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Mit der Bahn in die Berge? Ja!

Mit der Bahn in die Berge? Das war für mich lange Zeit keine Option. Doch etwas ablehnen, was man nicht ein einziges Mal probiert hat? Finde ich nicht gut. Deswegen gab ich der Deutschen Bahn hin und wieder eine Chance, sich zu beweisen.

Hamburg – Zugspitze – Hamburg

Mein erstes Mal liegt schon eine Weile zurück. Ich erinnere mich gern daran, denn es war eine einprägsame Tour, anstrengend, abenteuerlich und letztlich mit einem Gipfelsieg auf der Zugspitze belohnt.

ich im Zug Bahnhof Garmisch Partenkirchen

Die Reise ging um 4.52 Uhr in Hamburg los. Eine unchristliche Zeit. Mit Rucksack auf dem Rücken ging es über München nach Garmisch. Einen Tag später, nach einer wunderbaren Wanderung über das Reintal, erlebte ich den Sonnenuntergang auf der Zugspitze und am nächsten Nachmittag gegen 18.00 Uhr kam ich voller Tatendrang und guter Laune wieder in Hamburg an. Das war selbst für mich als passionierte Autofahrerin ein klarer Punktsieg.

Die Anschlüsse waren pünktlich und da die Züge nicht überfüllt waren, war zwischendurch immer wieder Zeit, die Beine hochzulegen und ein Nickerchen zu machen.

Zug Hamburg München Schlafen auf der Bahnfahrt Wanderschuhe zubinden Zugspitze am Abend

Es folgte eine ziemlich lange Pause, bis ich im vergangenen Jahr nach Serfaus-Fiss-Ladis ebenfalls mit der Bahn fuhr. Nun ging die Reise über Innsbruck. Ab München saß ich in einem Zug des ÖBB nach Verona. Das gefiel mir sehr. In Innsbruck kam ich am späten Nachmittag an und  wurde von einem Shuttle des Hotels abgeholt. Eine durch und durch gelungene Anreise. Wieder hatte ich keinerlei Verspätungen und konnte auf der Fahrt Dank W-Lan im Zug sogar arbeiten.

Ankunft in Innsbruck: Die Nordkette

Ankunft in Innsbruck: Die Nordkette

Kaffee in Hamburg – Kuchen in den Bergen

Meine letzte Fahrt nun liegt nur ein paar Tage zurück. Diesmal war das Stubaital in Tirol mein Ziel, das ich für ein paar Tage anlässlich der Wine & Dine 2016 besuchen wollte.

Auch hier wählte ich Verbindungen, die mir die größtmögliche Zeit vor Ort bescherten. Um 07:01 Uhr startete ich in Hamburg und kam, nach einem kurzen Umstieg in München, in Innsbruck um 15:23 Uhr an. Nun war noch kurz Zeit, die neuen Ampelmännchen zu besichtigen (Es war Januar und noch hell genug bei Ankunft!) und am späten Nachmittag trank ich bereits ein Glas Champagner im Stubaital und erfreute mich bei Kaffee und Kuchen der wunderbaren Bergkulisse der Stubaier Alpen. Spaß macht das schon…

Wer also einen Aufenthalt in den Bergen plant und entweder die Möglichkeit hat, einen Shuttleservice des Hotels zu nutzen oder genug Zeit hat, die letzten Meter mit dem öffentlichen Nahverkehr zu überbrücken, dem kann ich diese Anreise-Variante empfehlen. Viele Regionen arbeiten ohnehin eng mit den Verkehrsverbünden zusammen, sodass ein Auto vielerorts gar nicht von Nöten ist. Es lohnt sich auf den Seiten der Regionen zu recherchieren oder direkt beim Fremdenverkehr nachzufragen!

Champagnerglas Stubaital

Wer sich bei der DB informieren möchte, findet Infos auf der Internetseite der Deutschen Bahn oder bekommt Auskünfte in den entsprechenden Reisezentren. Es gibt auch eine Informationsbroschüre der Bahn, die über die Anreisemöglichkeiten aufklärt. Mir ist allerdings nicht ganz klar, wie man sie bekommt. Weder im Reisezentrum in Hamburg, noch in München konnte man mir eine Broschüre aushändigen. Einfach noch einmal nachfragen!

Ich empfehle, auf jeder Reise mit der Bahn einen Sitzplatz zu reservieren. In München ist eine Umstiegszeit von einer halben bis dreiviertel Stunde ideal. Mich findet man dann immer an dem Stand von Vinzenzmurr mit den Leberkässemmeln :)

Wer in der Bahn arbeiten möchte, sollte sich im ICE einen Platz mit Steckdose sichern und ansonsten etwas Geduld mitbringen. Ich habe den HotSpot zum Surfen benutzt, aber so richtig Freude macht es nicht. Es gab streckenweise erhebliche Aussetzer. Beim ÖBB habe ich keinen Versuch gemacht.

Information und Buchung

DB Verkaufsstellen
Reiseservice Tel. 0180 699 66 33 (20 ct/Anruf aus dem deutschen Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 60 ct/Anruf)
www.bahn.de/gepaeckservice

Foto: Österreich Werbung/Peter Burgstaller

Foto: Österreich Werbung/Peter Burgstaller

Und hier noch ein paar Impressionen von unterwegs.  Vielleicht treffen wir uns mal im Zug?
bahnfahrt-inntal bahnfahrt-kaffee bahnfahrt bahnhof-innsbruck landschaft-bahn zillertalbahn-jenbach

Das Ticket für die Reise nach Innsbruck bekam ich von der DB - Danke.

Zug - München Brenner Verona

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Charis

Inhaberin bei wohlgeraten
Ich bin Charis, Inhaberin von wohlgeraten | Wir lieben Berge! Das ist mein Blog. Ich berichte über Reisen und Erlebnisse unterwegs - vielfach in den Alpen oder in Bergregionen, über Handwerk und Traditionen, lasse mir in den Kochtopf schauen oder teile Erfahrungen, die ich im Alltag mit wohlgeraten mache.
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4 Kommentare

  1. Also ich bin eigentlich immer mit dem Automobil unterwegs. Irgendwie finde ich Zugreisen nur anstrengend. Dein Beitrag inspiriert aber sich doch mal wieder in einen Zug zu begeben und in die Alpen zu fahren.

    Vielleicht werde ich ja doch noch ein Fan! :-)

  2. Brigitte sagt

    Das mit der Bahn zu bewältigen sieht zumindest von den Bildern her anstrengend aus.
    Und immer wenn ich einen Bahnhof im Morgengrauen sehe bekomme ich Gänsehaut :)

    Das Bild mit dem Sekt erinnert mich irgendwie an ein Hotel in Davos in dem ich mal war. Sieht sehr schön aus!

  3. Auch ich fahre immer gern mit der Bahn in die Berge. Allerdings ist man vor Ort oft ohne Auto etwas aufgeschmissen. Wer wandern und auf einen Gipfel will, hat es oft schwer. Da ich in letzter – und wahrscheinlich auch in nächster Zeit – häufiger vor diesem Problem stehe, suche ich immer wieder nach geeigneten Bahn-Zielen in den Bergen. Neulich bin ich mit DB und Meridian nach Flintsbach gefahren. Dort kann man ideal vom Bahnhof aus auf einen Gipfel wandern: http://www.breitengrad66.de/2016/02/10/auf-den-gipfel-des-grossen-riesenkopfs/
    Schöne Grüße
    Thomas

  4. Ungern fahre ich mit dem Auto lange Strecken. Schon gar nicht von Brixen nach Wismar, wo ich oft zu tun hatte oder nach Stuttgart, als ich noch meine Studenten dort betreute und jetzt viermal im Jahr nach Wörrstadt in Rheinhessen um mit anderen Sommeliers und Winzern Weine zu jurieren. Aber wenn ich von den ständigen Verspätungen und verpassten Anschlüssen erzählen wollte würde das diesen Rahmen sprengen. Von den Erstattungen könnte ich ganz schön weit Autofahren. Nur soviel: Von Brixen nach München und zurück nehme ich nun immer den Bus, der kostet nur die Hälfte hin und zurück – selbst bei BahnCard 50. Einmal abgesehen von den Fahrtzeiten, die ein Hin- u. Zurück an einem Tag mit der Bahn nicht möglich machen. Kein Wunder, dass sich inzwischen die Bahn mit eigenen Buslinien Konkurrenz macht. So war die Fahrt von München nach Bern damit schneller. Ein Merkwürdiges Mobilitätskonzept!
    Andreas Gottlieb Hempel

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