Alle Artikel in: Reiseberichte

Berichte über eigene und fremde Reiseabenteuer! Vielfach in und um die Alpen.

Vivamayr Altaussee Glaubersalz

VIVAMAYR | Weniger ist wieder mehr: Vom Glück, sich gut zu fühlen

Weder Kaffeetasse noch Weinglas stehen neben mir, während ich diesen Text schreibe. Dabei gehörten sie zu meinen Ritualen, wie das Zähneputzen am Morgen oder Abend. Meine Magen- und Rückenschmerzen  – ohne die meine Tage 2016 kaum mehr denkbar waren – sie sind verschwunden. Meine Migräne hat sich seit Wochen nicht gemeldet und das Beste: Ich habe abgenommen. Nicht nur ein oder zwei Kilo sondern richtig viel: Mir passt nach langer  Zeit mein Lieblingskleid und ich führe trotzdem kein freudloses Leben. Und weil ich mich wirklich darüber freue, wird dieser Bericht möglicherweise etwas persönlicher als andere in diesem Blog, denn meine Gesundheit hat in der Öffentlichkeit normal nichts zu suchen. Ich schildere meine Eindrücke, um Abläufe verständlicher zu machen, zum Teil um Mut zu machen, es selber zu probieren. Denn eines weiß ich inzwischen: die Erfahrungen, die ich bei Vivamayr Altaussee gemacht habe, sind kein Einzelfall. Stars wie Kate Moss (die einen Tag nach mir anreiste) und zahlreiche andere bekannte und weniger bekannte Gäste schwören darauf. Wenn sie es schaffen, warum nicht auch wir? Mit Berichten zu meiner Kur und der Weitergabe …

Vivamayr Altaussee Glaubersalzflaschen

Durchbeißen! | Tagebuch meiner VIVAMAYR-Kur

Im November 2016 war ich für eine Woche zu Besuch bei VIVAMAYR Altaussee im Steirischen Salzkammergut. Hier berichte ich über meine Erlebnisse während einer modern interpretierten F.X.Mayr-Kur.  → Link zum Gesamtüberblick Anfang November 2016 hatte ich es angekündigt: ich wollte mich für einige Tage ins Steirische Salzkammergut begeben, um im Haus von VIVAMAYR Altaussee eine moderne F.X.Mayr-Kur zu machen. Was mich erwartet? – Keine Ahnung. Ob es hilft? – Keine Ahnung. Verändert es meine Gewohnheiten, reguliert sich mein Gewicht, was passiert eigentlich mit mir? – Alles Fragen, auf die ich zunächst keine Antwort hatte. Nun mehrere Wochen später, kann ich es beurteilen und möchte die Prinzipien dieser Kur, meine Erlebnisse und Resultate vorstellen. Um den Ablauf der Kur besser verstehen zu können, habe ich ein Tagebuch vor Ort geschrieben.

Wasserbecken Thermalbad Hotel Miramonte

Thermalbaden im Miramonte – Bitte nicht stören. Hier wird noch entspannt!

Bad Gastein. Ein provokantes Uhr-Ticken unterbricht die Stille in dem mit altmodischen Fliesen gekacheltem Raum. Retro-Kurbetrieb nennen sie es hier und irgendwie beschreibt es das was angeboten und gelebt wird auch sehr gut. In einer in den Boden eingelassenen Sitzbadewanne mit Stufen nehme ich ein Thermalbad in dem mit Radon angereichertem Wasser der Gasteiner Heilquelle. Ein schwarzer Gummischlauch liegt neben dem Becken, seitliche Haltegriffe zum Aussteigen und auch die braunen Furnierholz-Türen mit den Messinggriffen, verströmen den Charme einer längst vergangenen Zeit. Auch die komisch tickende Uhr an der Wand.

Kaffee Wiese Barfuss

Yogatage Gastein – Einatmen, ausatmen, glücklich sein

Bad Gastein. „Einfach mal fallenlassen“ –  Was gemeinhin gern als Floskel verwendet wird: Bei meinem Einstieg in die Yogatage Gestein bekommt es eine völlig neue Bedeutung. Für ein paar Tage bin ich in dieses schöne Tal eingeladen. Große Vorkenntnisse von dem was mich erwartet, habe ich nicht. Ich kenne den Sonnengruß und ein paar Grundbegriffe, aber Aerial-Yoga, Lachyoga oder meditatives Wandern zu Kraftplätzen? Was sich dahinter verbirgt, das weiß ich nicht.

Sonnige Wintertage in Serfaus-Fiss-Ladis

Serfaus-Fiss-Ladis. Tirol. Geruhsam zuckelt der Zug von Hamburg gen Süden. Am Hauptbahnhof München gibt es eine Leberkässemmel. Dann geht es weiter durch das Inntal. Nach 8,5 Stunden Fahrt inklusive der Leberkäsesemmel-Pause trete ich in Innsbruck auf den Bahnsteig und genieße den abendlichen Blick auf die Nordkette. Hallo Tirol | Eine Kurzreise ins Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladis

Ziegen, Schnaps und sehr viel Berg – Kurzreisen nach Vorarlberg und Tirol

„Danke“ murmelt mein Nachbar freundlich und stürmt an mir vorbei. Zwei Stockwerke muss er rauf. Beide Hände sind frei. Ich trottel mit meinen drei Gepäckstücken hinterher in meine Hamburger Wohnung im vierten Stock. Auf den Treppen nach oben ist Zeit die Gedanken 48 Stunden zurück ziehen zu lassen. Da stand ich vor dem Lift des Parkhotels von Hall in Tirol. „Ich bring sie fix hoch.“ Der ältere Herr, der eigentlich anderes zu tun hatte, schnappt meinen Rollkoffer und steht sofort im Lift. Ein paar freundliche Worte und schon bin ich mit Sack und Pack auf meinem Zimmer. Willkommen in Österreich! Diese Gastfreundschaft kann süchtig machen.

Die Drei Zinnen – Eine Wanderung mit Folgen

Südtirol. Ob es für ein Unternehmen tatsächlich eine exakte Geburtsstunde gibt oder ob es viele kleine Faktoren sind, die sich wie ein Puzzle zusammenfügen: Ich weiß es nicht. Wenn es für meinen Wohlgeraten jemals so etwas wie eine Initialzündung gab, dann fand diese wohl hier statt: in der wunderbaren Umgebung der Sextener Dolomiten, an den Drei Zinnen in Südtirol.

Vorarlberg – Das bescheidene Juwel

Vorarlberg. Beim Reisen ist es manchmal wie mit der Liebe. Man begegnet sich mehrfach und nichts passiert. Man quert einen Landstrich, findet ihn schön. Dabei bleibt es. Dann, mit etwas mehr Zeit und Muße, erkennt man plötzlich, da ist mehr als gedacht. Man wird neugierig und mit ein wenig Glück,  verliebt man sich. Es entsteht der Wunsch mehr zu entdecken. Und genau das, könnte sich so in der Region Vorarlberg, dem kleinsten Bundesland Österreichs abspielen!

Gold auf 1130 m Seehöhe: Bergkräutertee!

Kärnten. Es ist gegen halb sieben Uhr morgens, als ich nach einer Nacht im Auto von Kärnten in Richtung Südtirol weiterreise. An der Straße sehe ich Schilder, die auf Kräutergärten und ähnliches verweisen. Ich biege auf gut Glück ab, fahre durch den nächsten Ort hindurch und folge wahllos Schildern, die zu Bergbauernhöfen führen. Meine Abenteuerlust ist geweckt und ich bin sicher, etwas zu entdecken. Um sieben Uhr morgens stehe ich vor einem wunderbar am Hang und in der Sonne gelegenen Bergbauernhof. Ich befinde mich 1130 m über dem Meeresspiegel.

Wollsocken von Steiner 1888 - wohlgeraten.de

Wolle vom Dachstein: Die Lodenwalke Steiner 1888

Mandling. Steiermark. 1888 steht in großen Lettern am Eingang zur Lodenmanufaktur Steiner 1888 in Mandling an der Südseite des Dachsteins. 1888 ist auch das Jahr der Gründung dieser uralten und von Traditionen geführten Wollmanufaktur am äußersten Rande der Steiermark. Auf meinem letzten Besuch in Österreich war ich vor Ort und habe mich in der Steiner Wollwelt durch die Produktion führen lassen. Ein spannendes Vergnügen, in dem viel Wissenswertes über Wollproduktion und das Hause Steiner vermittelt wird. (Immer Montags und Donnerstags 10.00 Uhr und 15.00 Uhr für Gäste!) Seit 125 Jahrn existiert die Wollmanufaktur Steiner 1888, in der noch heute in über 40 Arbeitsschritten Rohwolle gereinigt, versponnen, veredelt und verwebt wird. Bis hin zum traditionellen Vorgangs des Walkens, den man hier als große Besonderheit auf einer alten Hammerwalke vollzieht. Auf dieser besonderen Maschine, die seit 1888 an ein und derselben Stelle platziert ist, wird noch heute nach altem Verfahren der „Schladminger“ produziert. Ein besonders dichter Loden, der sich durch eine grau schwarz melierte Optik auszeichnet, besonders haltbar, wind- und wetterfest ist und in dieser Form nur …

Wohlgeraten unterwegs: Alpen. Leben. Reiseabenteuer.

2514 Kilometer lagen hinter mir, als ich unlängst vollgepackt mit neuen Eindrücken und Ideen aus den Alpen nach Hamburg zurückgekehrt bin. Ich war 32 Stunden Auto gefahren,  hatte 30 Stunden Schlaf irgendwo mit garantiertem Bergblick am Morgen. Ganze 39 Stunden blieben mir zum fotografieren, informieren, schauen und bummeln. Ich habe es (zugegeben bis zur totalen Erschöpfung) genossen, denn nur so bleibt wohlgeraten was es ist: nah an der Region, die ich so liebe, mit Bildern aus den Bergen und Berichten über Lieferanten, Land und Leute. Um mit Gewohnheiten zu brechen, näherte ich mich diesmal von einer anderen Seite dem Land an. Als erklärte Tirol-Liebhaberin, bin ich immer wieder geneigt alten Spuren zu folgen. Es muss ohnehin sein, denn es gibt Lieferanten, die müssen direkt besucht werden, da sie nicht einmal eine Mailadresse besitzen. Diesmal wollte ich jedoch ausdrücklich  anderen Landesteilen mehr Aufmerksamkeit schenken. So wählte ich als Route:  Salzburger Land > Steiermark > Kärnten > Südtirol > Tirol. Zuerst ging es über Passau nach Gmunden. Die markanten Konturen des Traunstein begeisterten mich und ich hatte …

Schneeräumung am Großglockner – Durchstich 2013

Salzburger Land. Kärnten. “Der Wallack-Rotationspflug feiert heuer seinen 60. Geburtstag!” sagt Patricia zu mir. “Holla!” denke ich. Das sieht man den Maschinen, die im Sommer blau leuchtend und blank an den Kehren und Parkplätzen stehen gar nicht an. Patricia Lutz ist  PR Frau der Großglockner Hochalpenstraßen AG. Sie hat mit der SalzburgerLand Tourismus GmbH meinen Ausflug zu Schneeräumung und Durchstich von Österreichs Traum-Panoramastrasse organisiert. Ich hatte darüber im SalzburgerLand Magazin gelesen und mich dort mit einem eigenen Artikel für diese Reise beworben. Angereist per DB, verwöhnt im luxuriösen Tauern SPA Hotel, starte ich mit ihr Richtung Fuscher Tal. Hier unten ist Frühling, aber oben in den Bergen liegt der Schnee noch deutlich sichtbar. Dort räumen seit Mitte April zwei Mannschaften Stück für Stück die Panoramastraße rund um den Großglockner frei. Ein Team aus Kärnten, eins aus dem Salzburger Land. Heute Vormittag werden beide aufeinander treffen, der Chef der Schneeräumung übergibt die Strasse an den Chef der Hochalpenstraßen AG. So geht das schon seit 1936. Während damals noch 350 Mann in ca 70 Tagen die Strasse …

Großglockner Hochalpenstrasse – Eine Einladung zur Schneeräumung

Salzburger Land. Kärnten. Sie ziehen in langen Kurven bergauf, bergab, führen durch Tunnel, an atemberaubenden Ausblicken entlang: die Wege über die Alpen sind spektakulär und alt. Eine der schönsten und bekanntesten Alpenquerungen ist die Großglockner Hochalpenstraße. Als Mautstraße erschließt sie das Naturschutzgebiet des Nationalpark Hohe Tauern und gewährt Zugang zum höchsten Alpengipfel Österreichs, dem Großglockner (3798 m), nebst der darunter liegenden Pasterze. Bequem im Fahrzeug hat man die Möglichkeit, sich einer sonst schwer zugänglichen Natur zu nähern, Tiere zu beobachten und Naturgewalten zu bestaunen. Entlang der Strasse reihen sich zahlreiche Haltemöglichkeiten, auf denen der Reisende sich anhand von Informationstafeln einen Überblick der zu erkennenden Alpengipfel verschaffen kann. Fahrspaß für Pkw und  Motorräder bieten die kilometerlangen Serpentinen. Auch Mountainbiker schrauben sich immer wieder Meter für Meter die Berge hinauf. Nervig wird die Fahrt an Schönwettertagen oder zwischen Reisebussen. (Durch tageszeitlich spät gelegte Durchfahrten blieb mir dieses Vergnügen glücklicherweise bisher erspart.) An den zahlreichen Kurven und Kehren sind Schilder mit Namen und Höhenmarkierungen angebracht, die Dank ständiger Pflege und Aufarbeitung den extremen Wettereinflüssen trotzen oder immer wieder erneuert werden. …

Bootshaus am Achensee

Schneegestöber, brennende Steine, Bergfexe – ein Wochenende am Achensee

Achensee. Tirol. Wochenenden erscheinen oft so kurz. Dabei kann man mit wenigen Stunden mehr, ein paar guten Tipps in der Vorbereitung und geschickter Planung ungemein viel herausholen. So viel, dass es noch lange nachwirkt. Wie mein Wochenende am Achensee in Tirol. Zunächst war ich skeptisch. Pertisau am Achensee. Den Ortsnamen hatte ich mal von einem Onkel gehört, der mit dem Seniorenclub Busreisen machte. Ich musste schmunzeln und sah mich bereits zwischen Rentnern bei einem Stück Kuchen mit Sahnehäubchen sitzen. Andererseits, der Achensee versprach Bewundernswertes: das Blau des Wassers im Sommer, Wassersportmöglichkeiten, tolle Wandergebiete im Karwendel und Rofan (beides habe ich schon mehrtägig durchlaufen) und Skigebiete zur Rechten und zur Linken beim Passieren dieser Gegend im Winter. Es versprach, spannend zu werden. Und als ich endlich ankam, wurden meine Erwartungen deutlich übertroffen. Deswegen erzähle ich am besten von Anfang an! Tag 1 – Von Hamburg in die Berge flie(h)gen Am Freitag startete ich mit dem Flieger von Hamburg nach Innsbruck. Mein erstes Mal auf die bequeme Art. Im Vergleich zu Auto oder Zug für Nordlichter ein …

Hirsche im Schweizer Nationalpark

Nationalparkranger in den Schweizer Alpen

                  Im Frühjahr 2011 gab es ein Angebot des Tourismusvereins in Graubünden. Traumjobs in der Schweiz wurden in Aussicht gestellt. Ein wunderbares Angebot. Für eine Woche lang im Sommer bei der Rhätischen Bahn arbeiten, als Sennerin auf der Bergalm oder eben z.B. die Ranger im Schweizer Nationalpark zu begleiten. Wer mochte, konnte sich bewerben und in seinem Netzwerk um Stimmen werben. Aus den 10 Bestplatzierten wurde der Sieger gekürt. Das war in diesem Falle ich – Charis :) Meine Erlebnisse im Schweizer Nationalpark lest Ihr hier: im Traumjobblog von Graubünden Ferien. Der erste Tag – Über den Flüelapass nach Scuol Der zweite Tag – Nationalparkzentrum Zernez Der dritte Tag – Geheimnisse des Waldes Der vierte Tag – Junge Adler im Doppelpack Der fünfte Tag – Steinwüsten und Schneehasen Der sechste Tag – Abschied von den Park-Rangern Der letzte Tag – Zum Abschied Pizokel Es ist kaum möglich gewesen alles in Worte zu fassen. Zurück bleiben schöne Erinnerungen, Bilder von Bergen, Tieren, Brotzeiten und Füssen in Socken, denn …