett knarrt. Im Zimmer oben sind Schritte zu hören. Ein verschnörkelter Kronleuchter schwebt in einer angepinselten Stuckrosette über der Raummitte und links in der Ecke ist ein riesiger Wasserfleck zu erkennen. Jalousien bedecken schräg hängend die deckenhohen Fenster, während das Laub der Bäume grün hinein leuchtet. Wären die drei schnörkeligen Sessel in der Mitte des Zimmers mit einem weißen Laken überdeckt, könnte man meinen, gerade aus einem hundertjährigem Schlaf erwacht zu sein. Aber wir sind hier mitten in München, nur wenige Minuten von der Theresienwiese entfernt und nur eine viertel Stunde Fußweg von der Innenstadt. Das Hotel Mariandl am Münchner Beethovenplatz ist das Gegenteil steriler Hotelarchitektur. Hier in einem alten Stadthaus aus der Zeit um 1900 lebt der Zauber der Belle Époque auf und im angeschlossenen Café am Beethovenplatz speist und frühstückt man bei täglicher Livemusik so schön, wie in einem Wiener Caféhaus.  

Anne Trieba und die Tageskarten

Anne Trieba: Die Tageskarten-Frau lebt | Interview

Über meinen Schreibtisch hängt eine Karte: ein dünner goldgelber Strich führt nach oben, ein Seil an dem eine kleine Frau im roten Kleid empor hangelt. Die Haare erinnern an Spaghetti. Eng klammert sie sich an das Seil. „Nach Tagen grauen Himmels kam ein einziger Sonnenstrahl.“ steht darunter und eine Signatur: Anne Trieba. Die Malerin und Zeichnerin lebt in München. Mit den Tageskarten, die die Erlebnisse der Frau im roten Kleid beschreiben, hat sie sich im Laufe der Jahre eine echte Fanbase erarbeitet. Aber sie kann weit mehr. Portraits und Momentaufnahmen auf Leinwand und Rupfen zeugen von Talent, großer Sensibilität und Leidenschaft. Ich habe Anne bei einem Besuch in Hamburg getroffen und ihr einige Fragen gestellt.

Was bin ich?

(von Peter Breuer) München ist eine Zeitlupe. Ganz langsam rollt man auf den Puffer des Sackbahnhofs zu, steigt aus dem Zug und möchte in Bastian Gutmanns Taxi steigen. Er ist inzwischen im 96. Semester und seine Haare schlohweiß. Immer noch liebt er Dr. Katharina Freude und die Olympischen Sommerspiele gehen ins 43. Jahr.

Postkarte von Anne Trieba

Anne Trieba oder „Ich schenke Dir einen Berg.“

Hamburg. München. Im Herbst 2011 entdeckte ich bei einem Facebook-Kontakt eine lustige Illustration. Genaueres Hinschauen ergab, dass es sich um eine Tageskarte der Münchnerin Anne Trieba handelte. Ich blätterte weiter in Ihrem Blog und musste mehrfach richtig laut lachen. Selten hatte ich eine so feinsinnige und witzige Verbindung zwischen Wort und Bild gesehen. Ich teilte also mit meinen Freunden.