Alle Artikel mit dem Schlagwort: Museum

Eingang – MMM Ortles Sulden

Vom Berg verschluckt auf dem Weg zum Yeti: das MMM Ortles in Sulden

Die Temperaturen sind niedrig, die Umgebung rauh, die Berge schroff: wer Sulden (1900 m ü.M.) erreicht, hat den mediterranen Charme des Meraner Landes schnell vergessen. Hier oben spürt man unweigerlich das Gebirge. Ein leichtes Gefühl von Ohnmacht macht sich breit. Vielleicht ist es die Ehrfurcht vor dem gewaltigen Großen, die den kleinen Ort im Südtiroler Vinschgau zu einem besonderen Platz macht. Zu Füßen des Ortlers fühlt der Mensch sich klein und kann zur Ruhe kommen. Oder sich aufmachen das End‘ der Welt zu besuchen: das Messner Mountain Museum Ortles, das dritte von insgesamt sechs Museen des Bergsteigers mit dem Thema „Berge und Eis“. „End‘ der Welt nannten die Suldner den Gletscher hoch über ihren grauen Schindeldächern. Die Bauern wussten, dass sie der Herrgott auf steinigen Nährböden in den hintersten Talwinkel gesetzt hatte, aber sie bissen sich innig wurzelnd fest wie eine Bergföhre, deren Samenkorn der Zufallswind ins Geröll verwehte.“ (Fritz Schmitt, Schriftsteller und Alpinist *Quelle: MMM Ortles)

Nordic Ski Centre Planica

Einfach mal fliegen… Das Nordic Ski Centre Planica

Wer den Süden Kärntens bereist und/oder auf dem Alpe-Adria-Radweg Richtung Süden radelt, dem möchte ich einen kleinen Abstecher auf der SS54 von Tarvis/Italien in Richtung Slowenien ans Herz legen. Am Fuße des Ponca-Gebirges befindet sich das Nordic SkiCentre in Planica. Das Tal ist ein lang gestrecktes Gletschertal im nördlichen Teil der Julischen Alpen. Hier gibt es nicht nur eine weltweit bekannte Skisprungschanze, sondern außerdem diverse kleinere Übungsschanzen und ein interessantes Museum, dass den Besucher einen Blick hinter die Kulissen der nordischen Sportwelt werfen lässt. Er kann selbst aktiv werden und in Ansätzen erleben, wie sich Skispringen anfühlt. Ein unterhaltsames Vergnügen.

Karl Platino - Onkel Taa - Südtirol

Südtiroler Geheimnisse: Wer ist Onkel Taa?

Südtirol. Bad Egart. Wenn ich Karl Platino beschreiben müsste, sehe ich ihn als redegewandten, vielseitig interessierten Sammler vor mir. Denn genau so habe ich ihn kennengelernt. „Onkel Taa“ – der große Unbekannte, dem ein wunderbares Restaurant gehört, welches seine Tochter Janett bewirtschaftet und ein unglaubliches Museum mit einer Sammlung, die ihresgleichen erst einmal suchen muss. Karl Platino ist Südtiroler. Getroffen habe ich ihn zusammen mit meiner Familie im Mai 2016.

Mohn - Gärten von Schloss Trauttmansdorff

Sissi, Klatschmohn und Aussicht – Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff

Südtirol. Die Gärten von Schloß Trauttmansdorff liegen am östlichen Rand der Kurstadt Meran und sind ein beliebtes Ausflugsziel.  Im Schloß ist ein Museum zum Tourismus untergebracht – das Touriseum. Außerdem können Räumlichkeiten besichtigt werden, in denen Kaiserin Elisabeth beim Aufenthalt in Meran gewohnt hat. „Sie können hier oben bis zum nächsten Baum sehen. Dann ist Schluß.“ Die Wetterprognose für eine Wanderung zum Vigiljoch ist miserabel. Was also anfangen an einem Regentag in Meran, der als Familienausflug in die Berge geplant ist? Als ich später von unserem Besuch in den Gärten von Schloß Trauttmansdorff berichte, ernte ich mitleidige Blicke. „Oje. Ihr Armen!“ Dabei ist das alles ein großer Irrtum, denn dieser Plan war ein voller Erfolg. Die Gärten sind auch bei Regen toll. Oder vielleicht ganz anders: Sie sind besonders schön an Tagen wie diesen, wenn Regentropfen auf dem üppigen Grün wie Edelsteine funkeln.

Schreibmaschinenmuseum Partschins | Von Olivetti bis Mailing Hansen

In Partschins im Meraner Land/Südtirol findet man in einem modernen Museums-Bau nicht nur die Ursprünge der Evolution der Schreibmaschine, sondern auch viele aufregende Seitenarme auf dem langen Weg der Textverarbeitung.  Ein kleines Schild an der Straße weist den Weg:  Schreibmaschinenmuseum Partschins. Wir toschmunzeln. Ein Schreibmaschinenmuseum. Hier? Zahlreiche Bauernhöfe, Apfelplantagen und Weinberge lassen gute Küche vermuten. Auch Wandern und Bergsteigen ist ein großes Thema. An die Erfindung der Schreibmaschine erinnert hier nun wirklich nichts. Wir fädeln uns die schmalen Sträßchen hinauf, folgen den Schildern und landen auf einem kleinen Parkplatz direkt vor dem Museum. Es ist später Nachmittag. Viel Zeit bleibt nicht. Das Schreibmaschinenmuseum Peter Mitterhofer ist ein moderner Neubau inmitten der kleinen Ortschaft, die ansonsten für einen imposanten Wasserfall am Fuße des Naturparks Texelgruppe bekannt ist. Wer den Meraner Höhenweg wandert, kommt an Partschins vorbei.

Montanmuseum Alt-Böckstein – Dem Salzburger Gold auf der Spur

Gasteinertal. Alt-Böckstein. Unauffällig liegt Altböckstein weit hinten im Gasteinertal. Kurz bevor man den Berg linkerhand Richtung Heilstollen abbiegt oder weiter bis Sportgastein hindurchbraust, liegt zu rechten die kleine Siedlung bunter Häuser, die doch einen so großen Teil der Gasteiner Geschichte erlebt und geprägt hat. Einige dieser Häuser sind sehr alt und dort, wo früher Goldbarren gegossen wurden, ist heute ein Museum: Das Montan Museum Altböckstein! Ein vor allem in den Sommermonaten lohnendes Ausflugsziel im Gasteinertal!

Buch Messner Mountain Museum – Callwey

Buchtipp Messner Mountain Museen | Architektur und Berge

An ihm scheiden sich die Geister: die einen verehren ihn, die anderen stehen ihm kritisch gegenüber – der Bergsteiger Reinhold Messner. Ich selber gehöre der ersten Kategorie an und das nicht erst, seit meine Cousine ihn tatsächlich einmal beim Wandern traf und ein fröhliches Bild davon auf Facebook postete. Was all jenen bleibt, die ihn nicht auf Vortragsreihen oder eben in den Bergen treffen können, sind die wunderbaren Messner Mountain Museen (MMM) in Südtirol – verteilt auf fünf charakteristische Orte in den Bergen (Update: inzwischen sind es sechs!). Der Callwey-Verlag hat diesen sehr individuell und architektonisch besonders gestalteten Museen einen umfangreichen Bildband gewidmet: Die Messner Mountain Museen von Andreas Gottlieb Hempel.

Der Bregenzerwald überrascht: Frauenmuseum Hittisau

Bregenzerwald. Hittisau. In Hittisau, dem kleinen beschaulichen Ort im Bregenzerwald bin ich unlängst auf eine Merkwürdigkeit gestoßen, die eventuell gar nicht so sonderbar war. Denn in dieser Region erscheinen mir die Menschen ausgesprochen modern und aufgeschlossen. Das erklärt vielleicht, wieso hier das erste und einzige Frauenmuseum Österreichs noch dazu im ländlichen Raum entstehen konnte. Am Marktplatz des kleinen Ortes entdeckte ich beim Spaziergang ein Plakat, welches eine Lesung der Feministin Alice Schwarzer ankündigte. Ich scherzte noch und wunderte mich insgeheim, was diese Dame hier auf’s Land treibt. *am Marktplatz in Hittisau Ein paar Meter weiter, entdeckte ich ein äußerst modernes und freundlich gestaltetes Haus, welches das Frauenmuseum beheimatet. Große Plakate von Frauen hinter der riesigen Glasfront verwiesen auf die aktuelle Ausstellung. Meiner Neugier folgend, erfuhr ich, dass es das einzige Museum dieser Art im ländlichen Raum ist und dass es entgegen meiner Erwartung nicht um die schwere Arbeit von Landfrauen in der Vergangenheit geht, sondern, dass man sich unterschiedlichsten frauenrelevanten Themen zuwendet und Ausstellungen darüber organisiert. „zwei bis drei Ausstellungen pro Jahr, die frauenrelevante Themen …