Alle Artikel mit dem Schlagwort: Handgemacht

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Amorthof | Zu Filz und Blümchenkaffee bei Rita

Altrei. Südtirol. “Ich wollte ein Produkt machen, bei dem die Leute sagen: Das ist von der Rita. Das ist mir gelungen und darauf bin ich stolz!” Ihre Augen leuchten, als sie diesen Satz sagt. Rita, die Bergbäuerin vom Amorthof trägt ein blaues Kopftuch und eine dieser auffallend blauen Raiffeisen-Schürzen, die in Südtirol fast auf jedem Hof zu sehen sind. Als wir kurz vor acht bei Nieselregen und für den Juni ungewöhnlich kühlen Temperaturen in Altrei ankommen, wartet sie bereits munter in der Hofeinfahrt auf uns. Der große, kuschlige Hofhund streicht um ihre Beine. Saftig grün ist es hier oben und still. Nur ein paar Rinder grasen auf einer Wiese neben dem Bauernhaus.

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Lederhosen für Franz Josef | Jahn Markl in Salzburg

Salzburg. Säcklerei Jahn Markl. Gold auf Grün weist eine verschnörkelte Schrift am Salzburger Residenzplatz auf den kleinen Laden hin. In der Tür zum Seiteneingang baumelt ein Pappschild mit den Öffnungszeiten. Es hängt schon länger. Das sieht man. Im Schaufenster sind Lederhosen, Trachten, Hüte, Taschen und Blusen dekoriert, gemischt mit Blumen und Preisschildern. Über den Auslagen prangt ein mächtiges Schild: SPEZIALHAUS für Wildlederbekleidung und Trachten. Was es hier wohl gibt?

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Steingutfliesen für Wohlgeraten: Wie der Hirsch auf die Kachel kam

Hamburg. Reisen in die Berge liebe ich. Stets halte ich die Augen nach neuen Produkten für mein wohlgeraten offen. Doch auch in Hamburg findet man Handwerk, das traditionell arbeitet und mich begeistert. So erging es mir im Sommer auf einem Wochenendbummel. Vor einem winzigen Laden mit angeschlossener Werkstatt stapelten sich Unmengen von Fliesen in Blau, Grün und wunderschönen Türkis-Tönen. Es sah ein wenig aus wie der Töpferstand von König Drosselbart. Meine Begeisterung für Kunsthandwerk und Töpferkunst ist eher verhalten, aber diese hier, die waren einfach schön. Leuchtende Farben, angenehm schwer – ich war sofort fasziniert. Das Ergebnis sieht man hier: Wohlgeraten hat nun eigene Motive: Kacheln die lebensmittelecht sind. So, dass man sie als Untersetzer,  Schinken- oder Sushiplatte, Küchenkachel oder gar im Außenbereich zur Zierde einsetzen kann. Sie sind nämlich frostsicher! Es gibt ein Edelweiß, einen Hirsch und eine Ziege und wie alles gemacht wurde, das erkläre ich hier:

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Käsekeller Bregenzerwald – Tradition und moderne Technologie in Lingenau

Lingenau. Kellerhöhe 7 m. Kellerlänge 70 m. Kapazität: 32.500 Käselaibe auf Fichtenholzbrettern. Die Eckdaten des Käsekellers des Bregenzerwaldes am Ortseingang von Lingenau klingen beeindruckend. Noch spannender wird es, wenn man selbst vor den meterhohen Regalreihen steht und auf die Käselaibe schaut.

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Maßgeschneidert für die Wälderin – Juppenwerkstatt Riefensberg – Bregenzerwald

„Maßgeschneidert für alle Wälder“ steht auf einem Plakat des öffentlichen Landbus im Bregenzerwald. Darunter strahlt eine Frau in Tracht. Sie trägt das Kleid der Wälderin: eine schwarze „Juppe“ aus Leinen. Was  spielerisch eingesetzt ist, hat einen bedeutsamen Hintergrund. Die Juppe ist eines der wenigen traditionellen Kleidungsstücke, welche noch vom ersten bis zum letzten Schritt von Hand angefertigt werden. Das Leinen wird gefärbt, appretiert, geglästet (glänzend gemacht), gefältelt und dann von Hand zum Kleid genäht. Und: es wird tatsächlich auf Maß angefertigt. Ausschließlich für eine Wälderin. Das Recht, eine solche Juppe zu erwerben und zu besitzen, obliegt nur einer echten Wälderin. Ausnahmen werden nicht gemacht. Blut zählt mehr als Geld und wenn man den Schilderungen zuhört, dann möchte man dies sofort glauben. Niemanden sonst beliefern die geschickten Kunsthandwerkerinnen der Region, die ihr Wissen in der Juppenwerkstatt Riefensberg freundlich den Besuchern weitergeben. Und dadurch ist dieses Kleidungsstück  etwas besonderes: maßgeschneidert für die Wälderin, die ihre Juppe ein Leben lang trägt und mit Glück sogar an ihre Kinder vererbt.

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Genuss statt Fernweh – Jamei Laibspeis – Allgäuer Bergkäse

Hamburg. Kempten. „Wie hält man das aus, wenn man in Hamburg lebt und die Berge so sehr liebt wie Du?“ Das ist eine der Standardfragen, wenn ich nach meinem Wohnort gefragt werde und natürlich frage ich mich das immer wieder selbst. „Ist doch alles Käse.“ denke ich. Fernweh plagt mich. Berge an Arbeit statt Berge entdecken. Dann brauche ich Brücken und eine dieser Brücken ist tatsächlich der Käse. Wenn man meine Bilder in den sozialen Netzwerken verfolgt, dann ist er immer wieder zu sehen: große Stücken  Allgäuer Bergkäse.

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Traumprinz zum Backen

Im Herbst kehrt Ruhe ein. Zeit zum Kochen, Backen und Genießen. Zeit zu erläutern, wie die Krone vom „Traumprinz zum Backen“ von raumgestalt geformt wird – ein Brot in Form einer Krone. Gebacken wird das Brot aus einer Bio-Brotbackmischung aus dem Schwarzwald. Brotmehl und ein besticktes Geschirrtuch ergeben zusammengeschnürt ein  schönes Geschenk. Wer die Mischung nicht hat, kann fast jede andere Brot-Backmischung oder einen komplett selbst hergestellten Brotteig hierfür benutzen. Man beginnt, indem man das Mehl mit der beigefügten Hefe vermischt und fügt 310 ml lauwarmes Wasser hinzu. Dann den Teig wie gewohnt kneten. Mit dem Geschirrtuch abgedeckt, lässt man den Teig an einem warmen Ort ca. 45 Minuten gehen. Kurz bevor man den Teig formt, sollte der Ofen vorgeheizt werden auf 220°C. Den aufgegangenen Teig legt man auf ein leicht bemehltes Küchenbrett und drückt ihn mit dem Handballen vorsichtig platt. Mit einem Messer schneidet man nun den Brotteig drei Mal strahlenförmig so ein, dass der Rand nicht durchtrennt wird. Die entstandenen Ecken werden vorsichtig aufgestellt und leicht mit Weißmehl bestäubt. Damit das Brot beim …

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Schobel – Von Saubirnen zu Höchstgenuss

Vorarlberg. „Wir verarbeiten hier nur allerbeste Lackware, wenn Sie verstehen, was ich meine.“ Ja! Ich verstand es. Es ist der Satz, der die hingebungsvolle Arbeit von Harald Schobel, seine Leidenschaft für ein 1A-Produkt, wohl am vollkommensten beschreibt. Dieser beeindruckende Vorarlberger, der als Werkzeugmacher seinen Berufsweg begann,  über den Vater ans Schnapsbrennen herangeführt wurde und nun von einem kleinen Hof mit angrenzender Streuobstplantage aus,  Edelbrände und Trockenfrüchte verkauft, die ich so nie vorher gegessen habe. Strobel ist ein geduldiger Kämpfer. Die fruchtbaren Voraussetzungen, die gegeben waren, hat er ergriffen und etwas daraus geschaffen. Das beweist, das Österreich nicht nur aus alten Wurzeln wächst. Es gibt auch hier Unternehmer, die frisch an den Start gehen und eine Firma von Grund an aufbauen. Auch wenn sie dabei auf die Erfahrungen der „Alten“ gerne zurückgreifen. *Harald Schobel Vorhanden war eine Streuobstwiese. Auf ihr wuchs eine, nur in dieser Region vorkommende Sorte Birnen, die  Saubirne genannt wird und die, durch ihre Unbekömmlichkeit für den Menschen nicht von Interesse, als Viehfutter aber von Nutzen war. 30 – 40 Bäume dieser Sorte …

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Vom Fell zum Riemen – Herstellung des Ledergürtels „Riemer“ in einer Manufaktur

Echte Handarbeit in einer kleinen Manufaktur ist eine Faszination, der man sich nur schwer entziehen kann. Dieser Prozess, wenn etwas entsteht, wenn man auswählt, vergleicht und sich festlegt, wenn es beginnt, nach den Materialien zu riechen, wenn eifrige Hände verändern und bewegen: Das ist ein ganz besonderer Prozess! Ich liebe ihn sehr. Der schönste Moment ist für mich das fertige Produkt. So ging es mir unlängst in einer kleinen Ledermanufaktur am südlichen Alpenrand. Ich war zunächst hunderte von Kilometern gefahren. Es war mein erster Besuch dort und es galt, Unmengen an Möglichkeiten und Material zu sichten.  Die kleine Manufaktur erinnert nicht an eine Fabrik, aber umso mehr an ein riesiges Kuriositätenkabinett. Also genau die richtige Atmosphäre für mich. Inspiration ohne Ende und die Alpen drum herum. Die Entscheidung  fiel mir trotzdem schwer und ohne genaue Planung gibt es keine guten Produkte. So reisten wir kurze Zeit später ein zweites Mal an. Diesmal mit klaren Vorstellungen und präzisen Vorgaben. Was daraus entstand sieht man hier:  der Ledergürtel „Riemer“. Der Gürtel wurde nach meinen Vorgaben aus dem …

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DIY-Nähanleitung: Briefecken an Stoffservietten

Hamburg. Mein Berufsleben begann auf Umwegen und führte mich zunächst in eine kleine inhabergeführte Schneiderwerkstatt. Es war eine schöne Zeit, auch wenn ich nicht für diesen Beruf geboren wurde. Einige Dinge habe ich verinnerlicht. So gehört für mich zur Berufsehre, eine Ecke im Stoff nicht Umschlag auf Umschlag umzunähen. Nein: es muss eine klassische Briefecke sein. Die findet man dann natürlich auch in den klassisch karierten Stoffservietten von wohlgeraten.de wieder. Denn: ein kleiner Unterschied zur Massenware, der soll  sein!

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Glück zum Backen

Wonnemonat Mai, verliebte Paare, Hochzeitsfeste: was passt da besser als eine große Portion Glück. Da ich letztens versprochen hatte, alle Brote von raumgestalt einmal nachzubacken und mit Bildern als Anleitung hier einzustellen, habe ich mich nun endlich an Nummer Zwei gemacht. Nach „Gelassenheit zum Backen“ gibt es  „Glück zum Backen“. Die Herstellung des Brotes ist wiederum sehr leicht. Für das Formen des Brotteiges benötigt man minimales Geschick. Auf geht’s! Die Geschenkpackung beinhaltet: 1 Brotbackmischung bestehend aus Weizenvollkornmehl, Dinkelschrot, Roggenvollkornmehl, Sauerteigpulver, Jodsalz und Hefe 1 Backanleitung 1 Leinen-Geschirrtuch mit Stickerei „Glück“ Alles was man zusätzlich benötigt sind 330 ml lauwarmes Wasser. Dann befolgt man strikt die Anweisungen auf der Verpackung. Die angekündigte Hefe liegt dem Mehl bei.  Also erst einmal alles in eine Schüssel schütten! Die Zutaten wie angegeben mit Rührwerkzeug oder Hand zu einem geschmeidigen Brotteig verkneten. Dann muss der Teig an einem warmen Ort für etwa eine Stunde ruhen und aufgehen. Hierzu den Teig unbedingt mit dem beigelegtem Geschirrtuch (oder einem beliebigen anderem) bedecken! Achtung – nicht zu heiß abstellen, denn sonst bildet sich …

Durch die wilden Berge

Durch die wilden Berge

Neulich stieß ich in einem Laden für Buchbinderbedarf auf Bastelbögen des Künstlers Martin Graf aus Hamburg. Einer erinnerte mich an meine Basteleien von früher und so nahm ich ihn mit. Für Euch vielleicht eine Anregung, ihn beim Künstler zu bestellen oder sowas ähnliches auch mal wieder selbst zu basteln. Denn Spaß macht das Schnippeln und Kleben ja schon… Auf dem Bastelbogen ist genau verzeichnet, wie es geht und was man braucht. Außer Klebstoff und Schere nämlich nur eins: Lust und ein wenig Fingerspitzengefühl. Erst mal ausschnippeln… Nun wird der Kreis mit den Lokomotiven vorsichtig eingefädelt und verklebt. Die Rückseite sollte man möglichst gründlich verkleben. Fertig! Auf Vine gibt es noch zwei kleine Filmchen davon. Zu sehen hier: Teil 1 Teil 2    

"Gelassenheit zum Backen"

Gelassenheit zum Backen

Auf der Facebook-Fanpage von wohlgeraten habe ich sie schon mehrfach gezeigt:  „Glück zum Backen“, „Gelassenheit zum Backen“, „Zeit zum Backen“ oder sogar ein „Traumprinz zum Backen“. All diese Brote sind in einem rot bestickten Geschirrtuch aus Halbleinen von der Firma raumgestalt im Schwarzwald eingeschlagen. (Raumgestalt haben wir im letzten Jahr auf unserer Rundreise besucht.) Innen drin liegt eine Brot-Backmischung, die in der Blattert-Mühle im Schwarzwald hergestellt wird.

Tiroler Reine Seife Gletschermilch

Duft der Alpen: Tiroler Reine Seife

Innsbruck. Tirol. Es war mir tatsächlich nicht zu blöd. Ich hatte ein Stück Tiroler Reine Seife Gletschermilch im Gepäck, als ich vor kurzem  „Top of Tyrol“ auf dem Stubaier Gletscher besuchte. Denn aus den Tiroler Bergen kommen die Grundstoffe, die die Tiroler Reine Seife zu einem besonderen Erlebnis für die Sinne werden lassen. Und weil ich die Dinge so gern in der Umgebung zeige, mit der ich sie verbinde, musste die Seife einmal im Rucksack mit hoch auf den Gletscher.

Hagebuttenmus aus Wildfrüchten im Weckglas

Hagebuttenmus aus Wildfrüchten

Hamburg. Herbst. Es ist die Zeit, in der orangerote Hagebutten wie Feuer gegen den blauen Himmel leuchten. Wenn man die Wildfrüchte um diese Zeit erntet, kann man mit etwas Fleiß eine ordentliche Menge Juckpulver und vor allem superleckeres Hagebuttenmus herstellen. Allerdings sollte man bedenken, dass es etwas Zeit und Mühe bedeutet. Der eigene Geschmack, den das Hagebuttenmus entfaltet, belohnt! Weil mir die meisten herkömmlichen Rezepte viel zu kompliziert erschienen, habe ich alles nach eigenem Ermessen gemacht. Das Resultat war super und ich beschreibe deswegen hier kein professionelles Rezept, sondern nur, wie ich es gemacht habe. Vor dem Kochen stand das Pflücken. Etwas mehr als ein Kilogramm habe ich zusammengetragen. Die Früchte waren noch vergleichsweise hart, ohne Frost, weil ich keine Lust auf eine matschige Pampe beim herauslösen der Kerne hatte. Zuhause säuberte ich die Hagebutten und entfernte zunächst Stiel und Blüte der Früchte. Dann schnitt ich mit einem Messer jede Hagebutte auf, um die innenliegenden Körnchen (das Juckpulver) zu entfernen. An dieser Stelle kommt ein Geständnis: es war Sonntagnachmittag. Die Sonne schien und ich war …