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Traumhotel zwischen Baumwipfeln – Hotel My Arbor in Brixen

My Arbor Brixen - Panorama

„Es war die Stille, die mich aufwachen ließ. Die tiefe Ruhe des Waldes. Die das Dickicht umhüllt und die Baumwipfel umgibt. Wie ein Schleier aus purer Glückseligkeit.“  (my arbor / journal)

In einem Baumhaus aufzuwachen, weit oben aus den Wipfeln der Bäume über das Land zu schauen und gleich den Vögeln über das Tal schweben zu können oder wie ein Eichhörnchen von Baum zu Baum zu springen. –  Für Gäste des Hotels „My Arbor“ am Fuße der Plose in Brixen ist dieser Traum von Freiheit und Naturnähe 2018 erlebbar geworden und gewiss haben sich die Hoteliers Renate und Markus Huber und ihr Architekt Gerhard Tauber mit diesem, auf Stelzen gebauten Baumhotel, selbst einen lang gehegten Wunsch erfüllt. Nun können die Gäste in ihren Betten, kuscheligen Lounge-Ecken und Balkonen die Aussicht auf die umliegenden Berge genießen, mit dem Rauschen des Windes in den Bäumen einschlafen und sich vom ersten Vogelzwitschern des Tages wecken lassen. Im Südtiroler Hotel „My Arbor“ findet man Ruhe und Abgeschiedenheit und das deutlich vor dem Ende der Welt.

Lobby My Arbor - Brixen

Lobby My Arbor – Brixen

Über allen Gipfeln ist Ruh – Der Traum vom Baumhaus

Seit vielen Jahren hegen der Hotelier Markus Huber und seine Frau den Wunsch etwas Besonderes in ihrer Umgebung entstehen zu lassen. Die beiden Südtiroler haben Erfahrung im Gastgewerbe. Das Gelände, auf dem heute das → Restaurant Brix 01 steht, war früher u.a. ihr Revier. Etwas Ungewöhnliches, in dieser Form noch nicht da gewesenes wünschen sie sich, etwas was sich von allem anderen im Umfeld unterscheidet und den steilen Berghang, eine Fläche von 11.000 m², an der Plose so nutzt, dass Brixener ihnen den Bau nicht verübeln und Gäste sich trotzdem magisch davon angezogen fühlen. Die Plose, der Brixener Hausberg und von der Stadt gut einsehbar, ist schließlich ein sensibles Revier und der Hang an dem das Hotel entstehen soll, bislang eine unverbaute Fläche, deren natürliche Substanz so gut es geht geschützt werden soll.

Über einen Architektenwettbewerb wird nach Ideen und geeigneten Partnern gesucht und letztlich im ebenfalls aus Brixen stammenden Architekten Gerhard Tauber gefunden. Die Idee vom Hotel in den Baumwipfeln, vom Haus, in dem es sich wie durch einen Wald spazieren lässt, ist geboren.

Wie ein Spaziergang im Wald

Während Architekt Tauber sich mit Waldspaziergängen auf das Thema einlässt, die Stimmung in der Natur, ihre Materialien, Gerüche, Eigenheiten  und Farben aufzusaugen versucht, organisiert die Hoteliersfamilie die Finanzierung des Projektes, das mit der Eröffnung im Mai 2018 seine feierliche Krönung erhält.

Entstanden ist ein 180 m langer, von Bäumen umgebener Bau auf 65 Stützen, die teilweise bis zu 32 m Höhe in den Himmel ragen. 104 Doppelzimmer und Suiten mit sensationellem Ausblick auf die Berge um Brixen beherbergen nun über 200 Gäste. Das My Arbor ist ein Hotel für Erwachsene. Wer über sechzehn Jahre alt ist, kann in dem riesigen Indoor-Pool seine Bahnen ziehen, in den aus heimischen Hölzern verschalten Saunen schwitzen oder auf gemütlichen Liegen die Zeit vergehen lassen. Der gut sortierte Weinkeller, ein Raum auf den Markus besonders stolz zu sein scheint, soll selbstverständlich nicht unerwähnt bleiben.

Lärche, Fichte, Zirbe – So baut man in Südtirol ein „Nest“

Wenn der Wunsch der Hoteliers in Erfüllung geht, dann soll sich das Leben des Waldes im Tagesrhythmus des My Arbor widerspiegeln. Wie ein Eichhörnchen von Ast zu Ast hüpft, kann der Gast durch die Räume wandern, die über dem Tal zu schweben scheinen. In seinem „Nest“, den mit Lärchen-, Fichten- und Zirbenhölzern, weichen Stoffen und warmen Licht ausgestatteten Zimmern, findet er einen nur für ihn bestimmten Rückzugsort, kann die Luft des Waldes atmen und zur Ruhe kommen.

Lebendigkeit findet er in der Lobby, in den Restaurants oder an der Bar, die durch einen riesigen Kamin an kalten Wintertagen unsagbar gemütlich sein muss.

An der Rezeption, die aus einem riesigen Baumstamm aus Meransen zurecht gehauen wurde, gibt Renate Huber mit ihrem Team die besten Tipps für das Haus oder Unternehmungen in der Umgebung und davon gibt es rund um Brixen unendlich viele. (Wer keine Ideen hat, fragt mich.)

Wer das „My Arbor“ besuchen will, muss trotz der besonderen Lage nicht mit dem eigenen Pkw anreisen. Das Hotel bietet einen Shuttleservice an und wer einmal da ist, will ohnehin nicht mehr weg. – Ich habe es im Rahmen einer Architekturführung besucht und sobald ich selber einmal dort gewohnt habe, zeige ich mehr Bilder. Für mich steht auf jeden Fall fest: da will ich wieder hin!


Hotel My Arbor – Brixen

Renate und Markus Huber
Leonharderstr. 26
39042 Brixen / St. Andrä
→ www.my-arbor.com/


Tage.architect – Brixen

Dr. Arch. Gerhard Tauber
→ www.tage.it


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Charis

Travelblogger, Journalist, Online-Shopmanager bei wohlgeraten.de – blog.wohlgeraten
Der Alpenraum ist in seiner Vielfältigkeit schier unerschöpflich. Kaum hat man ein Tal bereist, warten hinter den Bergen schon neue Abenteuer. Ein Puzzlespiel, bei dem es fast unmöglich erscheint,es ausreichend und umfassend zu beschreiben. Ich habe es mir dennoch zur Aufgabe gemacht und berichte auf blog.wohlgeraten über Land und Leute, Wanderungen, gute Küche, Architektur und vieles mehr.
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Kategorie: Architektur, Hotels, Hotels Italien, Südtirol

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Der Alpenraum ist in seiner Vielfältigkeit schier unerschöpflich. Kaum hat man ein Tal bereist, warten hinter den Bergen schon neue Abenteuer. Ein Puzzlespiel, bei dem es fast unmöglich erscheint, es ausreichend und umfassend zu beschreiben. Ich habe es mir dennoch zur Aufgabe gemacht und berichte auf blog.wohlgeraten über Land und Leute, Wanderungen, gute Küche, Architektur und vieles mehr.

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