Alle Artikel mit dem Schlagwort: handgemacht

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Lederhosen für Franz Josef | Jahn Markl in Salzburg

Salzburg. Säcklerei Jahn Markl. Gold auf Grün weist eine verschnörkelte Schrift am Salzburger Residenzplatz auf den kleinen Laden hin. In der Tür zum Seiteneingang baumelt ein Pappschild mit den Öffnungszeiten. Es hängt schon länger. Das sieht man. Im Schaufenster sind Lederhosen, Trachten, Hüte, Taschen und Blusen dekoriert, gemischt mit Blumen und Preisschildern. Über den Auslagen prangt ein mächtiges Schild: SPEZIALHAUS für Wildlederbekleidung und Trachten. Was es hier wohl gibt?

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Steingutfliesen für Wohlgeraten: Wie der Hirsch auf die Kachel kam

Hamburg. Reisen in die Berge liebe ich. Stets halte ich die Augen nach neuen Produkten für mein wohlgeraten offen. Doch auch in Hamburg findet man Handwerk, das traditionell arbeitet und mich begeistert. So erging es mir im Sommer auf einem Wochenendbummel. Vor einem winzigen Laden mit angeschlossener Werkstatt stapelten sich Unmengen von Fliesen in Blau, Grün und wunderschönen Türkis-Tönen. Es sah ein wenig aus wie der Töpferstand von König Drosselbart. Meine Begeisterung für Kunsthandwerk und Töpferkunst ist eher verhalten, aber diese hier, die waren einfach schön. Leuchtende Farben, angenehm schwer – ich war sofort fasziniert. Das Ergebnis sieht man hier: Wohlgeraten hat nun eigene Motive: Kacheln die lebensmittelecht sind. So, dass man sie als Untersetzer,  Schinken- oder Sushiplatte, Küchenkachel oder gar im Außenbereich zur Zierde einsetzen kann. Sie sind nämlich frostsicher! Es gibt ein Edelweiß, einen Hirsch und eine Ziege und wie alles gemacht wurde, das erkläre ich hier:

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Käsekeller Bregenzerwald – Tradition und moderne Technologie in Lingenau

Lingenau. Kellerhöhe 7 m. Kellerlänge 70 m. Kapazität: 32.500 Käselaibe auf Fichtenholzbrettern. Die Eckdaten des Käsekellers des Bregenzerwaldes am Ortseingang von Lingenau klingen beeindruckend. Noch spannender wird es, wenn man selbst vor den meterhohen Regalreihen steht und auf die Käselaibe schaut.

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Maßgeschneidert für die Wälderin – Juppenwerkstatt Riefensberg – Bregenzerwald

“Maßgeschneidert für alle Wälder” steht auf einem Plakat des öffentlichen Landbus im Bregenzerwald. Darunter strahlt eine Frau in Tracht. Sie trägt das Kleid der Wälderin: eine schwarze “Juppe” aus Leinen. Was  spielerisch eingesetzt ist, hat einen bedeutsamen Hintergrund. Die Juppe ist eines der wenigen traditionellen Kleidungsstücke, welche noch vom ersten bis zum letzten Schritt von Hand angefertigt werden. Das Leinen wird gefärbt, appretiert, geglästet (glänzend gemacht), gefältelt und dann von Hand zum Kleid genäht. Und: es wird tatsächlich auf Maß angefertigt. Ausschließlich für eine Wälderin. Das Recht, eine solche Juppe zu erwerben und zu besitzen, obliegt nur einer echten Wälderin. Ausnahmen werden nicht gemacht. Blut zählt mehr als Geld und wenn man den Schilderungen zuhört, dann möchte man dies sofort glauben. Niemanden sonst beliefern die geschickten Kunsthandwerkerinnen der Region, die ihr Wissen in der Juppenwerkstatt Riefensberg freundlich den Besuchern weitergeben. Und dadurch ist dieses Kleidungsstück  etwas besonderes: maßgeschneidert für die Wälderin, die ihre Juppe ein Leben lang trägt und mit Glück sogar an ihre Kinder vererbt.

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In Großvaters Fußstapfen: Fenkart Schokoladenmanufaktur Hohenems

Hohenems. Vorarlerg. Sieht köstlich aus – oder?

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Kartoffel-Gnocchi mit Basilikumpesto – Köstlich!

Gnocchi kannte ich nur aus dem Restaurant oder Supermarktregal. Mal lecker, mal weniger lecker, machte ich im täglichen Speiseplan meistens einen Bogen darum. Falsch! Die Herstellung ist nämlich einfach, es schmeckt verdammt gut und vor allem: man hat fast immer alle Zutaten im Haus!

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Ein Herz aus frischen Kräutern binden

Ob man Valentinstag mag oder nicht ist doch total egal. Heute war das Wetter wie im Frühling und ich  bekam Lust ein Herz aus frischen Kräutern zu binden. Ich kaufte also munter ein und habe beim Binden ein paar Bilder gemacht für alle, die Lust haben es nachzumachen.

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Genuss statt Fernweh – Jamei Laibspeis – Allgäuer Bergkäse

Hamburg. Kempten. “Wie hält man das aus, wenn man in Hamburg lebt und die Berge so sehr liebt wie Du?” Das ist eine der Standardfragen, wenn ich nach meinem Wohnort gefragt werde und natürlich frage ich mich das immer wieder selbst. “Ist doch alles Käse.” denke ich. Fernweh plagt mich. Berge an Arbeit statt Berge entdecken. Dann brauche ich Brücken und eine dieser Brücken ist tatsächlich der Käse. Wenn man meine Bilder in den sozialen Netzwerken verfolgt, dann ist er immer wieder zu sehen: große Stücken  Allgäuer Bergkäse.

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Traumprinz zum Backen

Im Herbst kehrt Ruhe ein. Zeit zum Kochen, Backen und Genießen. Zeit zu erläutern, wie die Krone vom “Traumprinz zum Backen” von raumgestalt geformt wird – ein Brot in Form einer Krone. Gebacken wird das Brot aus einer Bio-Brotbackmischung aus dem Schwarzwald. Brotmehl und ein besticktes Geschirrtuch ergeben zusammengeschnürt ein  schönes Geschenk. Wer die Mischung nicht hat, kann fast jede andere Brot-Backmischung oder einen komplett selbst hergestellten Brotteig hierfür benutzen. Man beginnt, indem man das Mehl mit der beigefügten Hefe vermischt und fügt 310 ml lauwarmes Wasser hinzu. Dann den Teig wie gewohnt kneten. Mit dem Geschirrtuch abgedeckt, lässt man den Teig an einem warmen Ort ca. 45 Minuten gehen. Kurz bevor man den Teig formt, sollte der Ofen vorgeheizt werden auf 220°C. Den aufgegangenen Teig legt man auf ein leicht bemehltes Küchenbrett und drückt ihn mit dem Handballen vorsichtig platt. Mit einem Messer schneidet man nun den Brotteig drei Mal strahlenförmig so ein, dass der Rand nicht durchtrennt wird. Die entstandenen Ecken werden vorsichtig aufgestellt und leicht mit Weißmehl bestäubt. Damit das Brot beim …

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Schobel – Von Saubirnen zu Höchstgenuss

Vorarlberg. “Wir verarbeiten hier nur allerbeste Lackware, wenn Sie verstehen, was ich meine.” Ja! Ich verstand es. Es ist der Satz, der die hingebungsvolle Arbeit von Harald Schobel, seine Leidenschaft für ein 1A-Produkt, wohl am vollkommensten beschreibt. Dieser beeindruckende Vorarlberger, der als Werkzeugmacher seinen Berufsweg begann,  über den Vater ans Schnapsbrennen herangeführt wurde und nun von einem kleinen Hof mit angrenzender Streuobstplantage aus,  Edelbrände und Trockenfrüchte verkauft, die ich so nie vorher gegessen habe. Strobel ist ein geduldiger Kämpfer. Die fruchtbaren Voraussetzungen, die gegeben waren, hat er ergriffen und etwas daraus geschaffen. Das beweist, das Österreich nicht nur aus alten Wurzeln wächst. Es gibt auch hier Unternehmer, die frisch an den Start gehen und eine Firma von Grund an aufbauen. Auch wenn sie dabei auf die Erfahrungen der “Alten” gerne zurückgreifen. *Harald Schobel Vorhanden war eine Streuobstwiese. Auf ihr wuchs eine, nur in dieser Region vorkommende Sorte Birnen, die  Saubirne genannt wird und die, durch ihre Unbekömmlichkeit für den Menschen nicht von Interesse, als Viehfutter aber von Nutzen war. 30 – 40 Bäume dieser Sorte …