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wohlgeraten bloggt über Alpen - Leben - Stil

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EOFT – European Outdoor Filmtour 2012

1. November 2012 by Charis

Gespannt wie immer erwartete ich die EOFT-Vorstellung am gestrigen Abend im Hamburger Cinemaxx.

Was ist das? Bei der European Outdoor Filmtour werden einmal jährlich mehrere Kurzfilme besonders spektakulärer Outdooraktivitäten gezeigt. Die Bilder entstehen bei den entsprechenden Aktivitäten und sind nicht gestellt. Zwischendurch gibt es kurze Interviews, Statements von den Akteuren und Beteiligten. Berauschende Bilder sind mit Musik unterlegt und nur wenige werden sich den oft atemberaubenden Eindrücken auf der Riesenleinwand entziehen können.

EOFT Vorstellung 2012 Cinemaxx Hamburg

Es wird die geben, die diese Veranstaltung als riesige Werbeaktion für Mammut, Outdoor und Co. abtun. Die haben sicher nicht komplett unrecht. Es ist merklich kommerzieller geworden mit den Jahren. Dennoch sind die einzelnen Filme Jahr für Jahr spektakulär und der Respekt gilt den Akteuren. Weil man oft kaum fassen kann, auf welch tollkühnen Gedanken manche Menschen kommen und wie bereitwillig sie Gesundheit und Leben auf’s Spiel setzen. Immer wieder frage ich mich, was sie antreibt und wie sie ihre natürliche Angst überwinden.

In der diesjährigen Veranstaltung sieht man die, die sich Birdmen nennen und sich mit fledermausartigen bunten Anzügen von Felsen in die Tiefe fallen lassen. Alles, um dann in einem Gleitflug über das Land zu schweben und mit dem Fallschirm zu landen. Unglaubliche Bilder, die man hier sehen kann. Trailer Birdmen

Ebenso spektakulär empfand ich die Mountainbiker, die sich über Stock und Stein zunächst in Amerika, später in China bei 45°C Hitze die Berge herunterstürzten. Mit Radfahren hat das nur noch wenig gemein und mal ganz abgesehen davon, dass ich immer wieder staune, wie heile diese Menschen trotzdem aussehen: auch die Fahrräder sind unglaublich robust. Es macht Freude zu beobachten, dass die fortschreitende Technisierung nicht nur genmanipuliertes Gemüse und technischen Schnickschnack hervorbringt, sondern gleichzeitig unglaublich robuste Materialien, die uns den Aufenthalt in Kälte, Hitze und unter unglaublichsten Bedingungen immer komfortabler gestalten.

In den Filmen ist viel von Zusammenhalt zu spüren, von der tiefen Bindung, die die Leidenschaft für den einen oder anderen Sport und das gemeinsame Erleben schafft. Das begeistert und hinterlässt ein angenehm warmes Gefühl beim Zuschauer.

So nimmt man den beiden Australiern, die mit merkwürdigen Eigenbauten Ihre Victoria-Island-Expedition durchführten, ab, dass sie neben extremer Erschöpfung überdurchschnittlich Spaß hatten. Und man jubelt innerlich mit, als sie nach wochenlangem Marsch die Küste erreichen.

Skeptisch beobachten Freunde die Aktivitäten des amerikanischen Slackliners Andy Lewis, der in schwindelerregender Höhe völlig ungesichert zwischen Felsen balanciert oder sich todesmutig in die Tiefe stürzt. Nicht unerwähnt bleibt die Angst um den geliebten Freund und dass es sich hier nicht mehr um ein Spiel handelt, sondern, dass das knallharte Geschäft mit diesen Risikosportarten auch immer eine Begegnung mit dem Tod sein kann.

So nimmt man denn auch dankbar an, dass einer der Filme – der mit den Mountainbikern – völlig überraschend mit einem abgebrochenen Rekordversuch endet. Es ist völlig klar: die Spirale dreht sich weiter, es wird immer verrücktere und waghalsigere Rekorde geben. Trotzdem ist ein Innehalten sinnvoll und wie überall hat im Vordergrund zu stehen: Ein Abbruch eines Vorhabens kann weitaus respektabler sein, als jedes riskante Manöver, was im totalen Chaos endet.

Das Rahmenprogramm der Veranstaltung ist unterhaltsam. Die Veranstalter präsentieren sich und Mammut feiert noch einmal seinen 150 Geburtstag mit. Ich wäre nicht Charis, hätte ich nicht auch diesen Quatsch gleich ausgetestet: man wird vor grüner Kulisse gefilmt, sagt Glückwünsche oder was auch immer für den namhaften Outdoor-Equipment-Fabrikanten. Und nach der Vorstellung erhält man einen USB-Stick auf dem man sich in einem Filmchen mit dem gesamten Team nach der Zugspitzbesteigung wiederfindet.. :)) Schön ist anders, aber es ist lustig.

 

Fazit: Wer meine Begeisterung für die Berge, für Abenteuer in der Natur und ein wenig Nervenkitzel teilt, der sollte sich diese Vorstellung nicht entgehen lassen. Die Tour geht durch mehrere Länder in Europa. Außer in Deutschland wird der Film in den Benelux Ländern, Italien, Österreich, Frankreich, GB und in der Schweiz gezeigt.

 Mein Tipp: Hingehen! Staunen! Luft anhalten und genießen!

 

Charis

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Filed Under: Allgemein, Menschen Tagged With: Alpen, Bilder, Deutschland, Hamburg, international, Italien, Leben, live, Menschen, österreich, schweiz

Traditionelle Ravioli mit Mortadella-Mangold Füllung

7. Dezember 2011 by Charis

Ravioli nach ligurischem Hausrezept

Auf einer Reise nach Ligurien wohnten wir sehr versteckt inmitten Einheimischer. So hatten wir das Glück mit Ihnen Ravioli nach einem alten ligurischem Hausrezept zu kochen.

Mengenangaben blieben alle ein wenig vage. Sie werden so präzise wie möglich zu erläutert.

Eine Zutatenliste findet Ihr am Ende des Rezeptes. Wir haben mit 5 Personen davon gegessen. Es hätte aber auch für 6 gereicht. Probiert’s halt aus!

Hier seht Ihr zunächst ein paar Zutaten für die Füllung.. Los gehts aber schon vorher!

Eier und Kräuter für die Füllung

Am Vortag müsst Ihr den Nudelteig zubereiten!

Hierfür nehmt 1 kg Weißmehl. Dieses schüttet auf einen Haufen. Wer Angst vor Staub in der Küche hat, braucht an dieser Stelle eigentlich nicht mehr weiterlesen. Etwas schnuddelig ist die ganze Angelegenheit schon, weil man viel Mehl einsetzt!

Der Mehlhaufen bekommt ein Loch in der Mitte (davon gibt es leider keine Fotos). In dieses gießt Ihr etwas Wasser. Vermischt es. Langsam! Es beginnt zu krümeln und Ihr müsst kneten bis es ein glatter Teig wird.

Dieser Teig muss eher zu fest, als zu weich sein! Wickelt ihn in Klarsichtfolie und legt ihn über Nacht in den Kühlschrank.

Jetzt gehts richtig los am Tag 2!

Als erstes einen großen Topf mit Wasser aufsetzen.  Prise Salz hinein und den Mangold, sobald das Wasser kocht.

Wassertopf für den Mangold

Während Wasser und Mangold kochen, muss die Mortadella in Würfel geschnitten werden.

Italienische Mortadella würfeln

Die Mortadella ist gewürfelt – nun wird der gekochte Mangold aus dem Wasser geholt und muss gründlich mit der Hand ausgedrückt werden. Je weniger Restwasser umso besser!

Mangold gedünstet

Im folgenden Schritt jagt man Mangold, eine Hand voll Petersilie, die Mortadella und 2 Eier durch eine Küchenmaschine. Das möchten wir nicht zeigen, denn auf dem Foto ist unser Kind, welches begeistert mit geholfen hat! Das bekommt Ihr aber leicht hin. Einfach zerkleinern! Dann wird alles mit Salz und Pfeffer gewürzt.  Die restlichen 2 Eier, geriebener Grano Padano und das gute ligurische Olivenöl kommen dazu. Alles wird gut verrührt!

Die fertge Masse sieht so aus:

Mischung Mangold Mortadella

Nun wird ein Mehl mit Blech bestäubt, der Nudelteig aus der Kühlung geholt und eine faustdicke Scheibe davon abgeschnitten. Dieses leicht bemehlen!

Den Nudelteig walzt man zunächst durch die dicken Nudelrollen und wird dann von Walzgang zu Walzgang dünner in der Einstellung. Dies bedarf ein wenig Übung. Es gelingt am besten, wenn der übrige Teig zwischenzeitlich immer wieder gut gekühlt wird.

Nudelteig ausrollen

Die Nudelteigplatten legt man auf ein gut bemehltes, großes Holzbrett. Die Nudelteigbahnen sollten ca. 10 cm breit sein. Die Länge ist völlig egal.

Nun setzt man auf die Bahnen in regelmäßigem Abstand Häufchen der vorbereiteten Füllung

Füllung Ravioli

Der Teig wird nun halb und halb um die Füllung gefaltet. Zwischen den einzelnen Häufchen wird er zusammengedrückt. Das sieht so aus:

Gefüllte Ravioli, ungekocht

Wenn der Teig nun ringsherum gut verschlossen ist, werden die Ravioli mit einem Nudelrädchen auseinandergeschnitten.

Ravioli teilen

Die fertigen Ravioli werden zunächst auf einem bemehlten Blech gesammelt. Evt. ist es ratsam bei längerer Wartezeit alles in die Kühlung zu geben.

Nun wird erneut ein großer Topf mit Wasser und einer Prise Salz zum kochen gebracht. Die fertigen Ravioli lässt man vorsichtig in die kochende Flüssigkeit gleiten und kurz darin ziehen. Sie sind schnell gar. Zu langes Kochen würde zum Platzen der Teigtaschen führen.

Ravioli im Kochtopf

Die fertigen Ravioli werden sofort auf Tellern serviert und mit etwas Olivenöl angerichtet. Bei uns gab es Gurkensalat und einen ligurischen Weißwein dazu.

Und nach dem Essen und der ganzen Zubereitung, hatten wir uns natürlich einen kräftigen Espresso aus der Bialetti verdient. Den gab es also auch noch:

Espresso Bialetti

Zugegeben: so ganz einfach und für Anfänger ist es nicht. Der Teig ist die größte Herausforderung. Aber wer nicht mit dem Gedanken herangeht, dass jedes Ravioli präzise dem anderen gleichen muss und wer das Mehl auf dem Küchenboden nicht scheut, der wird viel Spaß daran haben.

Uns jedenfalls war es eine große Freude und geschmeckt hat es erstklassig! Viel Erfolg!

Zutaten

Nudelteig – siehe bitte oben: 1 Kilo Mehl, Wasser, Salz

Für die Füllung:

1 kg Mangold ( besser ist es 2 kg zu kaufen und die ganz dicken Stile abzumachen und nicht zu verwenden)

200 g Grano Padano

1 Tasse Olivenöl

250 g Mortadella

4 Eier

1 Hand frische Petersilie

Salz, Pfeffer

******

Und am Schluß seht Ihr mich voll konzentriert beim zubereiten. :) Die alte italienische Landhausküche in einer alten Mühle bot ein echt wohlgeratenes Ambiente.

Beim Kochen in einer echt italienischen Landhausküche (eine alte Mühle)

 

buon appetito!

 

 

 

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Filed Under: Allgemein, Rezepte, Zu Tisch! Tagged With: Alpen, bewirten, espresso, Gäste, handgemacht, Italien, kochen, Küche, Olivenöl, Pasta, Ravioli, reisen, Rezept, speisen, tafeln

Penne. Tomaten. Oliven.

31. Oktober 2011 by Charis

Ein schnelles einfaches Nudelgericht.

Zutaten:

500 g Pasta (bevorzugt Penne)

750 g frische, reife Tomaten

Olivenöl – extra vergine

Meersalz, frisch gemahlener Pfeffer

Balsamico-Essig

eine Hand voll schwarze Oliven

frisches Basilikum

frisch geriebener Pecorino

***********************************************************************

Und nun gehts los! :)

Zutaten bereitstellen.

Zutaten Pastagericht

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Tomaten in eine feuerfeste Schale geben. Mit Olivenöl beträufeln – mit Salz und Pfeffer würzen. Ab in den vorgeheizten Ofen – ca. 180 °C für 20 Minuten.

Tomaten im Ofen

 

 

 

 

 

 

 

 

In der Zwischenzeit sprudelndes Salzwasser kochen und die Penne bissfest zubereiten.

Pasta gekocht.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Tomaten nach ca. 20 Minuten aus der Röhre holen und mit einer Gabel zerdrücken.

Zerdrücken der gegrillten Tomaten

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Oliven schneiden.

Oliven schneiden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Nudeln unter die noch heiße Tomatenmasse rühren. Olive und frisches Basilikum drüberstreuen.

Frisch geriebenen Pecorino zu den Pasta reichen.

Das fertige Gericht

 

 

 

 

 

 

 

 

Guten Appetit!

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