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wohlgeraten unterwegs in den Alpen – 2012

Brotzeit Walchensee

Im April 2012 war wohlgeraten unterwegs durch Deutschland und Österreich, um Lieferanten, Land und Leute zu besuchen. Eine spannende Woche, über die hier ein wenig nachzulesen ist.

wohlgeraten unterwegs im Stubaital

Was machst Du eigentlich?

Gefragt werde ich das oft. Ich antworte dann: ich betreibe den Onlineshop: wohlgeraten.de. Mit Produkten aus den Alpen. Zum Tafeln, Wohnen und Genießen. Klingt plausibel und wird fix verstanden.

Aber da steckt viel Spannendes dahinter. So viel Wissenswertes. Ich möchte das besser in Wort und Bild fassen zu können, selbst mehr  begreifen oder durch erzählen näher bringen. Deswegen sind wir mit wohlgeraten auf Tour gegangen. Stilgerecht. So, wie ich es sonst privat lebe. Draußen unterwegs mit Zelt und dem Geländewagen eines Freundes. Wir waren Lieferanten besuchen, wurden freundlich empfangen und bekamen viel erklärt. Was toll war. Und richtig viel Spaß gebracht hat. An den Abenden wurde gecampt oder die Lieblingspension in Tirol besucht. Da, wo ich die Gmundner Keramik her kenne. Und Tiroler Gastlichkeit. Immer wieder schön und ich bin immer wieder willkommen dort. Was gut tut. Hier nun ein paar Impressionen von unterwegs:

Defender mit wohlgeraten-Banner branden

Noch in Hamburg wird das Auto mit Bannern gebrandet. Es kann losgehen! Den ganzen Tag wird gefahren. Nach einer verregneten ersten Nacht, gibt es morgens erst einmal Espresso. Bei uns natürlich aus der Bialetti. Was klar war – oder? :)

Bialetti Moka Express wohlgeraten.de im Schwarzwald

Die Kommunikation mit zuhaus, den Fans der Facebook-Fanpage und Twitter gestaltet sich nicht immer leicht. Zeitweise werden minutenlang lange Arme gebraucht. Aber das ist es wert..

raumgestalt

Unser erster Besuch führt uns in den Hochschwarzwald. Nach Bernau. Um hierher zu kommen, müssen wir zum einen durch Schnee und zum anderen durch Orte wie „Notschrei“. Zugegeben, man hat das Gefühl, das sei das Ende der Welt. Aber wir werden in dem denkmalgeschützten Haus, welches sensibel auf die Firmenbedürfnisse ausgerichtet, umgebaut wurde, freundlichst empfangen. Ein erstes spannendes Erlebnis, wie hier nah am Erzeuger Produkte wie unsere schönen Holzbretter, Leuchten und Glück zum backen entstehen. Dazu gibt es etwas später einen extra Blogeintrag!

Zeltplatz Tirol

Am Abend haben wir es am Bodensee vorbei, über Bregenz nach Österreich geschafft. Dort wird bei deutlich unter 10 Grad erst einmal das Zelt aufgeschlagen. Das Wetter meint es erstaunlich schlecht mit uns. So wird der Blaue Zweigelt halt erst einmal bei Regen im Auto genossen. Die Aussicht ist ja super.

Duralex Glas Picardie Regenbogen

Unwesentlich später werden wir dann mit einem Regenbogen belohnt. Bilder für wohlgeraten kann man bei der Nässe aber keine mehr machen.

Frühstück Campingplatz

Die Entschädigung folgt am nächsten Morgen: zuerst eine Eisschicht, die sich auf dem Zelt über Nacht gebildet hat, dann strahlende Sonne und ein Frühstück, was sich gewaschen hat: Espresso, Käse, Schinken und Tiroler Edle Alpenkaramell. Vom Feinsten!

Faschina-Pass Konditorei Haag

Die Navigation kennt keine vom Schnee gesperrten Pässe. Die Straße nach Lech ist aber dicht. So gehts etwas zurück, um über den Faschina-Pass runter zum Arlbergtunnel zu kommen. Wir wollen nach Landeck zur Konditorei Haag.

In Landeck angekommen, ist der Hersteller der Tiroler Edle schnell gefunden. Es wäre zu schade, dies hier nur in drei Sätzen abzuhandeln. Superfreundlich begrüßt uns Frau Haag und holt sofort Ihren Mann, der uns begeistert und liebevoll durch seine Geschäftsräume führt. Dies werde ich ebenso  gesondert schildern. Nur so viel: unser köstliches Alpenkaramell basiert auf einem Rezept der Urgroßmutter, die eine Bäckerei gegenüber hatte. Wir sind also in einem richtig schönen Traditionsunternehmen gelandet, dass nun seit 10 Jahren unter modernsten Bedingungen köstliche Schokoladen kreiiert.. Spannend!

Noch spannender wirds jetzt, als uns Herr Haag höchstpersönlich in das Schnapsbrennerdorf Stanz führt, um uns mit dem Mann bekannt zu machen, von dem er die Edelbrände für seine Konditorei bezieht.

Stanz Tirol Edeldestillerie Kössler

Wir halten direkt vor der Edeldestillerie von Christoph Kössler, welches gleichzeitig das Geburtshaus des österreichischen Baumeisters Prandtauer war.

Nach Führung durchs Gelände (lest Ihr später mehr zu!), müssen natürlich die feinen Destillate verköstigt werden. Wir kaufen ja nie die Katze im Sack, sondern testen vorher, was wir Euch im Nachgang anbieten. 13 Sorten – von der Williams Birne bis zum Johannisbeerlikör habe ich geschafft. Und alles ohne Kopfbrummen und bei klarem Verstand. Das Zeugs taugt! :)

Kössler Edeldestillerie Edeldestillerie Kössler Stanz

Superleicht ging daher dann auch die Auswahl vonstatten, die Ihr in Kürze unter „wohlgeraten bechern“ finden werdet!

In den frühen Abendstunden erreichen wir dann das Stubaital. Im Blick weit voraus sieht man die Stubaier Alpen und das Gletscherskigebiet. Ein langgestrecktes Tal mit vielen zauberhaften Ausblicken, zahlreichen Sportmöglichkeiten und sehr viel Tradition. Ich fahr schon seit jahren hierher und liebe die Gegend und den Menschenschlag.

Stubaital - Alpen - TirolAlt Bärnbad

Am Abend gehts in ein seitlich gelegenes Tal nach „Alt Bärnbad“. Das ist ein uriger kleiner Bauernhof, mit einer winzigen Gaststube. Gekocht wird natürlich von den Bewohnern. Deswegen heißt es auch „Bei Muttern“. Der Gamsbraten schmeckt hervorragend zum Rotwein und als ich anschließend nach einer Bewirtungsquittung frage, wird mir die per Hand geschrieben. Computer gibt es nicht.

Drechslerei

Ehe wir am nächsten Morgen abreisen können, steht noch ein Einkauf in der Drechslerei an. Auch hier: alles händisch. Es gibt weder Mail noch PC. Deswegen ist der kürzeste Weg hier immer: hinfahren, aussuchen, Schwätzchen halten. Ich liebe das!

Vom Stubai ist es nur ein kurzer Weg nach Innsbruck. Dort zeige ich meinem Copiloten die alte ursprüngliche Seifenfabrik Walde jenseits des Inn.

Walde InnsbruckSeifenfabrik Walde

Walde ist die älteste Seifenfabrik Österreichs und existiert seit 1777. Aber obwohl die Gebäude nun neu sind, geraten wir in einen gut funktionierenden alteingesessenen Familienbetrieb und werden von einem seit 38 (!) Jahren hier tätigen Mitarbeiter mit viel Liebe zum Detail durch die Produktion geführt.

Hier wird gerade der Seifengrundstoff  ( welcher auch für die Tiroler Reine verwendet wird) in die erforderliche Ausgangskonsistenz gebracht. Direkter geht es nicht und auch hier: die Eindrücke für Euch von dort folgen später detailiert!

Seife Walde

Nach so vielen Eindrücken ist am Donnerstagabend unser Kopf einfach komplett voll. Ich kann nicht mehr und wir beschließen den Weg Richtung Deutschland anzutreten, um noch ein wenig die Landschaft zu genießen und Bilder zu machen.

Innsbrucker Land Bei Bad Tölz

Bis unterhalb von Bad Tölz müssen wir, weil die angesteuerten Plätze am Achensee noch nicht geöffnet haben. Inzwischen sind die kalten Temperaturen eine sommerlichen Wärme gewichen.

Frühstück

Am Freitag sitze ich nach einer Nacht mit Schüttelfrost und Fieber ziemlich ko beim Frühstück und geniesse das Frühstück. Kaffee und Käsebrot geht irgendwie immer. Und das Wetter passt auch.

Mittags. Temperaturen wie im Hochsommer. Um die Tiroler Reine Seife zu fotografieren muss ich durch ein Flußbett.

Gebirgsbach Tiroler Reine Seife

Am Ende habe ich aber die passenden Bilder von der Seife und vor allem auch von der neuen Seifenschale aus Tiroler Zirbenholz. Die fertigt ein Tischler aus Tirol in Handarbeit!

Brotzeit Walchensee

Bis zum Walchensee kommen wir noch und beschließen hier unsere Lieferantentour mit einer gemütlichen Brotzeit und wunderschönem Bergpanorama.


Danke an Björn, der den Defender lenkte und an alle unsere Lieferanten, die uns mit so viel Freundlichkeit aufnahmen und uns mit so viel Liebe – unangekündigt! – durch ihre Geschäftsräume führten. Das war eine durch und durch tolle Woche!

Charis.

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Charis

Inhaberin bei wohlgeraten
Ich bin Charis, Inhaberin von wohlgeraten | Wir lieben Berge! Das ist mein Blog. Ich berichte über Reisen und Erlebnisse unterwegs - vielfach in den Alpen oder in Bergregionen, über Handwerk und Traditionen, lasse mir in den Kochtopf schauen oder teile Erfahrungen, die ich im Alltag mit wohlgeraten mache.
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