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Nur für gut! Eine Aufforderung zum Nutzen

Beim Schreiben von Wohlgeraten durch das Jahr – eine Reise durch Shop und Alltag kam mir heute ein Gedanke: Kaum sind die gemütlichen Tage vorbei, macht sich hier ein „Das ist aber jetzt echt zu schade!“ breit.

Nur für gut!

Auch wurde mir gerade ein Blog zum Thema empfohlen: Das kann weg! Hier beschreibt eine Frau, wie sie sich ein Jahr lang täglich von einer Sache trennen möchte, die sie für überflüssig hält.  Gut. Das kann ich bereits. Darin bin ich fast besser, als meinem Vater lieb ist.

In dem Blog Abschied von Dingen  geht es um Überbleibsel aus einer übernommenen alten Garage. Da mag es manchmal leichter fallen, weil nicht alles einem Nutzen zugeführt werden kann. Aber Dinge, die mir geschenkt wurden oder die ich als Eiznelstück von einer Reise mitbrachte, aufzubrauchen. Damit wird es schwieriger.

Ihr kennt das bestimmt von früher: man hatte endlich die lang ersehnte Stange Kaugummikugeln bekommen und dann wurde sie gebunkert, bis die bunten Kugeln wie Granitfelsen zwischen den Zähne hingen und unzerstörbar waren. Am Ende war klar: ungenießbar. Kann weg!

Oder die unzähligen Seifenstücke, die, statt sie zu benutzen, vielsagend von den Müttern in die Wäsche geschoben wurden, weil: Da riecht es dann so toll. (In Wahrheit ein guter Vorwand, sie bloß noch nicht anzubrechen!)

Hier bei mir wäre das Thema beliebig erweiterbar. Ganz früher mit dem Nutellaglas aus dem Westen und heute mit der tollen Hirschsalami von der letzten Reise in die Alpen oder einer tollen Packung Servietten, die erst dann zum Einsatz kommt, wenn der oder der Besuch mal kommt und es genau dann, einfach soooo supergut passen wird. Auch den liebevoll gemeinten Badeschaum zum Entspannen hebe ich gern  auf, falls es mir mal so richtig schlecht geht. Leider bin ich genau dann aber meist so ko, dass ich eher ungewaschen ins Bett falle, als den Luxusduft zu genießen.

Vergesst es! Inzwischen habe ich ein Fach voll wunderschöner Paperservietten, stets einen mit Spezialitäten gefüllten Küchenschrank und zahlreiche Flaschen Edelbrand. Der nur für dies oder das so supersupertoll geeignete Besuch kommt garantiert nie!
Am besten funktioniert der Zauber des Aufsparens noch mit Alkohol, der wenigstens nicht verdirbt. Die anderen Sachen enden entweder kurz vor oder im schlechteren Fall nach dem Haltbarkeitsdatum oder weil einfach komplett nichts anderes passendes im Haus ist als Notlösung,.
Die guten Sachen! Statt gefeiert zu werden, wird ihnen meist ein wenig attraktives Schicksal zu teil.

Schobel Höchstgenuss Schwarze Nüsse

Ich ändere das sofort. Die schwarzen Nüsse von Schobel Höchstgenuss aus Vorarlberg, die eine echte Delikatesse darstellen, werden noch immer sparsam verwendet. Trotzdem steht ein geöffnetes Glas im Kühlschrank und wenn ich mir was gönnen mag, dann schneide ich eine auf. Die gut riechende Tiroler Reine Seife liegt am Waschbecken und wird verbraucht, den Grappa, den wir mal aus Italien mitgebracht haben und der bestimmt supertoll für Gäste wäre, trinken wir einfach selbst.
Das hat den Vorteil, dass die Schränke leerer werden, ich mich freue mir was zu gönnen und am Ende weniger Müll anfällt, weil verbrauchtes nicht schlecht werden kann. Außerdem habe ich dann wenigstens einen guten Grund mir mal wieder etwas schönes neues einzukaufen (Warum nicht bei wohlgeraten?) und muss nicht immer daran denken, dass all die alten Glückseligkeiten noch auf mich warten.

Und Ihr? Haltet Ihr fest oder lasst ihr los und genießt Eure Schätzchen? Unter allen die darauf in den Kommentaren eine Antwort schreiben (bis zum 26.1.2014), verlose ich ein Glas Tiroler Edle Alpenkaramell aus der Konditorei Haag. (aber Achtung! Das ist eigentlich viel zu lecker für nur so zwischendurch!) :)

Charis

Tiroler Edle Alpenkaramell

Gewinnspielregeln: Es gilt wie immer: Die Verlosung ist freiwillig und es besteht kein Anspruch auf eine Barauszahlung. Der Gewinner muss seine Adresse übermitteln, die nur für die Gewinnaussendung verwendet wird und erklärt sich mit der Übermittlung der Adresse bereit, dass sein Namen  genannt wird. Viel Glück.

 

Nachtrag!

Wie in den Kommentaren steht: Gewonnen hat Beatrice. Herzlichen Glückwunsch!

 

 

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Charis

Inhaberin bei wohlgeraten
Ich bin Charis, Inhaberin von wohlgeraten | Wir lieben Berge! Das ist mein Blog. Ich berichte über Reisen und Erlebnisse unterwegs - vielfach in den Alpen oder in Bergregionen, über Handwerk und Traditionen, lasse mir in den Kochtopf schauen oder teile Erfahrungen, die ich im Alltag mit wohlgeraten mache.
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Ich bin Charis, Inhaberin von wohlgeraten | Wir lieben Berge! Das ist mein Blog. Ich berichte über Reisen und Erlebnisse unterwegs - vielfach in den Alpen oder in Bergregionen, über Handwerk und Traditionen, lasse mir in den Kochtopf schauen oder teile Erfahrungen, die ich im Alltag mit wohlgeraten mache.

13 Kommentare

  1. Zeit wird es die Verlosung endlich aufzulösen: Die Glücksfee hat Beatrice gezogen, die sich den Bauch mit köstlichem Alpenkaramell vollhauen kann.
    Herzlichen Glückwunsch!
    Und… nicht stehenlassen, sondern essen! <3

    • wow.. ich musste eben alle Kommentare durchlesen, ob es noch eine Beatrice gibt. Ich freu mich! Aber sooooo was von!!! ALPENKARAMELL!!!! Ich schicke einen megamässig erfreuten und glücklichen Umärmler nach HH!!!
      Du meinst aber wirklich mich , ja??? Juhuuuuuuuuuuu! Vielen vielen Dank an das Glück und die Glücksfee und überhaupt – auch an die Erfinder von Alpenkaramell!!! DANGÖÖÖÖÖÖ!

  2. Melanie sagt

    Ich genieße, am besten sofort und immer in kleinen Häppchen. Wenn ich Kekse backe (meistens für andere) backe ich immer auch ein paar nur für mich. Die werden dann mit einem Glas Milch genüsslich und langsam verzehrt. Das geht natürlich mit all den Leckereien, die ich zubereite oder kaufe. =)

  3. hanna sagt

    ich genieße gerne selber, teilen macht aber doppelt Freude! Deswegen mache ich gerne ein leckeres Glas auf und lade alle meine Freunde zum naschen ein! Dann haben wir alle etwas davon :-)

  4. Liebe Charis, Karamell liegt bei mir gerade voll im Trend ;o) Ich würde mich also sehr freuen.
    Was das Festhalten und Loslassen betrifft: Es klappt immer besser mit dem Loslassen. Ende letzten Jahres habe ich das Projekt „-1“ entdeckt. Seitdem starte ich immer mal wieder „-Aktionen“. Die Zahl der Dinge ist dabei unterschiedlich.

  5. Eigentlich liebe Charis, versuche ich in den letzten Jahren meine*Schätzchen* wirklich zu verwenden oder zu gebrauchen. Mittlerweile liebe ich es sehr,aus einem meiner tollen franz. Weingläser, die ich immer *geschont* habe (für was auch immer), Wein zu trinken. Es ist ein sooo schönes Gefühl und der Wein schmeckt einfach besser. :-)
    LG

  6. Petra Waldstein sagt

    Neig(t)e auch dazu Dinge aufzubewahren. So habe ich wirklich noch nie auch nur ein einziges Wiesn-Herzerl gegessen. Obwohl die tatsächlich ganz gut schmecken sollen. Aber mir waren sie immer zu schade zum Essen und irgendwann landen sie dann doch im Müll. Ähnlich ist es mit Mitbringseln aus dem Urlaub gewesen. Auch nie gegessen, weil ja was ganz besonderes. Inzwischen ist es bei mir aber „besser“ geworden. Ich habe erkannt, dass es komplett blödsinnig ist, wenn ich die „guten Sachen“ ewig aufbewahre. Denn, wie gesagt, sie landen dann ja letztlich doch irgendwann im Müll. Und Dinge wegzuwerfen ist für mich ein ganz schwieriges Thema.

  7. Liebe Charis, falls dein Alpenkaramell den Weg zu mir finden würde, bekommt es die ganze Aufmerksamkeit, die es verdient und wird weit vor dem Verfallsdatum aufgegessen sein :-)

  8. Mit deinem Verloseobjekt MUSST du an mich gedacht haben! Ich LIEBE Karamell und deswegen kann ich auch gar nicht anders, als bei deinem kleinen Gewinnspiel mitzumachen. Übrigens hab ich am Montag wieder einmal „reingschmeckt“ nach Österreich. Ich war in Pflach am Lech beim Treibholzsammeln. Schön war es :-) Wieder zurück in meiner Heimat, hab ich ja grad mal ein Stündchen Fahrt um ganz nah an allen möglichen Bergen dran zu sein.

  9. Ich bin ein Schlemmer und schaffe es meistens rechtzeitig leckere Dinge ihrer Bestimmung zuzuführen. Wenn ich damit alleine „überfordert“ bin, werden eben Freunde eingeladen und dann ist das meistens kein Problem.

Jeder Kommentar freut mich!