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Basler Leckerli – einfaches Rezept – schnell zu backen

Basler Leckerli - Rezept

Das Rezept für Basler Leckerli habe ich in alten Aufzeichnungen gefunden. Es basiert auf typischen Lebkuchenzutaten, wie Honig, Nüssen, Zitronat und Orangeat (was ich im Sommer eigens aus Bruneck/Südtirol) mitgebracht habe. Der Teig wird vorbereitet und bleibt dann auf dem Blech ausgerollt, eine Nacht stehen. Am nächsten Tag wird er nur noch gebacken, im lauwarmen Zustand mit einer Zuckerlösung bepinselt und in Stücke geschnitten. Einfach und unglaublich lecker!

An einem schönen Herbsttag 2018 habe ich die Basler Leckerli nach einem Spaziergang durch Hamburg einfach mal ausprobiert.

Neben frischen Nüssen und intensiven Gewürzen ist es vor allem die Qualität des Orangeats, die dafür sorgt, dass die Basler Leckerli besonders lecker schmecken. Ich hatte mich bereits im Sommer auf Reisen mit einigen Stücke eingedeckt, die inzwischen ein wenig hart geworden waren. Eingelegt in Wasser, waren sie aber nach wenigen Minuten wieder weich genug, um sie zu schneiden.

Eine gute Quelle ist das alte Spezialitätengeschäft Horvat in Bruneck in der Stadtgasse 5. Aber sicher findet man die eingelegten Früchte auch noch anderswo. (Keine bezahlte Werbung!)

Zutaten für Basler Leckerli

1 unbehandelte Bio-Zitrone
ca. 375 g Honig (Wald- oder Akazienhonig, hauptsache etwas würziger und nicht nur süß)
250 g Rohrzucker
1,5 EL Zimt (gemahlen)
1 Messerspitze Nelkenpulver
1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
100 g frisch gehackte Mandeln (bitte keine Mandelsplitter aus der Tüte!)
100 g gehackte oder gemahlene Haselnüsse
je 75 g Orangeat und Zitronat (frisch gewürfelt)
500 g Mehl
1 halber TL Pottasche
150 g Puderzucker, etwas Zimt, etwas frischer Zitronensaft

Basler Leckerli backen

Basler Leckerli - RezeptBio-Zitrone gründlich waschen und dünn schälen. Schale in winzige Stücke schneiden.

Zitronenschale, Honig, Rohrzucker und Gewürze in einen Topf geben und unter Rühren aufkochen.

Gehackte Nüsse mit Orangeat und Zitronat nach und nach in den heißen Sirup einrühren. Danach von der heißen Herdplatte nehmen.

Das Mehl wird nun mit der Pottasche gemischt und nach und nach in die heiße Leckerli-Masse gerührt. Wie für einen Lebkuchen typisch, ist der Teig recht fest und klebt gewaltig. Wer mit der Hand rühren will, braucht ordentlich Kraft. Mit einem herkömmlichen Knethaken gelingt es schnell und gut. Mich hat die Masse an türkischen Honig erinnert.

Bevor der Lebkuchenteig nun auf einem Kuchenblech ausgerollt wird, unbedingt noch einmal probieren und nach Geschmack und Vorliebe die Gewürze noch verstärken. Eine Prise Kardamom, Vanille oder Anis vielleicht? Das Würzen bleibt dem jeweiligen Backmeister überlassen.

Der Teig wird auf einem mit Backpapier ausgelegten oder gut gefetteten Blech ausgerollt. Den Teig hierfür leicht mit Mehl bestäuben. Dann klebt er nicht so schlimm. Über Nacht an einem kühlen Ort stehen lassen.

Am nächsten Tag: den Leckerli-Teig im auf 230 Grad vorgeheizten Backofen ca. eine Viertelstunde backen. (Achtung: Er darf auf der Unterseite nicht zu dunkel werden!)

In einem Topf den Guss zubereiten. Dafür Puderzucker mit 100 ml Wasser verrühren und nach Geschmack aromatisieren. Ein Schuss Kirschwasser ist zum Beispiel typisch. (Ich mag lieber Zitrone.) Das Zuckerwasser erhitzen und eine ganze Weile einkochen lassen, bis ein dicklicher Sirup entsteht.

Den Lebkuchen leicht auskühlen lassen und noch warm mit dem Sirup bepinseln. Sofort danach kleine Streifen oder Quadrate schneiden. Die Größe ist beliebig. Ich habe mich für ca. 1,5 cm x 3 cm entschieden. Andere Rezepte sehen viereckige Formen vor.

Die Basler Leckerli können gleich probiert werden, schmecken aber noch besser, wenn man sie einige Tage aufbewahrt und erst dann isst.

Ein Rezept für die Weihnachtszeit. Gut aufbewahrt schmecken Basler Leckerli jedoch über das ganze Jahr.

→ Hier das Rezept zum Herunterladen als PDF. ←

Basler Leckerli - Rezept

Basler Leckerli

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Charis

Travelblogger, Journalist, Online-Shopmanager bei wohlgeraten.de – blog.wohlgeraten
Ich bin Charis, Inhaberin von Wohlgeraten | Wir lieben Berge! Das ist mein Blog. Ich berichte über Reisen und Erlebnisse unterwegs - vielfach in den Alpen oder in Bergregionen, über Handwerk und Traditionen, lasse mir in den Kochtopf schauen oder teile Erfahrungen, die ich im Alltag mit Wohlgeraten mache.
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Kategorie: Rezepte, Aktuell, Kuchen, Gebäck

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Ich bin Charis, Inhaberin von Wohlgeraten | Wir lieben Berge! Das ist mein Blog. Ich berichte über Reisen und Erlebnisse unterwegs - vielfach in den Alpen oder in Bergregionen, über Handwerk und Traditionen, lasse mir in den Kochtopf schauen oder teile Erfahrungen, die ich im Alltag mit Wohlgeraten mache.

2 Kommentare

  1. Avatar
    Jens Volker Wolff sagt

    Heute ist es das 3.Mal, daß ich die Basler Leckerli backe, und sie gelingen mir immer besser!
    Herzlichen Dank für das schöne Rezept – ich bin ganz begeistert!,
    Früher hatte ich ein Rezept, welches lange nicht so gut war, mein Bruder hatte trotzdem mich
    gebeten, ihm welche zu backen. Da ihm in diesem Jahr eine beginnende Demenz bestätigt
    wurde, konnte ich garnicht anders als … und da bin ich auf Ihr Rezept gestoßen und ich bin sehr
    froh darüber.
    Beim 1.Mal vor 1 Woche habe ich den Guß zu lange kochen, eindicken lassen, er ist karamellisiert
    und schwarz geworden, beim 2. Mal ging es wesentlich besser, der Guß wurde aber zu dünn.
    Heute ist das Ergebnis perfekt!
    Ich aromatisiere den Guß mit Zitronensaft und GrandMarnier Tripel Sec (vom Aldi) und das waren
    schon 100ml, also habe ich das nicht weiter verdünnt und das Ergebnis ist ausgezeichnet.
    Ganz herzlichen Dank!

    • Avatar

      Hallo, das freut mich sehr zu lesen. Wir hatten mit dem Guss auch Startschwierigkeiten. Beim zweiten Mal hat es besser funktioniert. Aber bei uns war es eher so, dass wir ihn am Anfang nicht lange genug eingekocht haben.
      Weiterhin viel Spaß beim Backen und dann schöne Weihnachtstage!

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