Allgemein, Rezepte, Aktuell, Gesundheit
Kommentare 1

7 Getränke zum Aufwärmen | Die besten Tipps für einen kalten Tag

Teetasse Maxima Gmundner Keramik

Einen Teebeutel ins Glas werfen, Wasser drauf, fertig. So kann man es natürlich auch machen, aber für mich gehört zum Aufwärmen mehr: Guter Geschmack und möglichst ein kleiner Vitamin-C-Kick!

Hier habe ich meine Lieblingsgetränke für einen kalten Tag (nicht nur im Winter) aufgeführt.

Heiße Wintergetränke

Salbei mit Zitrone

Mit Salbei und Zitrone versorgt man sich mit einer ordentlichen Portion Vitamin C. Salbei tut dem Rachen gut und hilft außerdem gegen übermäßges Schwitzen.

Ich bereite den Tee, indem ich eine halbe Zitrone auspresse und mit einigen frischen Salbeiblättern mit kochendem Wasser übergieße. Ein Löffel Agavendicksaft tut gut, da es sonst sehr sauer ist. Kann man sofort trinken!

Pastiglie Leone Salbei Limone

Heiße Zitrone

Heiße Zitrone trinke ich immer, wenn eine Grippe möglich scheint . Die große Dosis Vitamin C hilft meinst schnell aus dem ersten Frösteln heraus. In der Regel bekomme ich dann höchstens noch einen Schnupfen.

Eine ganze Zitrone wird ausgepresst und mit kochendem Wasser übergossen. In eine große Tasse gebe ich 1-2 Würfelzucker, wer mag kann Honig nehmen oder Kandiszucker. Hauptsache irgendwie süßen, denn sonst ist es doch ziemlich heftig…

Schnell gemacht. Sehr effektiv!

→ Ein Rezept, wie man aus den Zitronenschalen kandierte Zitronen macht, die sehr lecker auf Eis schmecken, findet ihr hier.

Charis und die heiße Zitrone

Ingwertee

Seit ich aus Japan eine Wasabireibe mitgebracht habe, trinke ich fast täglich frischen Ingwertee. Durch die Reibe wird der Ingwer fast zu Mus und ist so besonders intensiv. Viel stärker, als wenn man ihn nur in Scheiben schneidet. Gerade jetzt, wenn es draußen kalt ist, hilft das fantastisch beim Aufwärmen. Man benötigt ca. 2 cm Ingwerknolle für eine große Tasse.

Der Ingwer wird am effektivsten mit einem Löffel geschält, weil man so am wenigsten davon wegwirft. Wer keine Wasabireibe hat, reibt mit einer herkömmlichen sehr feinen Reibe. Das Ingwer-Mus ins Teeglas geben, kochendes Wasser drauf, kurz ziehen lassen. Wenn der Ingwer gerieben ist, ist er ohnehin sehr intensiv, sodass das nicht zwingend notwendig ist.

Wer nicht reiben mag, schneidet in Scheiben und lässt länger ziehen. Wer es scharf mag wie ich, trinkt ohne Honig, ansonsten nach Belieben.

Pastiglie Leone Ingwer

Bergkräutertee

Wenn Ingwer zu scharf und Zitrone zu sauer ist, hilft ein kräftiger Bergkräutertee. Kräuter, die in den Bergen oberhalb von 1000 m wachsen, haben nur eine sehr kurze Wachstumsperiode. Sie sind besonders aromatisch und dadurch auch besonders ergiebig.  Es braucht viel weniger Teeblätter, um einen kräftig aromatischen Geschmack zu erhalten. Der etwas höhere Preis, reguliert sich bei richtiger Dosierung wieder und man erhält einen Tee, der mit herkömmlichen Beuteltees nichts gemein hat.

Man gibt ein wenig von der frischen Kräutermischung in ein Teesieb. Dann mit heißem Wasser überbrühen und 5-8 Minuten ziehen lassen. Abseihen und möglichst ungesüsst trinken, weil der Geschmack so intensiver erhalten bleibt.

Braucht die Zeit zum Ziehen. Bergkräutertee schmeckt auch kalt.

→ Hier habe ich den Besuch bei einer Bergbäuerin beschrieben.
Den Tee gibt es auch bei wohlgeraten.

Bergbäuerinnen Kräuterbauernhof

Frische Minze

In den Genuss frischer Minze kommt nur, wer rechtzeitig auf dem Markt oder im Gemüseladen um die Ecke zugegriffen hat. Dann allerdings ist es köstlich und auch optisch eine Freude.

Die Minze sollte möglichst nicht aus dem Gewächshaus stammen, weil sie dann kaum intensiv schmeckt. Insofern ist es als Wintergetränk eher selten meine Wahl.

Der Minztee ist am schnellsten und einfachsten zuzubereiten. Einige Minzblätter gründlich abspülen und mit heißem Wasser übergießen. Kurz ziehen lassen. Die Blätter bleiben einfach im Glas. Kann man ungesüßt oder auch sehr stark gesüßt trinken.

Tee aus frischer Minze

Holundersaft

Wer im Sommer fleißig gesammelt hat, hat im Winter das beste Getränk gegen Fieber und Erkältungskrankheiten. – Früher stand vor vielen Häusern ein Holunderbusch. Die Beeren kann man unverarbeitet nicht geniessen. Ihr Saft gehört jedoch in jede gute Hausapotheke.

Ich habe bereits einmal beschrieben, wie man den Saft herstellt und wie man alternativ eine Suppe daraus bereiten kann. → Das Rezept findet ihr hier.

Für Nicht-Sammler gibt es fertigen Auszug aus Holunder zu kaufen. Ich rate zu einer Flasche aus dem Reformhaus, da er meist aromatischer schmeckt. Den Holundersaft muss man mit kochendem Wasser aufgießen. Niemals unverdünnt trinken, weil er dafür nicht gemacht ist! Schmeckt sehr fruchtig und ist schnell gemacht!

Holunderbeeren

Heiße Schokolade

Der Klassiker darf natürlich nicht fehlen. Heiße Schokolade gehört zu einem langen Sonntagsspaziergang in der Kälte genauso wie ein gutes Buch und das Sofa.

Ich bevorzuge dunkle Schokoladentäfelchen, die in heiße Milch eingerührt werden oder zartschmelzende Schokoflocken von Fenkart aus Vorarlberg. Es ist aber auch hier Geschmackssache ob süß oder zart bitter.

Das Grundprinzip ist gleich: Milch erhitzen und die Schokolade darin schmelzen lassen. Fertig!

Heiße Schokolade Tiroler Edle


Nun könnte ich der Liste noch Glühwein hinzufügen oder einen Zirbenschnaps – Das wärmt natürlich auch. Auch eine basische Gemüsebrühe wärmt und tut dem Magen gut.

Ich habe absichtlich auf Hochprozentiges verzichtet und hier nur die alkoholfreien Möglichkeiten aufgeführt.

Welche sind Eure Lieblinge? Habt Ihr Ideen für mich? 


Pastiglie Leone, Tassen mit Hirsch oder Skifahrer und einiges mehr gibt es bei wohlgeraten

Zirbenschnaps

 

Folge mir!

Charis

Inhaberin bei wohlgeraten
Ich bin Charis, Inhaberin von wohlgeraten | Wir lieben Berge! Das ist mein Blog. Ich berichte über Reisen und Erlebnisse unterwegs - vielfach in den Alpen oder in Bergregionen, über Handwerk und Traditionen, lasse mir in den Kochtopf schauen oder teile Erfahrungen, die ich im Alltag mit wohlgeraten mache.
Folge mir!

1 Kommentare

  1. Andreas Gottlieb Hempel sagt

    Gegen eine beginnende Erkältung, schon beim ersten Halskratzen, 40 Tropfen Meditonsin im Mund zergehen lassen. Wenn es nicht gleich besser wird, dann alle 2 Stunden nochmal 20 Tropfen.
    Wichtig: muss bei den ersten Anzeichen genommen werden – später nützt es nichts mehr.

    Ansonsten auch mal was Hochprozentiges: den italiensichen Kräuterschnaps Alpestre, einen großen Schluck in eine Tasse mit heißem Wasser aufgießen, sich benebeln lassen und die beginnende Erkältung ist weg.

    Ansonsten schwöre ich auf Ingwer, gerieben, heiß aufgegossen, nochmals aufkochen – aber bitte ohne Zucker. Bei Milch bin ich kritisch – sie ist etwas für Kälber, sie verschleimt und verklebt die Darmwände so dass das angeblich so wichtige Kalzium das Blut nicht erreicht. 6-8 Mandeln enthalten soviel Kalzium wie ein Liter Milch (die schon gar nicht kalt aus dem Kühlschrank getrunken werden sollte (am besten drauf verzichten!).

Jeder Kommentar freut mich!