Alle Artikel in: Menschen

Begegnungen, Vorstellungen, Netzwerk

Reinhold Messner Selbstversorger und Bergbauer – Buchtipp

Südtirol.  Wer kennt die eigene Familie besser als ein Mitglied daraus, wer sieht Schwachstellen, wer Stärken? Diesen Vorzug hat sich Magdalena Maria Messner zu eigen gemacht und im Herbst 2014, zum 70. Geburtstag ihres Vaters ein Buch herausgebracht, das eine andere Seite beschreibt. Nicht den Bergsteiger und Gründer zahlreicher Museen, sondern den heimatverbundenen Südtiroler, der die Geschenke der Natur schätzt, sich zu eigen macht und damit sich und seine Familie möglichst umfassend selbst versogt: Reinhold Messner Selbstversorger und Bergbauer. Erschienen ist das Buch bei blv.

Das gibt es noch: handgeschrieben und persönlich

Hamburg. Es kommt selten vor: aber ab und an finde ich bei den Rechnungen, die ich bekomme tatsächlich einen handgeschriebenen Gruß, den Wunsch nach Erfolg beim Verkauf oder überhaupt ein nettes Wort. Mich freut solch eine Geste sehr und wann immer ich einen Anlass dazu sehe, versuche ich selbiges mit meinen Kunden von wohlgeraten. Dann landet eine Karte mit einem kleinen Gruß im Paket.

Was bin ich?

(von Peter Breuer) München ist eine Zeitlupe. Ganz langsam rollt man auf den Puffer des Sackbahnhofs zu, steigt aus dem Zug und möchte in Bastian Gutmanns Taxi steigen. Er ist inzwischen im 96. Semester und seine Haare schlohweiß. Immer noch liebt er Dr. Katharina Freude und die Olympischen Sommerspiele gehen ins 43. Jahr.

Schönheit

Hamburg. Derzeit lese ich in meiner Umgebung  dauernd wie ein Mantra: „Jeder Körper ist schön.“ oder „Jede Frau ist schön.“ und ständig gibt es tosenden Beifall für Bilder von Menschen, die, träfen die Leute sie auf der Straße, sie würden sie nicht als vollkommen gelten lassen, schon gar nicht als schön bezeichnen. Da bin ich ganz sicher.

MMM Firmian – Am Lagerfeuer mit Reinhold Messner

Bozen/Sigmundskron. Es nieselt. Der Sommertag war ungewöhnlich nass für Südtiroler Verhältnisse. Das Wetter schlägt Kapriolen, was Einheimische wie Urlauber verwirrt. Auch ein Urgestein wie Reinhold Messner, der bestätigt einen solchen Sommer in Südtirol noch nie erlebt zu haben. Wer jetzt eine düstere Ansprache zur Klimakatastrophe und zum Ende aller Tage erwartet, ist jedoch auf der falschen Fährte.

Strolz Leuchten – Eine Wälderin zwischen Tradition und Moderne

Andelsbuch/Bregenz. Es ist ein sonniger Morgen im Mai, als wir den Werkraum in Andelsbuch besichtigen. Die Sonne flutet den riesigen hellen Raum mit den unterschiedlichen Schaufenstern Bregenzerwälder Handwerker. Raumausstatter sind dabei, Tischler und eine Leuchten-Designerin. Anna Claudia Strolz kommt gut gelaunt auf uns zu. Dabei hätte die junge Geschäftsfrau und Designerin der ausgestellten Leuchten einen guten Grund angespannt zu sein. Nicht nur, dass sie in wenigen Wochen ihr neues Ladengeschäft in Bregenz eröffnen wird. Sie ist gleichzeitig Mutter von drei Kindern und fertigt einen Teil Ihrer hier ausgestellten Modelle selbst an. Im 2013 eröffneten Werkraum Bregenzerwald ist sie von Anfang an Mitglied. Ambitioniert schildert sie uns Ihren Werdegang und zeigt stolz „Ihr“ Schaufenster in dieser riesigen, überdimensionalen Vitrine Bregenzerwälder Handwerks.

Der Ruhm der Anderen

Eins vorweg: Ehrliche Anteilnahme respektiere ich. Es handelt sich hier um einen Gedanken und nicht um Kritik an einzelnen Personen. Worum es geht? RUHM Gestern war wieder so ein Tag an dem in den Sozialen Medien wie Twitter und Facebook so richtg die Post abging. Beruflich bedingt kann ich praktisch nicht daran vorbeisehen, denn ich bewege mich nahezu täglich in diesem Umfeld. Eine herausragende Persönlichkeit ist gestorben, der Anlass ist gewiss sehr traurig. Gleichzeitig ein prima Grund für viele Leute sich zu profilieren. Möglichst schnell den richtigen Hashtag setzen und zack ist man mit einer Top-Nachricht ganz weit vorn. Das mag bei einer Massenveranstaltung, Unwetterwarnung, Hilfsaktion sehr hilfreich sein. Aber gilt das auch für den Verlust eines Menschen? Ist schnell sein in diesem Moment wirklich so wichtig geworden? Kaum ist die erste Meldung geschrieben, klicken die Nachrichten hin und her: „Quelle?“ „Nachricht bestätigt. Quelle: da, da und da…!“ und jetzt schnell einer der ersten mit dem #RIP plus Name sein. Damit wir uns sicht falsch verstehen: Nachrufe sind wertvoll. Betroffenheit im allgemeinen ist etwas natürliches …

Welttag des Buches – Blogs, die Bücher verschenken

Zum heutigen Welttag des Buches gibt es ellenlangen Listen von Blogs und Seiten, die Bücher verschenken. Ich bin ein wenig kreuz und quer durchs Netz gesurft und an folgenden Stellen hängen geblieben. Die meisten Verlosungen laufen über ein paar Tage. Ihr könnt also meist in aller Ruhe mitmachen. Jeder Blogger freut sich über Kommentare. So auch ich – ich würde mich freuen, wenn Ihr mir am Ende hier berichtet, ob Ihr was gewonnen habt, oder, welches Buch Euch am verlockendsten erscheint! Und wer noch ein Buch zum Thema Wandern/Berge verlost: ich nehme Euch gern in die Liste auf! Bücher zum Thema Berge/Wandern Uli von auf den berg.de verlost das Buch Karwendel von Heinz Zak (Tyrolia-Verlag) Wunderbare Bergaufnahmen machen Lust auf die Berge! Stefanie von Gipfelglück verlost geich zwei Bücher zum Thema wandern: Die schönsten Wanderungen am Wasser rund um München  – mit unter anderem 20 familienfreundliche Touren an Flüssen entlang und Komm mit mir in die Berge  – Das ist eine witzige Idee: 30 Wandertouren mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad wurden mit 30 Postkarten kombiniert. So kann …

Outdoor Spirit hat nachgefragt – 11 Fragen zum Reisen

Unter Bloggern ist es üblich, sich sogenannte Blogstöckchen zuzuwerfen. Ich hatte bereits einmal eins, in dem es um meine drei liebsten Wanderutensilien ging. Hier nun wurde ich von Rene Saathoff vom Blog Outdoor Spirit angetickert, der mir im Rahmen des „liebster award“ elf Fragen gestellt hat. Da mir die Aktion, in der es darum geht Blogs untereinander zu vernetzen und  bekannter zu machen, gefällt, mache ich gern mit. Danke René für Deine Fragen!

Taschensturz – Leseraktion von kwerfeldein

Im Blog von kewerfeldein.de lese ich immer wieder gern mal. Nicht zuletzt wegen Beiträgen wie Popkultur im Quadrat, die durch lesenswerten Text plus interessante Fotografie begeistern. Bei Ruth von edelfrosch entdeckte ich heute ein Bild mit dem Inhalt ihrer Tasche, welches auf  eine Leseraktion des gleichen Blogs verwies. Tja – und deswegen mach ich einfach mal mit: Taschensturz bei wohlgeraten! Die Gegenstände im einzelnen: Knickerbookerl von wohlgeraten – mein Notizbuch, weil Handschriftliches einfach bleibt und ich immer wieder gern was notiere iPhone plus Lederhülle (die ein Geschenk meiner Tochter war -> wichtig!) SONY-Kamera Portemonnaie von Liebeskind Pastiglie Leone. Meine Lieblingsgeschmacksrichtung ist und bleibt Anis. Karabiner von Stubai-Werkzeug. Der ist neu. Der ist drin, weil ich Werkzeug von dort jetzt bald bei mir im Shop anbiete und mit einem Karabiner lassen sich super Gegenstände an Taschen befestigen, damit man die Hände frei hat. Ein uraltes Miniportemonnaie für Kleingeld. Opinel-Taschenmesser plus Apfel für den schnelle Hunger zwischendurch. Und überhaupt – ohne Taschenmesser verlasse ich das Haus eigentlich nie! Visitenkarten für meinen Onlineshop von Moo. Migränemittel gegen meinen …

Mit Wohlgeraten durch das Jahr – eine Reise durch Shop und Alltag / Februar

Ich schaffe es nicht an jedem Tag. Manchmal reiche ich Bilder nach. An manchen Tagen setze ich aus. Aber ich mache weiter… FEBRUAR 04.02.2014 Einpacken gehört zu meinen täglichen Aufgaben. heute fiel mir auf, dass ich die Verpackung der Gmundner Keramik noch nicht ein einziges Mal vorgestellt habe. Zeit wird es: Herz-Snackschale von Gmundner Keramik – handbemalt mit dem Grauen Hirsch 02.02.2014 Mittagssonne auf dem Balkon. Das geht auch mitten im Winter. – Geschirr und mehr von wohlgeraten. 01.02.2014 Heute habe ich Kürbisaufstrich im Weckglas gemacht. Das Rezept gibt es in Kürze auf dem Blog. Den Aufstrich morgen für mich auf’s Brot. Wer Bilder vom Januar sehen will, schaut HIER      

Eine Reise durch Shop und Alltag

Wohlgeraten Tagebuch – so habe ich mein Blog 2013 umbenannt. Berichte und Reisebeschreibungen erschienen. Manchmal Meinungen zu Geschehnissen. Vieles, was ein Tagebuch ausmacht. Hier und da tauchten Produkte von wohlgeraten auf, entweder im Prozess Ihrer Entstehung oder weil sie im Laufe der Jahre tägliche Begleiter wurden. Für das Jahr 2014 habe ich mir etwas ausgedacht. Ich möchte gern zeigen, dass meine Bilder nicht konstruiert sind, sondern sich vieles aus meinem normalen Tagesablauf ergibt. Vielleicht halte ich es nicht lang durch, vielleicht 365 Tage. Wir werden sehen. Es wird passieren, dass Bilder schöner sind. Andere werden reine Schnappschüsse sein. Ich werde zeigen, wie die Produkte von wohlgeraten meinen Alltag begleiten – genau so, wie ich mir das wünsche und vorstelle. Mal wird es ein Teller sein, von dem ich meine Suppe esse, mal ein Marmeladenglas, mal ein Deckenzipfel, der mir die Füße wärmt oder  was eben so passiert. Immer soll es ein Bild sein und eine kurze Beschreibung, wie es entstand. Wie das im Lauf der Zeit wird, weiß ich natürlich selbst noch nicht. Mit Bild …

Otter Ankermesser – Ein Stück Solingen

Hamburg. Solingen. Heute musste ich ziemlich lachen und ich weiß noch gar nicht, ob mehr über die Sache oder mehr über mich. Die großen Otter-Ankermesser waren ausverkauft und mussten nachbestellt werden. Also mailte ich Otter an, telefonierte noch einmal kurz mit der freundlichen Mitarbeiterin, die die Bestellungen bearbeitet und freute mich auf umgehende Lieferung. Das klappte prima, denn innerhalb von zwei Tagen kam alles an. Nun sind unsere Lieferungen nicht immer riesig groß. Manchmal bei Gläsern, kommen Speditionen und bringen riesige Kartons. Wenn es sich aber um kleine Produkte, wie Taschenmesser handelt und wir nur wenige Artikel dieser Firma führen, kann das schon mal ein recht kleines Päckchen sein. Die von Otter kamen klein verpackt. Sehr klein. In einem wabbelig gepolsterten Umschlag fielen sie mir fast aus dem Briefkasten entgegen. Beim Auswickeln desselben dann die Situation, über die ich so schmunzeln musste: die Messer waren mehrfach in Papier gewickelt. Aber nicht so wie man sich das vorstellt, in teuer eingekauften Packpapier, sondern nein: ganz außen drum in einem Solinger Blatt vom Sonntag. Genau so, wie …

Von kleinen und von großen Fischen. Und vom Nein-Sagen.

Ich bin sauer. Nicht ein wenig, sondern sehr. Warum? Vor wenigen Tagen wurde ich angerufen. Ein Marktforschungsinstitut suchte Teilnehmer für eine Studie. Es ging um Nutzung von Daten in der Cloud und ob, wie und wieso Firmen wie meine solche Möglichkeiten nutzen. Das Interesse von Seiten des Institutes war groß.  Ich wurde sehr umworben und gebeten, mich doch an der Studie zu beteiligen. Kundendaten wären nicht Bestandteil des Interesses. Ich konnte nach Sicherstellung dieser Hauptvoraussetzung also meine anfängliche Skepsis besiegen. So weit so gut. Eine Aufwandsentschädigung in angemessener Höhe wurde in Aussicht gestellt, ein Termin vereinbart. Ich hielt mir den Tag frei. Heute nachmittag nun klingelt das Telefon. „Liebe Frau… , ich rufe an wegen unserem Termin am Donnerstag. Ich hatte Ihnen doch gesagt, dass die Aufwandsentschädigung…?“  – in meinem Falle nun ein Drittel niedriger ausfallen sollte als vereinbart. Wie bitte??? Ich glaubte nicht so ganz richtig zu hören und bat dies gründlich zu hinterfragen, da ich ansonsten den Termin absagen müsste. Als Begründung nannte man mir, dass mein Unternehmen ja sehr viel kleiner sei …

Es ist angefeuert!

Wenn ich aufgefordert werde, Ziele nach Plan zu formulieren, antworte ich oft, dass ich weiß, was ich möchte, aber zwischenzeitlich  gerne stehenbleibe und die Aussicht genieße. Wohlgeraten funktioniert so. Wirtschaftlich ist das nicht immer. Gut also, wenn man Wegbegleiter hat, die dies im Auge behalten und Ratschläge geben. Und in diesen Genuss kam ich am vergangenen Freitag!

Engel Flügel Weckglas

Hinter jeder Tür ein Mensch – Unser Adventskalender 2012

Ja oder nein? Gerade zu Advent und Weihnachten gibt es an manchen Orten viel zu viel. An anderen deutlich zu wenig. Weswegen wir uns entschieden haben nicht wahllos Geschenke zu machen, sondern lieber mal da zu helfen, wo Hilfe direkt ankommt oder dringend Not tut. Und dennoch: ein Adventskalender ist eine Möglichkeit in der Vorweihnachtszeit Freude zu schenken.

Brutti et Buoni in den Alpen

Wir feiern Geburtstag! Zwei Jahre Wohlgeraten!

Verrückt wie schnell die Zeit vergeht. Wohlgeraten feiert Geburtstag. Bereits den Zweiten! Und das Blog von wohlgeraten existiert auf den Tag genau ein Jahr! Zwei Jahre wohlgeraten.de – zwei unheimlich spannende Jahre mit viel Arbeit und genauso viel Freude. Mit gewissenhaften Entscheidungen und spannenden Begegnungen. Mit der überraschenden Nominierung für den t3n-Web-Award zwischen Otto, Amazon und Zalando im letzten Jahr und dem Aufbau einer erstaunlich aktiven Fangemeinde auf Facebook und Twitter. Und man kann sagen: Es macht Spaß. Es bereichert um viele Eindrücke und macht stolz, wenn man es Stück für Stück wachsen sieht. Manchmal gingen Mut und Kraft leicht zur Neige. Dann war es entscheidend sich auf die Ursprünge von wohlgeraten zu besinnen. Beim Reisen in die Berge, um Kraft zu schöpfen. Mit  neuer Lust entstanden viele der im Shop und auf den Social Media Plattformen gezeigten Bilder. In Gegenden, aus denen die Produkte von wohlgeraten stammen. Und einer dieser Orte, an den es immer wieder geht, liegt mitten in Tirol. Zum 2.Geburtstag von wohlgeraten gibt es deshalb ein Gewinnspiel. Der Hauptpreis ist ein …

EOFT Vorstellung 2012 Cinemaxx Hamburg

EOFT – European Outdoor Filmtour 2012

Hamburg. Gespannt wie immer erwartete ich die EOFT-Vorstellung am gestrigen Abend im Hamburger Cinemaxx. Was ist das? Bei der European Outdoor Filmtour werden einmal jährlich mehrere Kurzfilme besonders spektakulärer Outdooraktivitäten gezeigt. Die Bilder entstehen bei den entsprechenden Aktivitäten und sind nicht gestellt. Zwischendurch gibt es kurze Interviews, Statements von den Akteuren und Beteiligten. Berauschende Bilder sind mit Musik unterlegt und nur wenige werden sich den oft atemberaubenden Eindrücken auf der Riesenleinwand entziehen können. Es wird die geben, die diese Veranstaltung als riesige Werbeaktion für Mammut, Outdoor und Co. abtun. Die haben sicher nicht komplett unrecht. Es ist merklich kommerzieller geworden mit den Jahren. Dennoch sind die einzelnen Filme Jahr für Jahr spektakulär und der Respekt gilt den Akteuren. Weil man oft kaum fassen kann, auf welch tollkühnen Gedanken manche Menschen kommen und wie bereitwillig sie Gesundheit und Leben auf’s Spiel setzen. Immer wieder frage ich mich, was sie antreibt und wie sie ihre natürliche Angst überwinden. In der diesjährigen Veranstaltung sieht man die, die sich Birdmen nennen und sich mit fledermausartigen bunten Anzügen von Felsen …

Anne Trieba oder „Ich schenke Dir einen Berg.“

Hamburg. München. Im Herbst 2011 entdeckte ich bei einem Facebook-Kontakt eine lustige Illustration. Genaueres Hinschauen ergab, dass es sich um eine Tageskarte der Münchnerin Anne Trieba handelte. Ich blätterte weiter in Ihrem Blog und musste mehrfach richtig laut lachen. Selten hatte ich eine so feinsinnige und witzige Verbindung zwischen Wort und Bild gesehen. Ich teilte also mit meinen Freunden.

Hamburgs Kult-Kaufhaus 1000 Töpfe schließt

Ofen aus für 1000 Töpfe

Hamburg. Es könnte mir egal sein, wenn ein anderes Geschäft schließt. Schließlich passiert das ständig und ich selbst fühle mich in der Konkurrenz zu den „Großen“ oft wie in dem Kampf zwischen David und Goliath. Ich weiß, dass es mit etwas Pech jeden treffen kann. Idealismus ist hilfreich und zäh sollte man sein, sonst hält man den ständigen Druck auf Preise und Umsatz schlecht aus. Die Kleinen können sich vielleicht durch schmale Personalkosten und das Aufspüren von Nischen retten. Ist man größer, wächst nicht nur das Sortiment, sondern auch die Personalverantwortung und schnell steigen die Kosten. Hamburg wird bald um ein Kult-Kaufhaus ärmer sein. 1000 Töpfe – gegründet 1949 – schließt. Sie können, so wird gesagt, der gnadenlosen Preiskonkurrenz aus dem Netz nicht mehr standhalten. Ich bedauere das sehr, denn auch wenn es optisch eher mager aufbereitet ist, viel Kitsch und Trödel zwischen einem breiten Haushaltssortiment zu finden waren: 1000 Töpfe war und ist eine nützliche Fundgrube für alle Hamburger. Seit Jahren. Ich kaufte dort die neuen Türgriffe für meine erste eigene Wohnung und den …

Flagge zeigen für wohlgeraten

„Wir machen das mit den Fähnchen..“ – so hatten wir uns im Sommer eine kleine Gewinnspielaktion für unsere Fans auf Facebook ausgedacht. Leider nicht für die Ewigkeit, denn Reglement und Facebookvorschriften untersagen dem Fanpagebetreiber Aktionen dieser Art, in denen Fans animiert werden Bilder zu posten, um im Gegenzug etwas zu gewinnen. Wir brachen das Gewinnspiel ab, um Ärger zu vermeiden. Die Idee mit den Fähnchen war jedoch da und zu schade, um sie im Sande verlaufen zu lassen. Im eigenen Urlaub machten wir Bilder, die wie auf unserer Facebook-Fanpage verbreiteten. Die Aktion machte viel Spaß. Die Idee war da: „Flagge zeigen!“ Hier unsere eigene Bialetti in Death Valley/USA Und hier ein Bild unserer Facebook-Fans (Anja) , die sich dankenswerter Weise viel Mühe gaben: Jetzt sammeln wir bei jedem Spaziergang eigenhändig kleine Ästchen und packen in jede Bestellung einen Bogen mit Flagge und der Bitte bei Zufriedenheit ein Foto vom Produkt mit dem Fähnchen zu schießen. Das Bild kann dann an uns gemailt werden und mit der Übermittlung erklärt der Kunde seine Genehmigung das Bild zu …

Gestern kam Post.

Gestern kam Post. Ein Brief. Unangenehm. Ein Fehler, fett auf’s Brot geschmiert. Mit einer Abmahnung von einem Verein, der sich darum kümmert, dass niemandem Ungerechtigkeit widerfährt. Jeder kann sich dort hinwenden. Er muss den Namen nennen. Gut so. Mehr aber nicht. Ich werde nie erfahren, wer es nicht wagte,  sein Gesicht zu zeigen. Dann werden Missstände aufgeklärt. In diesem Falle folgender: ich wusste nicht, dass es Pflicht ist, bei einer Tafel Schokolade von 120 g dazuzuschreiben, wieviel nur 100 g der Tafel Schokolade kosten würden. Keine gefährliche Sache. In meinen Augen nicht mal ein Betrug. Aber offensichtlich so schlimm, dass es in diesem Lande Bürger gibt, die dann nicht zum Telefon greifen und anrufen mit dem Hinweis: „Hey – das ist ein Fehler. Ändert das!“. Nein – man unterstellt Böswilligkeit und bittet um Abmahnung und Geldstrafe. Der  Verein, der solche Fälle bearbeitet, hat eine ausgesprochen höfliche und angenehme Auskunftstelle. Unser Telefonat lief kultiviert und ergebnisorientiert ab. Natürlich habe ich die Unterlassungserklärung längst unterschrieben und füge die fehlenden Angaben ein.   Traurig finde ich, dass es …

Bänder aussuchen

Loslassen.

Wochenendbeginn. Einkauf beim Fleischer. Hier gibt es kein EC-Gerät. Der Fleischer entschuldigt es mit den langen Wartezeiten für die anderen Kunden. Wir sichten drei Verkäufer im Laden, keinen Kunde. Wir grinsen. Wir sind in einem Vorort von Hamburg. Hier ist der Hund begraben. Und weil hier nichts los ist, hat man Zeit zum kochen und zum essen und zum spazierengehen. Auf der anderen Straßenseite ein winziger Stoffladen. Gemein ist mein Gedanke, der Name sei ans Umfeld angepasst: „Kleinkariert“.  Dieses unaufgeregte Landleben gibt mir spontan die Lust zurück in Stoffballen zu wühlen und mich in Bänder und Borten zu verlieben. Mit zunehmendem Alter und ansteigenden Vorräten kam nämlich die Vernunft. Und ein Kaufstopp. Ich nahm nur noch mit, was ich zielgerichtet verwenden wollte: Gardinenband oder Hosenflicken oder Stoffe für kleine Nikolausstiefelchen, die ich unter die Ware in meinen Onlineshop mischte.

Nationalparkranger-Woche in Graubünden

Optimieren ist was für Männer… oder so?

An manchen Tagen fällt mir fast der Telefonhörer aus der Hand. Eben. Es klingelt. Ich hebe ab, nenne meinen Namen. Ein Herr ist am Apparat: „Guten Tag. Hier ist Herr sonundso. Ich möchte bitte Herrn St. sprechen.“ Ich, ruhig: „Kann ich helfen, worum geht es?“ Er, forsch: „Ich möchte Ihren Mann sprechen. Wir sind durch den Online-Auftritt aufmerksam geworden. Dann rufe ich wieder an, wenn Herr St. zu sprechen ist. Es geht um SEO-Optimierung.“ (Betonung lag DEUTLICH auf HERR!) Ich, erklärend: „Da werden Sie keinen Erfolg haben. Es gibt hier keinen Herrn St. Wieso verlangen Sie eigentlich nach ihm?“ Er, dreist: „Bei meinem letzten Anruf, wurde mir gesagt, Herr St. ist dafür verantwortlich und den möchte ich sprechen.“ Ich weise darauf hin, dass dies nicht sein kann, da ich die Geschäfte im Alleingang führe und dass niemand auf einen Herrn verwiesen haben kann, den es nicht gibt. Statt sich zu entschuldigen, legt er auf. Jetzt frage ich mich ernsthaft nach dem Weltbild dieses Verkäufers. Wieviel Kompetenz wird Frauen heute zugetraut? Ist es zeitgemäß bei bestimmten …