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Löwenzahnhonig selbermachen | Einfaches Rezept

Löwenzahnblüten für Löwenzahnhonig

Hamburg. Heute musste ich lachen. Während mich gestern beim Spaziergang Dutzende Löwenzahnblüten anlachten und ich unvorbereitet und planlos auf die Idee kam, endlich Löwenzahnhonig selber zu machen, las ich heute im Blog von Frau Schmecker von exakt der gleichen Idee. Insgesamt ist die Prozedur leider etwas zeitaufwendig. Ihr solltet das unbedingt im Vorfeld beachten! Schwierig ist es nicht.  Man darf nur keine Scheu vor schwarzen Fingern haben. Geschmacklich ist der Löwenzahnhonig eine Bereicherung, Wunder darf man nicht erwarten. Aber es ist vegetarisch und gesund und man kann mal wieder etwas Selbermachen: also los:

Löwenzahn: Blütenblätter

Rezept LÖWENZAHNHONIG – Selbermachen

Gepflückt hatte ich einen Sack voller Löwenzahnblüten, Einige Rezepte raten, es müssten 3 kg sein (das erscheint mir viel zu viel), andere nehmen deutlich weniger. Ich hatte ungefähr 1 kg gesammelt.

Ihr braucht etwa 1 kg Blüten.

Alle Blüten schüttete ich auf ein großes Holzbrett, von dem nun eine regelrechte Ameisen- und Kleintierflucht einsetzte. Ihr solltet das in eurer Küche bedenken oder  in die Küche eines Freundes ausweichen. ;)

Löwenzahnblüten für den Honig

Nun müssen alle Löwenzahnblüten vom Grün befreit werden. Am besten geht das, wenn Ihr Blüte für Blüte auszupft.

♥ Bitte daran denken, dass sich Blüten bei Sonne öffnen und mit der Dunkelheit schließen! Man sollte also frühzeitig pflücken und entsprechend schnell entblättern!

Alle Löwenzahn-Blütenblätter ( bei mir reichlich 300 g – ein mittelgroßer Topf voll) habe ich mit 1 l Wasser aufgegossen und kurz intensiv aufgekocht.

In allen Rezepten zum Selbermachen, war beschrieben, dass man den Sud über Nacht stehen lassen und durchziehen lassen soll. Das habe ich entsprechend gemacht. (Eine kleine Pause nach Sammeln und Zubereiten tut auch ganz gut…)

Am Folgetag geht es weiter: nun die Löwenzahnblüten abseihen und die gewonnene Flüssigkeit (hier: 1 Liter) mit dem Saft einer Zitrone versetzt aufkochen.

Für die endgültige Fertigstellung bleiben zwei Möglichkeiten:

Entweder im Verhältnis 1:1 mit Zucker einkochen bis ein dickflüssiger Sirup entsteht. Dann erhält man Löwenzahnhonig, der eigentlich ein Sirup ist.

Alternativ kann man Gelierzucker im Verhältnis 2:1 verwenden. Man erhält einen geleeartigen, nicht zu süßen Löwenzahn-Aufstrich, den man entweder auf Brot essen kann oder zu Joghurt, ins Müsli o.ä..

Wichtig ist in jedem Falle, dass man die Flüssigkeit noch heiß in die vorbereiteten Marmeladengläser füllt. Nach dem Einfüllen dreht man die Gläser auf den Kopf und lässt sie so abkühlen.

Das Frühstück ist gerettet. Der vergleichsweise geringe Aufwand, lässt an eine Wiederholung  denken. (Was ich beim Hagebuttenmus immer nicht so genau sagen kann – trotz des sensationellen Geschmacks.)


Interessant im Zusammenhang: so viele Namen werden Löwenzahn verwendet. Wer kennt noch mehr?

Löwenzahn oder?

Bedsoicher, Pusteblume, Maistöcke, Teufelspflanze, Wiesengold, Seicherblume, Augenmilch, Kuhblume, Hundeblume, Bettschisser, …


(Foto ganz oben: Peter Breuer  – alle anderen von mir)

 

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Charis

Travelblogger, Journalist, Online-Shopmanager bei wohlgeraten.de – blog.wohlgeraten
Der Alpenraum ist in seiner Vielfältigkeit schier unerschöpflich. Kaum hat man ein Tal bereist, warten hinter den Bergen schon neue Abenteuer. Ein Puzzlespiel, bei dem es fast unmöglich erscheint,es ausreichend und umfassend zu beschreiben. Ich habe es mir dennoch zur Aufgabe gemacht und berichte auf blog.wohlgeraten über Land und Leute, Wanderungen, gute Küche, Architektur und vieles mehr.
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Kategorie: Dessert, Eingewecktes!, Rezepte

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Der Alpenraum ist in seiner Vielfältigkeit schier unerschöpflich. Kaum hat man ein Tal bereist, warten hinter den Bergen schon neue Abenteuer. Ein Puzzlespiel, bei dem es fast unmöglich erscheint, es ausreichend und umfassend zu beschreiben. Ich habe es mir dennoch zur Aufgabe gemacht und berichte auf blog.wohlgeraten über Land und Leute, Wanderungen, gute Küche, Architektur und vieles mehr.

8 Kommentare

  1. Avatar
    Ute Bathel sagt

    So, ich hab gerade fertig Gefrühstückt auf meinem schon Blühenden Balkon und vermiss einfach mein Löwenzahnaufstrich. Werde mich jetzt schick machen und auf Bluetenjagt hier bei uns im schönen BANNEWITZ bei Dresden machen. Ich verschenke den Honig sehr gern an Freunde. Besser als Blumen kaufen
    (^_-)

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    Honigfan sagt

    Hi, war gerade auf der Wiese bei uns in der Stadt um habe eine ganz Schlüssel voll Blüten gepflückt. Ich bin mal gespannt obs was wird. Werde dann wieder berichten.

    Danke auf jeden Fall für das Rezept. Daumen hoch!

    Liebe Grüße
    Sebastian

  3. Pingback: thiara.de ~ Ein anderer Rückblick mit Löwenzahn und Osterkörbchen

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    Sabine Lehmann sagt

    Nur zur Info : die Blüten müssen nicht gerupft werden, nur direkt am Kelch abschneiden !

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