Alle Artikel in: Reise

Urlaub in den Alpen. Persönliche Reisetipps für Ferien in den Alpenregionen.

Spitzbuben bzw. Linzeraugen

Hausfreunde und Spitzbuben: Keksrezepte aus Kärnten

Das Licht im Herd leuchtet, die ersten Kekse liegen auf dem Blech: eines der schönsten Zeichen für die Vorweihnachtszeit. Dieses Glück hatte ich gestern im Hamburger Kochkontor, einer interessanten Eventlocation, in der man nicht nur kochen, sondern vor allem hemmungslos in Kochbüchern stöbern kann. Das Urlaubsland Kärnten hatte zu einer Präsentation des Kärntner Winters eingeladen und eigens zwei Keksbäckerinnen aus Spittal an der Drau mitgebracht. Vom Schnee konnten sie uns nur erzählen, aber als der erste Puderzucker auf die Kekse rieselte hatte man eine Idee davon und spätestens als die Marillenmarmelade aus den Spitzbuben auf der Zunge zerging, war die Sehnsucht nach den Bergen da. Die Kärntener Keksrezepte sind lecker und einfach nachzumachen: ich habe sie mitgebracht. Kärnten hat nicht nur einen schönen und schneereichen Winter, auch der Genuss steht im Vordergrund. Die Region ist die erste Slowfoodregion Österreichs. Wer Schneeschuhwanderungen liebt, auf Naturseen Eislaufen gehen möchte oder bei Fackelschein durch den Winterwald stapfen: Kärnten ist vielseitig. Es lohnt sich den Winter in den Bergen zu entdecken.

Wagen mit Fango-Eimern

Mein erstes Fango – Kuren in Abano Terme

Die Idee eine eine Fango-Kur zu machen, stammte tatsächlich nicht von mir. Ich bekam den Aufenthalt von meiner Familie geschenkt, wie hätte ich ablehnen sollen? Neugierig ließ ich mich auf das Experiment Fango in den Euganeischen Hügeln ein. Zunächst vorsichtig und skeptisch, dann mit zunehmender Begeisterung und letztlich mit dem Effekt, dass es mir tatsächlich sehr viel besser ging. Mein Rücken war nicht mehr so verspannt wie früher, meine Laune positiv beeinflußt und das unumgehbare Stillliegen auf den Fango- und Massage-Liegen verbesserte nachhaltig meine Konzentrationsfähigkeit. Ich schaffte es wieder aufmerksamer zuzuhören oder einer unangenehmen Tätigkeit geduldiger nachzugehen.

Thermalwasserpool

Schlamm und Dolce Vita: Fango in Abano Terme

Wenige Kilometer vom romantischen Venedig und der alten Universitätsstadt Padua entfernt, liegen die italienischen Kurorte Abano und Montegrotto  Terme. In dieser Region, nahe der Euganeischen Hügel hat sich bereits in der Antike eine außergewöhnliche Bäderkultur entwickelt, die auf natürliche Thermalquellen zurückzuführen ist. Das Besondere an den heißen Quellen ist der Reichtum an gelösten mineralischen Substanzen, welcher durch eine kilometerlange Wanderung des Wassers durch unterirdische Gesteinsschichten zu erklären ist. Das warme Wasser, vulkanischen Ursprungs, zieht hauptsächlich Gäste in gehobenem Alter an und das nicht erst seit heute. Ein wenig Kleingeld ist zudem hilfreich. Schon Goethe und andere kluge Geister haben ihre müden Knochen in das heilsame Sprudelwasser Abanos getaucht und auf die Wirkung des Jungbrunnens vertraut. Als Szenetreff eignet sich der Kurort (er gilt als einer der größten weltweit) eher weniger. Wieso ein Besuch sich dennoch und schon deutlich vor Eintreten der Altersstarrheit lohnt und sogar Spaß machen kann, soll dieser Artikel erläutern.

Steinbockpromenade Pontresina

Auge in Auge mit dem König der Alpen: die Steinbock-Promenade von Pontresina

Pontresina. Engadin. Ende April, wenn der Schnee in den Schweizer Bergen nach und nach verschwindet und sich frisches Grün auf Graubündens Almwiesen ausbreitet, machen sich die Steinböcke auf den Weg nach Pontresina. Dann bewegen sich die majestätischen Tiere, bekannt für ihre imposanten Hörner (die bis zu 20 kg wiegen können) und ihre akrobatischen Kletterkünste, bis tief hinunter ins Tal. Auf der Steinbock-Promenade oberhalb der kleinen Engadiner Gemeinde zeigen sie sich Neugierigen so nah wie ganz selten.

Blick ins Val Roseg

Stille Schönheit: Pontresina im Schweizer Engadin

Auf der Fahrt in die Berge habe ich eine alte Postkarte dabei. „Pontresina“ steht in kleinen Buchstaben in der oberen linken Ecke. Die Aussicht ist vielversprechend: saftige Bergwiesen, städtisch anmutende Hotelbauten und weiße Alpengipfel sind zu erkennen. Auf der Rückseite der Karte schreibt ein Paul an ein Mäxchen nach Mannheim, wie schön es hier sei. Ob ich es auch so vorfinden werde? Schließlich ist die Karte schon rund 100 Jahre alt…

Schauplätze der Architektur in Südtiol - Folio Verlg

Von Sommerfrische bis Apfelsauna | Schauplätze der Architektur in Südtirol

„Baukultur erleben“ steht in schwungvoller Schrift auf dem Cover des neuen Buches „Schauplätze der Architektur in Südtirol“ vom Folio-Verlag und Südtirol ist in der Tat ein Paradies für Architekturliebhaber. Die jährlich im Mai/Juni stattfindenden Tage der Architektur in Südtirol sind ein fantastisches Beispiel dafür: Besucher und Bewohner der Region sind eingeladen, einen Blick hinter die Kulissen der hiesigen „Baukultur“ zu wagen. Aber was versteht man unter Baukultur? Buchautor David Calas, selbst Südtiroler, nimmt den Leser auf 136 Seiten seines Buches mit, die Beweggründe und Entscheidungen von Architekten, Bauplanern und Ausführenden zu entdecken. Er führt in luftige Höhen hinauf, steigt in neu interpretierte Keller herunter und beweist, das Architektur nicht die Erstellung eines Prestigeobjektes bedeutet, sondern vor allem der Lebensqualität von Bewohnern und Anwohnern dient. Architektur will bewohnt und erlebt sein.

Eingang – MMM Ortles Sulden

Vom Berg verschluckt auf dem Weg zum Yeti: das MMM Ortles in Sulden

Die Temperaturen sind niedrig, die Umgebung rauh, die Berge schroff: wer Sulden (1900 m ü.M.) erreicht, hat den mediterranen Charme des Meraner Landes schnell vergessen. Hier oben spürt man unweigerlich das Gebirge. Ein leichtes Gefühl von Ohnmacht macht sich breit. Vielleicht ist es die Ehrfurcht vor dem gewaltigen Großen, die den kleinen Ort im Südtiroler Vinschgau zu einem besonderen Platz macht. Zu Füßen des Ortlers fühlt der Mensch sich klein und kann zur Ruhe kommen. Oder sich aufmachen das End‘ der Welt zu besuchen: das Messner Mountain Museum Ortles, das dritte von insgesamt sechs Museen des Bergsteigers mit dem Thema „Berge und Eis“. „End‘ der Welt nannten die Suldner den Gletscher hoch über ihren grauen Schindeldächern. Die Bauern wussten, dass sie der Herrgott auf steinigen Nährböden in den hintersten Talwinkel gesetzt hatte, aber sie bissen sich innig wurzelnd fest wie eine Bergföhre, deren Samenkorn der Zufallswind ins Geröll verwehte.“ (Fritz Schmitt, Schriftsteller und Alpinist *Quelle: MMM Ortles)

Landwasser Viadukt - Graubünden

Einladung zum Staunen: mit der Rhätischen Bahn durch die Schweizer Berge

Schnaufend schraubt sich die Bahn den Berg hinauf. Kurve rechts, Kurve links, vorbei an idyllischen Wiesen und alten Heustadeln und durch viele viele Tunnel. Es regnet. Hinter den Nebelschwaden lassen sich die Schweizer Berge erahnen, aber das eigentliche Erlebnis sind die Kurven, in denen man den Zug von der Seite sehen kann. Was für eine Freude! Wohl dem, der einen Platz am Anfang oder Ende gefunden hat. Der kommt in den vollkommenen Genuss!

Nordic Ski Centre Planica

Einfach mal fliegen… Das Nordic Ski Centre Planica

Wer den Süden Kärntens bereist und/oder auf dem Alpe-Adria-Radweg Richtung Süden radelt, dem möchte ich einen kleinen Abstecher auf der SS54 von Tarvis/Italien in Richtung Slowenien ans Herz legen. Am Fuße des Ponca-Gebirges befindet sich das Nordic SkiCentre in Planica. Das Tal ist ein lang gestrecktes Gletschertal im nördlichen Teil der Julischen Alpen. Hier gibt es nicht nur eine weltweit bekannte Skisprungschanze, sondern außerdem diverse kleinere Übungsschanzen und ein interessantes Museum, dass den Besucher einen Blick hinter die Kulissen der nordischen Sportwelt werfen lässt. Er kann selbst aktiv werden und in Ansätzen erleben, wie sich Skispringen anfühlt. Ein unterhaltsames Vergnügen.

Bayrische Alpen - Brauneck

Rund um den Brauneck: Eine Wanderung zur Stie-Alm

Lenggries. Oberbayern. – „Geschafft!“ Mit einer großen Himbeerlimonade lasse ich mich vor der Stiealm auf einer Bank nieder. Die Aussicht ist fantastisch. Die Wanderung von Lenggries herauf hat sich gelohnt! Der Aufstieg auf den Brauneck, dem Hausberg der Lenggrieser wird mit einer Aussicht weit über die Höhenzüge des Karwendels belohnt. Hier oben ist Ruhe. Die Stiealm ist die höchste bewirtschaftete Alm am Berg. Nur ein paar Meter höher gibt es noch eine dazugehörige Selbstversorgerhütte. Und wer kommt, der bleibt am besten über Nacht. ♥ Bilder und Infos zur Stie-Alm gibt es HIER.

Reiselust - Parkhotel Laurin Bozen

Reiselust und Herzenswärme – Bronzeschilder vor dem Parkhotel Laurin in Bozen

„Was ist das?“ habe ich mich bei meinem ersten Spaziergang vorbei am Parkhotel Laurin in Bozen gefragt. Die runden, auffälligen Bronzeschilder auf dem Gehweg hatten es mir angetan und ich fotografierte einige von ihnen. Verschiedene Begriffe zu Sinneswahrnehmungen und zum Reisen waren da zu finden. Von Reiselust über geniessen bis Herzenswärme. Einen Zusammenhang konnte ich nicht erkennen, aber es sah interessant aus. Fast ein ganzes Jahr später war ich wieder in der Stadt, diesmal zu den Tagen der Architektur in Südtirol. Jeden Morgen verabredete ich mich mit unserer Begleiterin Uta vor dem Eingang des Parkhotel Laurin und lief immer wieder über die bronzenen Kreise mit den Worten hinweg.

Alter Wegweiser zur Karalm

Um Elf auf den Elfer – Wanderung zur Stubaier Karalm

Zum Sommer in den Bergen gehören Besuche bewirtschafteter Almen und Hütten. Diese Bergtouren können schweißtreibend sein. Aber sie müssen es nicht: Wenn man es nämlich geschickt aussucht, dann kann es selbst im Hochgebirge ein gemütlicher Tag werden. Eine Wanderung, die diesem Anspruch gerecht wird und trotzdem den Eindruck einer richtigen Gebirgswanderung vermittelt, habe ich in Neustift im Tiroler Stubaital gemacht. Die Wanderung zur Karalm über die Elferhütte ist eine überschaubare Tagestour. Trittfestigkeit ist erforderlich, aber ansonsten ist der Anspruch eher gering.

Landwirtschaftsschule Auer

Tage der Architektur in Südtirol | Ein Blick hinter die Kulissen

Südtirol entdecken, das bedeutet für die meisten Urlauber sportliche Betätigung in den Bergen, gutes regionales Essen, ein Besuch der Museen oder Entspannen in einem der fantastisch gelegenen Wellness-Hotels. Und tatsächlich – damit macht man schon (fast) alles richtig. Dass die Region jedoch noch weit mehr zu bieten hat, davon habe ich mich auf zahlreichen Reisen in den letzten Jahren überzeugen können. Vor allem die Architektur Südtirols, die an vielen Orten eine spannende Symbiose zwischen Tradition und Modernität eingeht, fasziniert. Eine wunderbare Möglichkeit, in diese Thematik einzutauchen, sind die „Tage der Architektur in Südtirol“. Eine Veranstaltung, die tiefe Einblicke in das Leben der Südtiroler gewährt. Auf den geführten Rundgängen hat der Gast die Chance, ein großes Stück Alltag aufgezeigt zu bekommen. Tage der Architektur in Südtirol – Was steckt dahinter? Die Tage der Architektur in Südtirol werden seit 2015 einmal jährlich von der Architekturstiftung Südtirol organisiert. Sie finden Ende Mai oder Anfang Juni statt und erstrecken sich über die gesamte Region von den Dolomiten bis hoch in den Vinschgau, von der österreichischen Grenze bis in Südtirols Süden. Auf geführten Ganz- oder Halbtagstouren erhalten …

Rinnensee Tirol

Geliebtes Stubaital | Wanderung zu Franz-Senn-Hütte und Rinnensee

Stubaital. Tirol. Auf Berge zu steigen bedeutet Anstrengung. Die Belohnung für jede Wanderung – es muss kein Gipfelsieg sein – ist oft eine wunderbare Aussicht.  Ein Ort an dem das gelingen kann, ist der Rinnensee oberhalb der Franz Senn Hütte im Tiroler Stubaital. Der Rinnensee ist einer der schönsten Bergseen in Tirol und die Aussicht hier oben einfach fantastisch. Die Wanderung ist einfach, als Tagestour geeignet und sowohl allein, als auch mit Kindern durchführbar. Normale Trittfestigkeit, etwas Kondition und geeignete Wanderausrüstung reichen vollkommen, um diese Tour zu bewältigen.

Che bella Vista Ferienhaus in Ligurien

Che Bella Vista | Ferienhaus zwischen Bergen und Meer

Vogelgezwitscher umgibt mich, in der Ferne bellen Hunde, Bienen surren durch Lavendel und blühenden Rosmarin. Ich sitze auf der Terrasse vor dem Ferienhaus Che Bella Vista in den ligurischen Alpen. Vor mir liegen die Hügel des Diano-Tales mit zersiedelten Dörfern und in der Ferne leuchtet das türkisblaue Meer. Türkis, diese kitschige Farbe aus dem Kindermalkasten, die gibt es hier wirklich. Im Rücken spüre ich die wärmende Hauswand. Es ist frischer, als gedacht an diesen frühen Maitagen. Sonne und blauer Himmel täuschen darüber hinweg, dass der Sommer hier oben noch längst nicht gekommen ist. Man könnte traurig sein, aber das wäre dumm, denn dieses Haus, die einmalige Lage und die Vielfältigkeit der ligurischen Küstenlandschaft entschädigen für alles. Auch dafür, dass das Thermometer im Pool erst 17°C anzeigt. Egal – bei dieser Aussicht, werf ich mich auch ein paar Grad kälter in die Fluten.

Gasteinertal

„Atme die Berge“ | Yogafrühling im Gasteinertal

Die Berge einatmen: das möchte ich jedes Mal, wenn es zurück in den Norden geht. Umso schöner ist es, wenn es jährlich wiederkehrende Termine gibt. Gute Gründe schon beim Abschied, den nächsten Besuch zu planen. Ein schöner Termin dieser Art sind die Yogatage im Gasteinertal, die ich im Frühling 2016 erstmalig besucht habe. Einen Bericht findet man hier: Yogatage Gastein – Einatmen, ausatmen, glücklich sein Auch in diesem Jahr findet der Yogafrühling statt. Inzwischen bereits zum vierten Mal und Initiatorin Elfi S. Mayr aus Wien wird nicht müde, neue Ideen und Konzepte mit den Gasteinertalern zu entwickeln. Der Yogafrühling – „Atme die Berge“ 24.5. – 5. 6. 2017 

Lauben - Shopping in Bozen

Ein Tag in Bozen | Die besten Shoppingtipps

Bozen ist Lebensart, Genuss, Flair. Die Stadt am südlichen Alpenrand fasziniert mich seit Jahren und wann immer sich die Gelegenheit ergibt, mache ich hier einen Stopp und geniesse den Espresso in der italienischen Sonne. Stadtrundgänge beginnen und enden fast immer am viel frequentierten Waltherplatz, meist verbunden mit einem Spaziergang durch die Lauben. Aber Bozen ist ja weit mehr. Beim letzten Südtirol-Besuch, haben wir deshalb einen Streifzug durch das innenstadtnahe Umfeld gemacht und dabei sehr schöne, deutlich unbekanntere Orte entdeckt. Altbewährtes in der Innenstadt ist natürlich auch dabei. Das sind meine Tipps für einen Citytrip durch Bozen:

Mathematik in der Stadt Bozen

Mathematik erlebbar machen | Ein Projekt der Stadt Bozen

Mathematik ist in der Regel eine recht trockene Angelegenheit, denn obwohl wir tagtäglich davon umgeben sind, ist uns ihr Einfluss oft gar nicht bewusst. Umso spannender fand ich eine Aktion, auf die ich eher per Zufall bei einem Spaziergang durch Bozen gestoßen bin. Neben einer alteingesessenen Messerschleiferei, die ich des öfteren besuche, wurde ich durch die im oberen Bild gezeigte Tafel auf das Projekt aufmerksam und habe ein wenig recherchiert.