Alle Artikel in: Menschen

Menschen, Begegnungen, Vorstellungen, Netzwerk

Claudia Kott beim Zeichnen

Traumjob in der Schweiz: Textildesignerin bei Fischbacher in St.Gallen

„Es war ein sehr besonderer Moment, als ich zum ersten Mal eine von mir entworfene Bettwäsche im Schaufenster eines Kaufhauses entdeckt habe“ sagt Textildesignerin Claudia Kott und es fällt auf, wie ihre Augen leuchten, sobald sie über ihre Arbeit spricht. Aus Stapeln von Ideen und Stoffmustern fischt sie einige Beispiele heraus – sie beschreibt mit Begeisterung den Weg, der zwischen der ersten locker hingeworfenen Skizze bis zum fertigen Design liegt. Manchmal ist es eine sehr direkte Linie von einer Handvoll ausgestreuter Blätter bis hin zu den fertigen Heimtextilien, Tapeten und Teppichen, die sie und ihr Team realisieren. Claudia Kott ist Chefdesignerin beim schweizerischen Textilverlag Christian Fischbacher Co.AG in St. Gallen. Ihre Aufgabe ist es, schon heute das Design zu entwickeln, das luxuriösen Hotels und Wohnungen morgen ein Gesicht verleiht. Immer eine Nasenlänge dem Geschmack der Zeit voraus, erkennt sie Trends und oft setzt sie sie sogar. Was ihr am Anfang aufregend und unglaublich erschien, ist heute ihr Alltag – ihre Entwürfe landen regelmäßig in den Schaufenstern der größten Kaufhäuser dieser Welt.

Beatrice Anton - Reiseblog Reisezeilen

Unterwegs mit… Beatrice Anton vom Slow Travel Blog Reisezeilen

In der Interview-Reihe „Unterwegs mit…“ stelle ich sechs Fragen an Menschen die mich begeistern, die spannende Ideen und Lebenswege haben und mit denen ich mir eine Wanderung samt Brotzeit  vorstellen kann. Heute: Beatrice Anton vom Slow Travel-Blog Reisezeilen Wenn Beatrice auf Reisen geht, dann hat sie neben der Neugier auf ein anderes Land oder eine andere Region immer noch ein zweites Ansinnen: sie will das Reisen verändern, es ein wenig besser machen: nachhaltiger. Dafür sammelt und teilt sie Ideen, die durch kleine Veränderungen etwas bewirken. Mal ist es ein besonderes Restaurant, mal ein Hotel oder Laden, in denen ihr Achtsamkeit im Umgang mit unserer Umwelt begegnet. Immer versucht sie so schonend wie möglich zu reisen.

ArchitectureWalk International Mountain Summit 2018 Brixen

International Mountain Summit Brixen – Ein Bergfestival sagt Servus

Meet.Mountain.People.Soul. – Das Bergfestival „International Mountain Summit“ in Brixen (Südtirol) brachte in der Woche vom 8.-14.Oktober 2018 zum zehnten Mal bergbegeisterte Menschen aus aller Welt, Architekten, Denker und Künstler zusammen. Unter der ehrenamtlichen Führung der Südtiroler Axel Ploner und Markus Gaiser bot sich ein Podium für Vorträge und Gespräche, zum gemeinsamen Netzwerken, Wandern und auch zum Feiern. → Für das dreitägige IMS.Architecture.Camp war ich auf Einladung des International Mountain Summit und der IDM Südtirol dabei. Neben Besichtigungen aktueller Südtiroler Bauprojekte bot sich die Chance auf eine Wanderung zur Tierser Alpe auf der Seiser Alm mit anschließendem Gipfelgespräch zum Thema „Bauen am Berg“. Während Veranstalter, Architekten und Sponsoren auf dem Architecture Walk zur Tierser Alpe weitestgehend unter sich blieben, war der Andrang bei Vorträgen des Philosophen und Autoren Richard David Precht und beim Star-Architekten Daniel Libeskind deutlich größer. Ihre Vorträge fanden in der Innenstadt von Brixen statt. Da lockte neben den bekannten Namen sicher auch der kurze Anfahrtsweg. Gelohnt haben sich alle Termine.

Janett Platino mit Kräutern

„Selbergmocht statt hausgemacht“ – Janett Platinos Restaurant Onkel Taa

Gut versteckt, nahe einer Haltestelle der Südtiroler Vinschger-Bahn, liegt das Restaurant Onkel Taa in Bad Egart zwischen Vinschgau und Meraner Land. Dort zaubert die passionierte Kräuterexpertin und Vollblut-Köchin Janett Platino schier Unglaubliches aus Garten und Wiese auf den Tisch. „Selbergmocht statt hausgemacht“ lautet ihr Motto. Die Südtiroler Köchin, die mit ihrer Familie das → Restaurant „Onkel Taa“ und das dazu gehörige → Museum mit einem unendlichen Sammelsurium Südtiroler Alltagsgegenstände und der größten K.u.K. Sammlung außerhalb Österreichs betreibt, habe ich bereits auf dem Blog vorgestellt. (Wer sich für die Geschichte des Hauses interessiert, liest bitte dort weiter.) Bei einem erneuten Besuch in Bad Egart war nun endlich einmal genug Zeit, um mit Janett persönlich zu plaudern und einen Blick in die Küche und den wunderbaren Kräutergarten des Hauses werfen. Ein wahres Paradies! Auf den kurzen Spaziergang zwischen Restaurant und Garten, möchte ich Euch mitnehmen.

Der Geschmack der Berge – Tyrolia-Verlag

Der Geschmack der Berge – Neues Almen-Kochbuch zeigt Menschen hinter den Rezepten

Warum braucht ein Senner im Bregenzerwald gute Zähne? Wieso hat der kleine Ort Camprosso in den julischen Alpen nicht einen, sondern vier Ortsnamen? Was ist beim Stechen der Enzianwurzel so entscheidend? – Wer die Antworten sucht und sich auf eine kulinarische Rundreise zu sechs ausgewählten Almen Österreichs (und in die angrenzenden Regionen) begeben möchte, dem sei das Buch „Der Geschmack der Berge“ vom Tyrolia-Verlag empfohlen. Neben über 6o Rezepten aus den Almküchen hat Autorin Susanne Schaber allerlei Wissenswertes über die Almen, ihre Betreiber und ihre direkte Umgebung  zusammengetragen. Mit zahlreichen Aufnahmen von den Menschen auf den Almen, von Landschaft, Tieren und den köstliche Mahlzeiten hat der steirische Bergwanderführer Herbert Raffalt das Buch letztlich zu einem sehenswerten Bildband gemacht. „Der Geschmack der Berge“ ist mehr als ein weiteres Almen-Kochbuch: es zeigt Menschen und ihr Leben in den Bergen.  

Paco Wrolich - Radkoordinator Kärnten und Radprofi

Radwege in Kärnten – Interview mit Radkoordinator Paco Wrolich

Auf einer Fahradtour durch Kärnten lernte ich im Sommer 2017 Kärntens Radkoordinator Paco Wrolich kennen. Der Ex-Rennradprofi, der im Team Gerolsteiner mitfuhr, begleitete eine kleine Gruppe von Journalisten auf einem Abschnitt des Drauradweges und kurzzeitig auf dem Alpe-Adria-Radweg. Beide Radwege eignen sich sowohl für Einzelpersonen, Paare, als auch für Familien. Sie sind von März bis weit in den Herbst hinein befahrbar. Im Interview gibt Paco zahlreiche Antworten auf organisatorische Fragen und den einen oder anderen Tipp am Wegesrand.

Earth Hour 2018

Mehr als ein Klick: am 24.3. ist Earth Hour

Sie gilt als größte Aktion für den Umweltschutz weltweit: die Earth Hour, in der auf dem Globus für 60 Minuten das Licht ausgeht. Die Aktion, die 2007 von Sydney ihren Siegeszug um die Welt antrat, jährt sich 2018 zum zwölften Mal und sie wird nicht zu übersehen sein. Wenn am 24. März um 20.30 Uhr Ortszeit in tausenden Städten das Licht ausgeht, dann verdunkeln sich neben Privathaushalten die Lichter zahlreicher Sehenswürdigkeiten. Empire State Building, Eiffelturm, Parthenon oder die Allianz Arena in München setzen ein Zeichen zum Schutz des Planeten.

David Kreiner - Olympiasieger und Bergführer aus Tirol

Unterwegs mit… David Kreiner | Bergführer und Olympiasieger aus Tirol

In der Interview-Reihe „Unterwegs mit…“ stelle ich sechs Fragen an Menschen die mich begeistern, die spannende Ideen und Lebenswege haben und mit denen ich mir eine Wanderung samt Brotzeit  vorstellen kann. Heute: David Kreiner – Bergführer und Olympiasieger aus Kitzbühel | Tirol Wenn vom 19. Februar bis 3. März 2019 die Nordische Ski-WM in Seefeld/Tirol stattfindet, wird das einen Tiroler besonders freuen: den Kitzbüheler Olympiasieger und Bergführer David Kreiner. Der nordische Kombinierer, dessen sportliche Karriere in Seefeld begann, spricht mit Begeisterung über die Bedingungen der Olympiaregion, in der er auf eine Sportschule ging. „Ich bin einen Sonnenmensch. Die Sportschule lag im Dunkeln. Ich habe mich immer auf die Langlaufloipe in der Sonne gefreut und jedes Training war ein kleines Abenteuer.“ Glaubt man ihm, dann sind die Bedingungen rund um Seefeld einfach genial.

Wien Parkanlage Belvedere

48 Stunden Austria – So empfehlen Österreichs Botschafter ihr Heimatland

Reiseblogger verraten ihre Lieblingsziele. Das ist inzwischen Tradition und dass sie dafür von den Reisedestinationen oder Einheimischen beraten oder inspiriert werden, ist kein Geheimnis. Was aber, wenn man im Staatsdienst für sein Land in einer anderen Metropole lebt? Wie ist die Sicht auf zuhause?  Wie denkt man an daheim? Was empfehlen Botschafter für einen Aufenthalt im eigenen Land und wieviel Insiderwissen geben sie hierzu preis? Die Reiseseite TravelBird hat hierfür hunderte Botschafter auf der ganzen Welt angeschrieben und um Urlaubstipps für einen 48 Stunden langen Besuch des Heimatlandes gebeten. Außerdem wurden die Botschafter gefragt, mit welchem Klischee ihres Heimatlandes sie zu kämpfen haben und wie sie es gerade rücken möchten. Einige Antworten der österreichischen Botschafter findet ihr hier. Viel Spaß beim Lesen! GEWINNEN Welches Klischee über Österreich würde Dir einfallen? Unter allen, die mir bis zum Freitag 02.03. ein Klischee verraten, verlose ich eine köstliche Schokolade von Fenkart aus Österreich. (Keine Auszahlung. Private Verlosung. Ich bin berechtigt, das Spiel jederzeit zu unterbrechen.)

Urzitrone

Buddhas Finger und Zitronenkaviar: der Zitrusgarten in Faak am See

Kärnten. Faak am See. Muss eine Zitrone sauer schmecken? Sieht sie immer gelb aus? Wie lange braucht eine Zitrusfrucht bis sie reif ist? Ab wann trägt ein Zitronenbaum? – Das sind die Fragen die der Kärntner Bio-Zitronenbauer Michael Ceron gern und ausführlich in seinen Führungen durch seinen Zitronengarten beantwortet. Wer sich dafür interessiert, der muss nach Faak am See in der Region Villach in Kärnten.

Uta Radakovich - IDM Südtirol

Unterwegs mit… Uta Radakovich

In der Interview-Reihe „Unterwegs mit…“ stelle ich von Zeit zu Zeit sechs Fragen an Menschen die mich begeistern, die spannende Ideen und Lebenswege haben und mit denen ich mir eine Wanderung samt Brotzeit  vorstellen kann. Heute: Uta Radakovich – IDM-Südtirol PR D, CH, A und Autorin Ihre Kollegen nennen sie Google-Uta und tatsächlich: es gibt kaum eine Frage zu Südtirol, auf die die Touristikerin Uta Radakovich keine Antwort hätte. Ihr Leitmotiv? „In der Medienarbeit gilt es immer up to date zu sein, schnell zu sein und alle Informationen und Tipps selbst zu prüfen, bevor sie weitergegeben werden.“ (Quelle SMG) Ich hatte das Glück, sie während der Tage der Architektur in Südtirol zur Seite zu haben und konnte auf ihren reichen Erfahrungsschatz zugreifen. Viele Informationen über Land und Leute, unterhaltsame Anekdoten über das Leben am Südrand der Alpen und neue kulinarische Genüsse: Uta hat mir zahlreiche Türen geöffnet.

Anne Trieba und die Tageskarten

Anne Trieba: Die Tageskarten-Frau lebt | Interview

Über meinen Schreibtisch hängt eine Karte: ein dünner goldgelber Strich führt nach oben, ein Seil an dem eine kleine Frau im roten Kleid empor hangelt. Die Haare erinnern an Spaghetti. Eng klammert sie sich an das Seil. „Nach Tagen grauen Himmels kam ein einziger Sonnenstrahl.“ steht darunter und eine Signatur: Anne Trieba. Die Malerin und Zeichnerin lebt in München. Mit den Tageskarten, die die Erlebnisse der Frau im roten Kleid beschreiben, hat sie sich im Laufe der Jahre eine echte Fanbase erarbeitet. Aber sie kann weit mehr. Portraits und Momentaufnahmen auf Leinwand und Rupfen zeugen von Talent, großer Sensibilität und Leidenschaft. Ich habe Anne bei einem Besuch in Hamburg getroffen und ihr einige Fragen gestellt.

Frau Kaufmann - Egg

Frau Kaufmann | Egg – So kocht die Wälderin

Bregenzerwald. Egg. „Kommt hoch!“ ruft eine Stimme nachdem wir mehrfach „Hallo“ in den Hauseingang gerufen haben. Wir treten durch die halb offene Türe des Gasthaus Engel. Rechts geht es in den kleinen Verkaufsraum von Frau Kaufmann und links eine steile Holzstiege empor. Die Kochschule befindet sich im oberen Stockwerk. Dort steigen wir hinauf. Karin spült sich die Hände ab, schiebt die Ärmel des T-Shirts nach oben und noch während sie sich das Wasser von den Händen schüttelt, begrüßt sie uns mit einem: „Hallo! Was treibt Euch denn hierher? Möchtet Ihr einen Kaffee?“

Organisatorin Mayr - Yogatage Gasteinertal

Yogatage im Gasteinertal – Interview mit Organisatorin Elfi S. Mayr

Gasteinertal. Im Mai 2016 fanden zum dritten Mal die Yogatage Gastein statt. Ein Angebot, das Neueinsteigern und Kennern die Chance gibt, aus mehr als 200 Yogakursen in freier Natur, den beteiligten Hotels oder an sagenhaft schönen Kraftplätzen zu wählen. Verschiedene Yogastile können ausprobiert werden. Berggenuss und Erholung kommen dabei nicht zu kurz. Für mich war es komplettes Neuland, denn mit Yoga hatte ich mich wenig bis gar nicht beschäftigt bisher. Mit der Organisatorin der Yogatage Gastein habe ich deshalb auf der Terasse des Hotel Miramonte bei einem köstlichen Wiesensaft ein interessantes Gespräch über die Veranstaltung geführt. Lest hier das Interview.

Vera Seer - Das Goldberg

Unterwegs mit… Vera Seer | Interview

Unter dem Titel „Unterwegs mit…“ stelle ich in sechs Fragen an Menschen die mich begeistern, die spannende Ideen und Lebenswege haben und mit denen ich mir eine kleine Wanderung samt Brotzeit gut vorstellen kann. Heute: Vera Seer – Hoteliersfrau aus Bad Hofgastein In wenigen Tagen breche ich auf in das Gasteinertal um während der Yogatage das Motto „Atme die Berge“ in vollen Zügen zu genießen. Natürlich stöbere ich kurz vorher noch einmal in meinen Aufzeichnungen und erinnere mich an meinen ersten Besuch dort. Im Sommer 2014 waren wir im Sommer in Bad Hofgastein und wohnten damals im Hotel Das Goldberg. Es gehört Veras Familie, die es mit viel Geschick und Geschmack eingerichtet hat. Mehr über Das Goldberg liest man hier.  Ob ich Vera wohl treffe? Ich weiß es nicht, denn für diese Reise habe ich mir gewünscht einmal direkt in Bad Gastein zu wohnen und auf unbekannten Spuren zu wandeln. Ich werde berichten! Veras Antworten möchte ich Euch dennoch nicht vorenthalten.

Unterwegs mit… Franziska Lipp | Interview

Unter dem Titel „Unterwegs mit…“ stelle ich in regelmäßiger Folge sechs Fragen an Menschen die mich begeistern, die spannende Ideen und Lebenswege haben und mit denen ich mir eine kleine Wanderung samt Brotzeit sehr gut vorstellen könnte. Heute: Franziska Lipp, Journalistin und Autorin Franziska habe ich im Salzburger Land kennengelernt an einem Tag mit sehr sehr viel Schnee!  Beide hatten wir das seltene Glück bei der  Schneeräumung der Großglockner Hochalpenstraße den Durchbruch 2013 zu erleben. Das ist ein einmaliges Erlebnis zu dem man als Normalbürger eher nicht kommt. Ich war als Bloggerin geladen. Franziska ist Journalistin und Autorin und lebt im Salzburger Land. Und so stellte sich schnell heraus, dass sie mir als Einheimische viel zu Land und Leuten erzählen konnte. Immer wieder einmal kreuzten sich unsere Wege. Mal erschien ein neues Buch von ihr. Mal war eine Neuerscheinung in der Zeitschrift „Land und Berge“ auf der gleichen Seite wie mein Shop Wohlgeraten abgebildet. Jetzt im Mai sehen wir uns wieder. Franziska ist nämlich – das wusste ich bis vor ein paar Wochen noch nicht – auch eine Expertin in Sachen Yoga. Und so werde ich bei den …

Buch Das kulinarische Erbe der Alpen

Das kulinarische Erbe der Alpen – Genuss mit Charakter

Wie sieht ein Schatz aus? Diese Frage hätte ich stets mit der Kiste voll Gold beantwortet, doch die Zeiten ändern sich und ebenso meine Schätze.  – Das Buch „Das kulinarische Erbe der Alpen“  (AT Verlag) ist ein Schatz der neueren Sorte. Immerhin, aufgrund seiner Größe (23 x 31cm), mit vergleichbarem Gewicht. Einmal in die Hand genommen, möchte man es nicht mehr hergeben.

Unterwegs mit… Andrea Rohrmoser | Interview

Unter dem Titel „Unterwegs mit…“ stelle ich in regelmäßiger Folge sechs Fragen an Menschen die mich begeistern, die spannende Ideen und Lebenswege haben und mit denen ich mir eine kleine Wanderung samt Brotzeit sehr gut vorstellen könnte. Heute: Andrea Rohrmoser, Inhaberin von franzstrick Per Twitter bin ich über die schönen Stricksachen von Andrea gestossen, die im Salzburger Land lebt und dort ein kleines Strickimperium gegründet hat. Kleine Auflagen handgestrickter Modell von Kinderschuhchen bis Schultertuch stellt sie selbst her. Alles ist made in austria. Jedes Teil ist ein Unikat. Die Freundlichkeit und Originalität, die sie versprüht hat mich einfach angesteckt.

Karte Sei wie Du bist - Peter Breuer

Sei wie Du bist!

Deutschland ist nicht …!   So kann man es in diesen Tagen überall lesen. Eine Auslegungssache, die einesteils stimmt und andererseits überhaupt nicht. Denn erstens sind die Orte, denen man das nachsagt mehr als eine Horde aggressiver Randalierer und zweitens sind die Orte eben doch in Deutschland und somit ein Teil des Ganzen. Die Formulierung ist falsch und wird viel zu oft so verwendet. Wir brauchen Bilder, die Versöhnlichkeit fördern. Keine, die Mauern aufbauen. Deutschland ist die Summe all dieser Orte. Auch wenn es nicht so ist, wie wir es uns wünschen.

Baschtelehof Ultental | Käse, Ziegen, Zufriedenheit

St.Nikolaus. Ultental. Wolken vernebeln die Berge, als wir an einem Junitag das Ultental hinauf nach St. Nikolaus brausen. Ich hatte Sommer erwartet, Sonne und blauen Himmel. Dass die umliegenden Alpenkämme verhangen sind, die Nebelschwaden tief hängen und der Regen hart auf das Autodach klopft, hat dennoch einen besonderen Reiz. Die Wiesen sind satt grün, das verwitterte Holz der alten Bergbauernhäuser, die es im Ultental noch zahlreich gibt, leuchtet wunderschön dunkel. Die roten Geranien, die von den Balkonen ranken, zeichnen sich ab wie auf den schönsten Postkartenmotiven. Ich lenke den Wagen auf schmalen Straßen immer weiter bergauf. Bei ca.1250 m ü.M. fahren wir schließlich auf einem schmalen Weg parallel zum Tal.  Links geht es den Berg steil hoch, rechts steil hinunter. Wir passieren einsame Bergbauernhöfe und ein hölzernes Tor unter einem Stall. Abenteuerlich!

Amorthof | Zu Filz und Blümchenkaffee bei Rita

Altrei. Südtirol. “Ich wollte ein Produkt machen, bei dem die Leute sagen: Das ist von der Rita. Das ist mir gelungen und darauf bin ich stolz!” Ihre Augen leuchten, als sie diesen Satz sagt. Rita, die Bergbäuerin vom Amorthof trägt ein blaues Kopftuch und eine dieser auffallend blauen Raiffeisen-Schürzen, die in Südtirol fast auf jedem Hof zu sehen sind. Als wir kurz vor acht bei Nieselregen und für den Juni ungewöhnlich kühlen Temperaturen in Altrei ankommen, wartet sie bereits munter in der Hofeinfahrt auf uns. Der große, kuschlige Hofhund streicht um ihre Beine. Saftig grün ist es hier oben und still. Nur ein paar Rinder grasen auf einer Wiese neben dem Bauernhaus.

Biografiktion No.1 | Comic mit Reinhold Messner

Meine Liebe zu Comics ist mit den Jahren verblasst, auch wenn ich als Kind meine Hefte immer wie einen Schatz gehütet habe. BIOGRAFIKTION, ein handgebundenes Heft, das ich per Zufall kürzlich entdeckte, ist jedoch anders. Die Nummer 1 der Ausgaben (ich konnte nur wenige Biografiktion-Hefte im Netz finden) widmen die drei Macher Till Hafenbrak, Ana Albero und Paul Paetzel dem Bergsteiger Reinhold Messner. Und das ist auch der Grund, wieso ich überhaupt auf das Heft aufmerksam wurde: Es geht um Berge! :) Genauer hingeschaut, stellte ich fest, dass es sich um eine künstlerisch gestaltete winzige Auflage (gesamt 179 Stück) in Siebdruck handelt. Die Hefte sind von Anfang bis Ende in Eigenproduktion erstellt und somit nicht nur optisch, sondern  mit dem sorgfältig geklebten Buchbinderleinen auf dem Rücken auch haptisch ein echter Leckerbissen.

Unterwegs mit… Ernst Gossner | Interview

Unter dem Titel „Unterwegs mit…“ stelle ich hier in Zukunft sechs Fragen an Menschen – Menschen, die mich begeistern, die spannende Ideen und Lebenswege haben und mit denen ich mir eine kleine Wanderung samt Brotzeit sehr gut vorstellen könnte. Der Auftakt gehört dem Regisseur Ernst Gossner aus Österreich. Sein Film „Der Stille Berg“ kam 2014 in die österreichischen Kinos. Durch Zufall hatte ich während der Dreharbeiten darüber gelesen, kam mit Ernst ins Gespräch und habe dann die Fertigstellung bis zur Filmpremiere in Bozen per Facebook mit Spannung verfolgt. Leider spielen deutsche Kinos den Film noch immer nicht, obwohl das Drama aus der Zeit des ersten Weltkriegs, das in den Dolomiten spielt, längst einen Siegeszug um die ganze Welt angetreten hat.