Alle Artikel in: Top 5 Museen

Eingang – MMM Ortles Sulden

Vom Berg verschluckt auf dem Weg zum Yeti: das MMM Ortles in Sulden

Die Temperaturen sind niedrig, die Umgebung rauh, die Berge schroff: wer Sulden (1900 m ü.M.) erreicht, hat den mediterranen Charme des Meraner Landes schnell vergessen. Hier oben spürt man unweigerlich das Gebirge. Ein leichtes Gefühl von Ohnmacht macht sich breit. Vielleicht ist es die Ehrfurcht vor dem gewaltigen Großen, die den kleinen Ort im Südtiroler Vinschgau zu einem besonderen Platz macht. Zu Füßen des Ortlers fühlt der Mensch sich klein und kann zur Ruhe kommen. Oder sich aufmachen das End‘ der Welt zu besuchen: das Messner Mountain Museum Ortles, das dritte von insgesamt sechs Museen des Bergsteigers mit dem Thema „Berge und Eis“. „End‘ der Welt nannten die Suldner den Gletscher hoch über ihren grauen Schindeldächern. Die Bauern wussten, dass sie der Herrgott auf steinigen Nährböden in den hintersten Talwinkel gesetzt hatte, aber sie bissen sich innig wurzelnd fest wie eine Bergföhre, deren Samenkorn der Zufallswind ins Geröll verwehte.“ (Fritz Schmitt, Schriftsteller und Alpinist *Quelle: MMM Ortles)

Nordic Ski Centre Planica

Einfach mal fliegen… Das Nordic Ski Centre Planica

Wer den Süden Kärntens bereist und/oder auf dem Alpe-Adria-Radweg Richtung Süden radelt, dem möchte ich einen kleinen Abstecher auf der SS54 von Tarvis/Italien in Richtung Slowenien ans Herz legen. Am Fuße des Ponca-Gebirges befindet sich das Nordic SkiCentre in Planica. Das Tal ist ein lang gestrecktes Gletschertal im nördlichen Teil der Julischen Alpen. Hier gibt es nicht nur eine weltweit bekannte Skisprungschanze, sondern außerdem diverse kleinere Übungsschanzen und ein interessantes Museum, dass den Besucher einen Blick hinter die Kulissen der nordischen Sportwelt werfen lässt. Er kann selbst aktiv werden und in Ansätzen erleben, wie sich Skispringen anfühlt. Ein unterhaltsames Vergnügen.

Edition Raetia Frauen im Aufstieg

Frauen im Aufstieg | Eine weibliche Sicht auf die Berge

Hittisau. Bregenzerwald. Gibt es eine weibliche Sicht auf die Berge? – Diese Frage hat sich das Frauenmuseum in Hittisau in diesem Jahr gestellt. Die Ausstellung, die am 26.10.2016 mit einer Finissage endet, malt ein umfassendes Bild über die Rolle der Frau im alpinen Raum. Von der Bergbäuerin über Bergsteigerinnen bis hin zum Bild der Frau in der Werbung werden zahlreiche spannende Exponate zusammengetragen. Einiges stelle ich hier vor. – Wer die Ausstellung verpasst hat, dem empfehle ich als Alternative das Buch „Frauen im Aufstieg“. Es ist bei Edition Raetia erschienen und diente als Grundlage für die Ausstellung.

Karl Platino - Onkel Taa - Südtirol

Südtiroler Geheimnisse: Wer ist Onkel Taa?

Südtirol. Bad Egart. Wenn ich Karl Platino beschreiben müsste, sehe ich ihn als redegewandten, vielseitig interessierten Sammler vor mir. Denn genau so habe ich ihn kennengelernt. „Onkel Taa“ – der große Unbekannte, dem ein wunderbares Restaurant gehört, welches seine Tochter Janett bewirtschaftet und ein unglaubliches Museum mit einer Sammlung, die ihresgleichen erst einmal suchen muss. Karl Platino ist Südtiroler. Getroffen habe ich ihn zusammen mit meiner Familie im Mai 2016.

Salzburger Freilichtmuseum – Alpenländische Vergangenheit

Großgmain. Unweit Salzburgs, nah an der Grenze zu Deutschland befindet sich in ländlicher Umgebung das Salzburger Freilichtmuseum. Auf einem riesigen Freiluftareal von 50 ha laden seit 1984 zahlreiche traditionelle Bauernhäuser aus den unterschiedlichen Regionen des Salzburger Landes zu einer Besichtigung ein. Sie stammen aus den fünf  Gauen: Flachgau, Tannengau, Pongau, Lungau und Pinzgau. Einiges wurde auch aus Bayern „importiert“.

Schreibmaschinenmuseum Partschins | Von Olivetti bis Mailing Hansen

In Partschins im Meraner Land/Südtirol findet man in einem modernen Museums-Bau nicht nur die Ursprünge der Evolution der Schreibmaschine, sondern auch viele aufregende Seitenarme auf dem langen Weg der Textverarbeitung.  Ein kleines Schild an der Straße weist den Weg:  Schreibmaschinenmuseum Partschins. Wir toschmunzeln. Ein Schreibmaschinenmuseum. Hier? Zahlreiche Bauernhöfe, Apfelplantagen und Weinberge lassen gute Küche vermuten. Auch Wandern und Bergsteigen ist ein großes Thema. An die Erfindung der Schreibmaschine erinnert hier nun wirklich nichts. Wir fädeln uns die schmalen Sträßchen hinauf, folgen den Schildern und landen auf einem kleinen Parkplatz direkt vor dem Museum. Es ist später Nachmittag. Viel Zeit bleibt nicht. Das Schreibmaschinenmuseum Peter Mitterhofer ist ein moderner Neubau inmitten der kleinen Ortschaft, die ansonsten für einen imposanten Wasserfall am Fuße des Naturparks Texelgruppe bekannt ist. Wer den Meraner Höhenweg wandert, kommt an Partschins vorbei.

Montanmuseum Alt-Böckstein – Dem Salzburger Gold auf der Spur

Gasteinertal. Alt-Böckstein. Unauffällig liegt Altböckstein weit hinten im Gasteinertal. Kurz bevor man den Berg linkerhand Richtung Heilstollen abbiegt oder weiter bis Sportgastein hindurchbraust, liegt zu rechten die kleine Siedlung bunter Häuser, die doch einen so großen Teil der Gasteiner Geschichte erlebt und geprägt hat. Einige dieser Häuser sind sehr alt und dort, wo früher Goldbarren gegossen wurden, ist heute ein Museum: Das Montan Museum Altböckstein! Ein vor allem in den Sommermonaten lohnendes Ausflugsziel im Gasteinertal!

MMM Firmian – Am Lagerfeuer mit Reinhold Messner

Bozen/Sigmundskron. Es nieselt. Der Sommertag war ungewöhnlich nass für Südtiroler Verhältnisse. Das Wetter schlägt Kapriolen, was Einheimische wie Urlauber verwirrt. Auch ein Urgestein wie Reinhold Messner, der bestätigt einen solchen Sommer in Südtirol noch nie erlebt zu haben. Wer jetzt eine düstere Ansprache zur Klimakatastrophe und zum Ende aller Tage erwartet, ist jedoch auf der falschen Fährte.

Gmundner Keramik: Österreichs Geschirr-Manufaktur am Traunstein

Salzburger Land. Gmunden. Die markanten Konturen des Traunsteins stechen mir zuerst ins Auge, als ich auf Gmunden zufahre. In Gmunden ist die Keramik zuhaus. Erste Erwähnungen sind auf das Jahr 1492 datiert. Bis ins 17. Jahrhundert geht das bekannte Muster „grün geflammt“ zurück und 1905 wird das Gebäude erbaut, in welchem noch heute die Fertigungsräume liegen und deren Besuch ich hier kurz beschreiben möchte. Gmunder Keramik ist ein variantenreiches Geschirr, welches zu 100% in Österreich gefertigt wird. Jedes Teil wird im Haus gegossen, gebrannt, bemalt und verpackt. Jedes Stück ist ein Unikat. Die Geschirrserien sind traditionell und aufgrund moderner Fertigungstechniken dennoch zeitgemäß im Design und in der Ausrüstung. Alle Teile Gmundner Keramik sind seit 2003 spülmaschinenfest und mikrowellengeeignet. Nach schwierigen Zeiten ist es gelungen den Traditionsbetrieb auf neuen Kurs zu bringen. Nicht ganz leicht war es, denn zahlreiche Inhaberwechsel und die starke Konkurrenz von Billigimporteuren drohten dem alten Unternehmen, welches 87% der Österreicher kennen und wovon in fast jedem Haushalt Österreichs ein Teil steht, das Wasser abzugraben. Im Folgenden beschreibe ich meine Eindrücke von einer …