Alle Artikel in: Alpenreisen – Bergurlaub

Reiseblog mit Tipps für Urlaub in den Alpen. Persönliche Empfehlungen für Hotels, Restaurants, Museen, Bücher, Rezepte, Wandern, Wellness, Land und Leute.

Stilfser Joch

Sicher über die Alpen: das kosten Mautstrecken 2018

Spätestens mit den ersten langen Wochenenden im Mai beginnen die Blechlawinen wieder gen Süden zu rollen. Und auch wenn es in den Alpen selbst so schön ist: viele fahren einfach nur durch in Richtung Süden. Straßenbau kostet Geld und das gilt natürlich ganz besonders für spektakuläre Bauten wie Brücken oder Tunnel in den Bergen. Vignettenpflicht und Maut für Straßen sind folglich in Österreich, der Schweiz und allen anderen angrenzenden Ländern ein probates Mittel um die eigenen Kosten zu minimieren. Zum Teil als komplette Vignette für das Autobahnnetz, zum Teil nur für Streckenabschnitte bei Pässen und Tunneln (z.B. Brennerpass, St.Gotthard-Tunnel, →Großglockner Hochalpenstraße usw.). Für die wichtigsten Strecken auf dem Weg durch die Alpen hat der ADAC eine Grafik mit den aktuellen Kosten für das Jahr 2018 zusammengestellt. Es zeigt kostenpflichtige Tunnel und Pass-Straßen in der Schweiz und in Österreich. 

Draubrücke

Mit dem E-Bike über den Drauradweg – Kärntens sanfter Süden

Kärnten.  Eine genussreiche Fahrradtour durch die Alpen und grenzüberschreitende Touren durch mehrere Länder lassen sich im Süden Österreichs hervorragend verbinden: vorbei an warmen Badeseen und nicht enden wollenden Bergketten schlängelt sich der 510 Kilometer lange Drauradweg durch Kärnten und seine Nachbarregionen. Klimatisch und topografisch begünstigt, führen Tagesetappen vom Ursprung der Drau bei Toblach in Südtirol, über Lienz in Osttirol, Spittal an der Drau und Villach in Kärnten über Slowenien bis zur kroatischen Grenze bei Varazdin. So wird der Radweg zur Vier-Länder-Tour. Südtirol/Italien – Osttirol,Kärnten/Österreich – Slowenien – Kroatien Die Höhenprofile bleiben auf geringem Niveau und auf einem E-Bike sitzend, ist die körperliche Anstrengung beinahe zur Nebensache geworden. Die perfekte Infrastruktur, eine gute Beschilderung und viel zusätzlicher Service machen den Drauradweg zu einem tollen Projekt für alle, die diesen Sport einmal kennen lernen wollen. Die Saison ist lang: sie geht von März bis fast in den November. Dieser Erfahrungsbericht soll helfen, letzte Bedenken zu überwinden. Radsport für Gemütliche: E-Biken am Drauradweg Im Sommer 2017 habe ich mich gemeinsam mit einer Gruppe auf eine Teil-Etappe des Drauradwegs …

Albulapass Schweiz

Ride the Alps – Radfahrer erobern Schweizer Alpenpässe

Die Waden angespannt, den Rücken gebeugt, die Haut von der Sonne gegerbt: Fahrradtouren über Alpenpässe gelten bis heute als die härtesten sportlichen Prüfungen und wer einem dieser Radsportler begegnet, begegnet ihm mit Respekt. Daran kann und so ist zu hoffen, wird sich, auch nach dem Vormarsch der E-Bikes nichts ändern. Denn, selbst wenn das E-Bike und → sanfte Rad-Wanderwege wie der Drau-Radweg in Kärnten, die Sicht auf den Radsport in den Bergen deutlich verändert haben: eine Fahrradtour über einen Alpenpass sollte und wird ein besonderes Erlebnis bleiben. Es ist ein anderes lästiges Phänomen, was dem Fahrradsport auf Alpenpässen mehr und mehr den Sommer verhagelt. Die vielen Pkws und Motorräder, die sich an schönen Sommertagen Stoßstange and Stoßstange die Berge hoch und runterquälen, machen den fleißigen Radfahrern das Leben schwer. Und so haben sich listige Schweizer Tourismusexperten für diesen Sommer ein besonderes „Zuckerl“ ausgedacht. Ab Ende Mai 2018 heißt es an mehreren Terminen und Pässen der Schweiz: → Ride the Alps 2018. Und das bedeutet nichts anderes, als das an diesen Tagen die Alpenpässe nur für Radfahrer frei …

Traumhäuser in den Alpen - Callwey - Alexander Hosch

Welttag des Buches | Buchverlage im Alpenraum

Der heutige Welttag des Buches am 23.April 2018 ist ein prima Grund Bücher und Verlage einmal mehr in den Fokus zu rücken. Hier stelle ich Euch einige Verlage vor, die Bücher zum Thema Alpenraum verlegen. Am Ende des Artikels verlose ich ein Buch. Mehr → Informationen zum Welttag des Buches lest Ihr beim Klick auf den Link.

Boot am Pragser Wildsee - Südtirol

Pragser Wildsee: Zwischen Instagram Hotspot und geeintem Europa

Der Pragser Wildsee am Rande des Hochpustertales gilt als einer der schönsten Seen der Dolomiten, möglicherweise sogar als der Schönste. Klickt man den Hashtag #lagodibraies auf Instagram, öffnet sich eine Liste mit tausenden Aufnahmen und viele Fotos haben mehr als 100 Likes. Nur wenige Bewunderer der Traumlandschaft wissen dabei, dass der Ort für 139 Menschen aus 17 Nationen das Ende einer dramatischen Odyssee bedeutete. Ein Ort, an dem sie sich endlich wieder sicher fühlen konnten, dem Tod durch die SS nur knapp entkommen und  an dem sie Hoffnung und Mut für ein neues Leben geschöpft haben. Die romantischen Bilder, auf denen Holzboote auf grünlichblauem Wasser vor nebelumwabernden Bergen herumschippern, verbreiten eine mystische Stimmung und es scheint nahezu unmöglich sich diesem Zauber zu entziehen. Das führt dazu, dass der See, der auf einer Höhe von 1496 m.ü.M. liegt, zu einem Magneten für Besucher aus nah und fern geworden ist. Riesige kostenpflichtige Parkplätze für Pkws und Busse lassen an regnerischen Tagen erahnen, dass bei schönem Wetter das Ufer kein Ort der Ruhe sein kann. ♥ Mein Tipp: …

Oslo Aker Brygge

Ein Wochenende in Oslo – Die besten Tipps für die Stadt am Fjord

Die Luft ist klar, der Himmel blau und der Tag, der an diesem Frühlingswochenende unendlich scheint, ist eine Viertelstunde länger als in Hamburg. Während Hamburg Anfang April auf 12,59 Tagesstunden kommt, sind es in Oslo bereits 13,15 Stunden und die Sonne wärmt. Herzlichen Glückwunsch. Denn wen kümmert es dann, dass die Höchsttemperatur im Freien nur knapp 4 Grad beträgt? Die Osloer jedenfalls nicht. Nach einem langen dunkeln Winter, sind sie nicht zu bremsen und die Zahl der Cafés und Restaurants, die ihre Tischreihen nach draußen zerren, ist schier unendlich. Ein Bild, das sich mit jeder hochsommerlichen Piazza oder Hafenpromenade am Mittelmeer messen kann. Weil Oslo nicht nur eine der teuersten, sondern auch eine der schönsten Städte ist, die ich in letzter Zeit besucht habe, möchte ich meine Highlights der Stadt gern an Euch weitergeben. Ihr findet im Folgenden meine Top Ten (oder etwas mehr…). Und einen weiteren angenehmen Nebeneffekt vorweg: ihr findet die Schweiz danach recht günstig.

Paco Wrolich - Radkoordinator Kärnten und Radprofi

Radwege in Kärnten – Interview mit Radkoordinator Paco Wrolich

Auf einer Fahradtour durch Kärnten lernte ich im Sommer 2017 Kärntens Radkoordinator Paco Wrolich kennen. Der Ex-Rennradprofi, der im Team Gerolsteiner mitfuhr, begleitete eine kleine Gruppe von Journalisten auf einem Abschnitt des Drauradweges und kurzzeitig auf dem Alpe-Adria-Radweg. Beide Radwege eignen sich sowohl für Einzelpersonen, Paare, als auch für Familien. Sie sind von März bis weit in den Herbst hinein befahrbar. Im Interview gibt Paco zahlreiche Antworten auf organisatorische Fragen und den einen oder anderen Tipp am Wegesrand.

Einladung Wiedereröffnung Museum für Gestaltung Zürich

Rückkehr eines Klassikers: Neueröffnung des Stammhauses des Museum für Gestaltung Zürich

Das →Züricher Museum für Gestaltung im Toni-Areal habe ich erst vor kurzem hier vorgestellt. Wie beschrieben, handelt es sich dabei um eine Außenstelle des Museums. Die ursprünglichen Ausstellungsräume befanden sich bis zum Februar 2018 im Umbau. Inzwischen sind die alten „neuen“ Räume fertiggestellt und am Wochenende 2./3. März 2018 wird es ein großes Fest zur Wiedereröffnung gefeiert. Vielleicht ein angemessener Grund, schon bald mal wieder nach Zürich aufzubrechen.

Wien Parkanlage Belvedere

48 Stunden Austria – So empfehlen Österreichs Botschafter ihr Heimatland

Reiseblogger verraten ihre Lieblingsziele. Das ist inzwischen Tradition und dass sie dafür von den Reisedestinationen oder Einheimischen beraten oder inspiriert werden, ist kein Geheimnis. Was aber, wenn man im Staatsdienst für sein Land in einer anderen Metropole lebt? Wie ist die Sicht auf zuhause?  Wie denkt man an daheim? Was empfehlen Botschafter für einen Aufenthalt im eigenen Land und wieviel Insiderwissen geben sie hierzu preis? Die Reiseseite TravelBird hat hierfür hunderte Botschafter auf der ganzen Welt angeschrieben und um Urlaubstipps für einen 48 Stunden langen Besuch des Heimatlandes gebeten. Außerdem wurden die Botschafter gefragt, mit welchem Klischee ihres Heimatlandes sie zu kämpfen haben und wie sie es gerade rücken möchten. Einige Antworten der österreichischen Botschafter findet ihr hier. Viel Spaß beim Lesen! GEWINNEN Welches Klischee über Österreich würde Dir einfallen? Unter allen, die mir bis zum Freitag 02.03. ein Klischee verraten, verlose ich eine köstliche Schokolade von Fenkart aus Österreich. (Keine Auszahlung. Private Verlosung. Ich bin berechtigt, das Spiel jederzeit zu unterbrechen.)

Karin Kaufmann - Egg

Kochen mit der Wälderin – Neue Termine der Kochschule Frau Kaufmann in Egg

Es ist schon eine Weile her, dass ich Euch die Bregenzerwälder Selfmade Köchin Karin Kaufmann und ihre Kochschule in Egg vorgestellt habe. → Hier in einem längeren Post, kann man noch einmal nachlesen, wo und wie sie ihre Kochschule betreibt. Wer sie besucht, kann eigene Kochkenntnisse vertiefen, sich Kniffe der regionalen, also Bregenzerwälder Küche aneignen oder (das kann es ja auch geben) überhaupt erste Schritte Richtung Herd machen. Vielleicht eine Idee für einen baldigen Urlaub im Bregenzerwald?

Zürichsee – Bürkliplatz

Weekendtrip nach Zürich – Reisetipps für eine coole Stadt

Das Blau des Zürichsees glitzert vor der Nase, in der Ferne leuchten die weißen Gipfel der Schweizer Berge. Mir ist entfallen, wann ich mein Herz an Zürich verloren habe, aber die ersten Besuche liegen schon lange zurück. Ich erinnere mich an die tolle Aussicht vom Zürichberghotel herunter auf die Stadt und den See. Später bin ich die Limmat mit dem Rad entlang gefahren, habe an lauen Sommernächten auf den Wiesen am See gesessen und zu lauten Beats bei der Streetparade getanzt. Die zentrale Lage in Europa, Berge und Wasser und die unaufdringliche Lebensart der Züricher machen diese Stadt für mich unschlagbar. Immer wieder zieht es mich hierher. Unlängst auch am letzten Tag des alten Jahres. Weniger als 48 Stunden dauerte der Besuch. Grund genug, endlich ein paar Tipps zu geben.

Campus Hochschule und Eingang

Museum für Gestaltung in Zürich – „Happy Show“ für Design-Fans

„Finden Sie ein Spiegelbild von sich und sagen Sie diesem, was Sie wirklich denken.“ „Gehen Sie rückwärts durch die Ausstellung.“ „Lachen Sie ein paar Minuten hysterisch.“ – Wer „The Happy Show“ von Stefan Sagmeister im Museum für Gestaltung in Zürich besucht, muss zuerst auf einen roten Knopf drücken. Es erscheint ein Kärtchen in Visitenkartengröße und einer Aufforderung zum Handeln.  Ob man ihr folgt? Das bleibt dem Besucher überlassen. Denn „The Happy Show“ ist nicht der Schlüssel zum Glück, sondern eine von vielen sehenswerten Ausstellungen in dem Museum der beliebten Schweizer Stadt am See.

Spitzbuben bzw. Linzeraugen

Hausfreunde und Spitzbuben: Keksrezepte aus Kärnten

Das Licht im Herd leuchtet, die ersten Kekse liegen auf dem Blech: eines der schönsten Zeichen für die Vorweihnachtszeit. Dieses Glück hatte ich gestern im Hamburger Kochkontor, einer interessanten Eventlocation, in der man nicht nur kochen, sondern vor allem hemmungslos in Kochbüchern stöbern kann. Das Urlaubsland Kärnten hatte zu einer Präsentation des Kärntner Winters eingeladen und eigens zwei Keksbäckerinnen aus Spittal an der Drau mitgebracht. Vom Schnee konnten sie uns nur erzählen, aber als der erste Puderzucker auf die Kekse rieselte hatte man eine Idee davon und spätestens als die Marillenmarmelade aus den Spitzbuben auf der Zunge zerging, war die Sehnsucht nach den Bergen da. Die Kärntener Keksrezepte sind lecker und einfach nachzumachen: ich habe sie mitgebracht. Kärnten hat nicht nur einen schönen und schneereichen Winter, auch der Genuss steht im Vordergrund. Die Region ist die erste Slowfoodregion Österreichs. Wer Schneeschuhwanderungen liebt, auf Naturseen Eislaufen gehen möchte oder bei Fackelschein durch den Winterwald stapfen: Kärnten ist vielseitig. Es lohnt sich den Winter in den Bergen zu entdecken.

Wagen mit Fango-Eimern

Mein erstes Fango – Kuren in Abano Terme

Die Idee eine eine Fango-Kur zu machen, stammte tatsächlich nicht von mir. Ich bekam den Aufenthalt von meiner Familie geschenkt, wie hätte ich ablehnen sollen? Neugierig ließ ich mich auf das Experiment Fango in den Euganeischen Hügeln ein. Zunächst vorsichtig und skeptisch, dann mit zunehmender Begeisterung und letztlich mit dem Effekt, dass es mir tatsächlich sehr viel besser ging. Mein Rücken war nicht mehr so verspannt wie früher, meine Laune positiv beeinflußt und das unumgehbare Stillliegen auf den Fango- und Massage-Liegen verbesserte nachhaltig meine Konzentrationsfähigkeit. Ich schaffte es wieder aufmerksamer zuzuhören oder einer unangenehmen Tätigkeit geduldiger nachzugehen.

Thermalwasserpool

Schlamm und Dolce Vita: Fango in Abano Terme

Wenige Kilometer vom romantischen Venedig und der alten Universitätsstadt Padua entfernt, liegen die italienischen Kurorte Abano und Montegrotto  Terme. In dieser Region, nahe der Euganeischen Hügel hat sich bereits in der Antike eine außergewöhnliche Bäderkultur entwickelt, die auf natürliche Thermalquellen zurückzuführen ist. Das Besondere an den heißen Quellen ist der Reichtum an gelösten mineralischen Substanzen, welcher durch eine kilometerlange Wanderung des Wassers durch unterirdische Gesteinsschichten zu erklären ist. Das warme Wasser, vulkanischen Ursprungs, zieht hauptsächlich Gäste in gehobenem Alter an und das nicht erst seit heute. Ein wenig Kleingeld ist zudem hilfreich. Schon Goethe und andere kluge Geister haben ihre müden Knochen in das heilsame Sprudelwasser Abanos getaucht und auf die Wirkung des Jungbrunnens vertraut. Als Szenetreff eignet sich der Kurort (er gilt als einer der größten weltweit) eher weniger. Wieso ein Besuch sich dennoch und schon deutlich vor Eintreten der Altersstarrheit lohnt und sogar Spaß machen kann, soll dieser Artikel erläutern.

Steinbockpromenade Pontresina

Auge in Auge mit dem König der Alpen: die Steinbock-Promenade von Pontresina

Pontresina. Engadin. Ende April, wenn der Schnee in den Schweizer Bergen nach und nach verschwindet und sich frisches Grün auf Graubündens Almwiesen ausbreitet, machen sich die Steinböcke auf den Weg nach Pontresina. Dann bewegen sich die majestätischen Tiere, bekannt für ihre imposanten Hörner (die bis zu 20 kg wiegen können) und ihre akrobatischen Kletterkünste, bis tief hinunter ins Tal. Auf der Steinbock-Promenade oberhalb der kleinen Engadiner Gemeinde zeigen sie sich Neugierigen so nah wie ganz selten.

Blick ins Val Roseg

Stille Schönheit: Pontresina im Schweizer Engadin

Auf der Fahrt in die Berge habe ich eine alte Postkarte dabei. „Pontresina“ steht in kleinen Buchstaben in der oberen linken Ecke. Die Aussicht ist vielversprechend: saftige Bergwiesen, städtisch anmutende Hotelbauten und weiße Alpengipfel sind zu erkennen. Auf der Rückseite der Karte schreibt ein Paul an ein Mäxchen nach Mannheim, wie schön es hier sei. Ob ich es auch so vorfinden werde? Schließlich ist die Karte schon rund 100 Jahre alt…

Schauplätze der Architektur in Südtiol - Folio Verlg

Von Sommerfrische bis Apfelsauna | Schauplätze der Architektur in Südtirol

„Baukultur erleben“ steht in schwungvoller Schrift auf dem Cover des neuen Buches „Schauplätze der Architektur in Südtirol“ vom Folio-Verlag und Südtirol ist in der Tat ein Paradies für Architekturliebhaber. Die jährlich im Mai/Juni stattfindenden Tage der Architektur in Südtirol sind ein fantastisches Beispiel dafür: Besucher und Bewohner der Region sind eingeladen, einen Blick hinter die Kulissen der hiesigen „Baukultur“ zu wagen. Aber was versteht man unter Baukultur? Buchautor David Calas, selbst Südtiroler, nimmt den Leser auf 136 Seiten seines Buches mit, die Beweggründe und Entscheidungen von Architekten, Bauplanern und Ausführenden zu entdecken. Er führt in luftige Höhen hinauf, steigt in neu interpretierte Keller herunter und beweist, das Architektur nicht die Erstellung eines Prestigeobjektes bedeutet, sondern vor allem der Lebensqualität von Bewohnern und Anwohnern dient. Architektur will bewohnt und erlebt sein.

Eingang – MMM Ortles Sulden

Vom Berg verschluckt auf dem Weg zum Yeti: das MMM Ortles in Sulden

Die Temperaturen sind niedrig, die Umgebung rauh, die Berge schroff: wer Sulden (1900 m ü.M.) erreicht, hat den mediterranen Charme des Meraner Landes schnell vergessen. Hier oben spürt man unweigerlich das Gebirge. Ein leichtes Gefühl von Ohnmacht macht sich breit. Vielleicht ist es die Ehrfurcht vor dem gewaltigen Großen, die den kleinen Ort im Südtiroler Vinschgau zu einem besonderen Platz macht. Zu Füßen des Ortlers fühlt der Mensch sich klein und kann zur Ruhe kommen. Oder sich aufmachen das End‘ der Welt zu besuchen: das Messner Mountain Museum Ortles, das dritte von insgesamt sechs Museen des Bergsteigers mit dem Thema „Berge und Eis“. „End‘ der Welt nannten die Suldner den Gletscher hoch über ihren grauen Schindeldächern. Die Bauern wussten, dass sie der Herrgott auf steinigen Nährböden in den hintersten Talwinkel gesetzt hatte, aber sie bissen sich innig wurzelnd fest wie eine Bergföhre, deren Samenkorn der Zufallswind ins Geröll verwehte.“ (Fritz Schmitt, Schriftsteller und Alpinist *Quelle: MMM Ortles)

Landwasser Viadukt - Graubünden

Einladung zum Staunen: mit der Rhätischen Bahn durch die Schweizer Berge

Schnaufend schraubt sich die Bahn den Berg hinauf. Kurve rechts, Kurve links, vorbei an idyllischen Wiesen und alten Heustadeln und durch viele viele Tunnel. Es regnet. Hinter den Nebelschwaden lassen sich die Schweizer Berge erahnen, aber das eigentliche Erlebnis sind die Kurven, in denen man den Zug von der Seite sehen kann. Was für eine Freude! Wohl dem, der einen Platz am Anfang oder Ende gefunden hat. Der kommt in den vollkommenen Genuss!

Nordic Ski Centre Planica

Einfach mal fliegen… Das Nordic Ski Centre Planica

Wer den Süden Kärntens bereist und/oder auf dem Alpe-Adria-Radweg Richtung Süden radelt, dem möchte ich einen kleinen Abstecher auf der SS54 von Tarvis/Italien in Richtung Slowenien ans Herz legen. Am Fuße des Ponca-Gebirges befindet sich das Nordic SkiCentre in Planica. Das Tal ist ein lang gestrecktes Gletschertal im nördlichen Teil der Julischen Alpen. Hier gibt es nicht nur eine weltweit bekannte Skisprungschanze, sondern außerdem diverse kleinere Übungsschanzen und ein interessantes Museum, dass den Besucher einen Blick hinter die Kulissen der nordischen Sportwelt werfen lässt. Er kann selbst aktiv werden und in Ansätzen erleben, wie sich Skispringen anfühlt. Ein unterhaltsames Vergnügen.

Bayrische Alpen - Brauneck

Rund um den Brauneck: Eine Wanderung zur Stie-Alm

Lenggries. Oberbayern. – „Geschafft!“ Mit einer großen Himbeerlimonade lasse ich mich vor der Stiealm auf einer Bank nieder. Die Aussicht ist fantastisch. Die Wanderung von Lenggries herauf hat sich gelohnt! Der Aufstieg auf den Brauneck, dem Hausberg der Lenggrieser wird mit einer Aussicht weit über die Höhenzüge des Karwendels belohnt. Hier oben ist Ruhe. Die Stiealm ist die höchste bewirtschaftete Alm am Berg. Nur ein paar Meter höher gibt es noch eine dazugehörige Selbstversorgerhütte. Und wer kommt, der bleibt am besten über Nacht. ♥ Bilder und Infos zur Stie-Alm gibt es HIER.

Reiselust - Parkhotel Laurin Bozen

Reiselust und Herzenswärme – Bronzeschilder vor dem Parkhotel Laurin in Bozen

„Was ist das?“ habe ich mich bei meinem ersten Spaziergang vorbei am Parkhotel Laurin in Bozen gefragt. Die runden, auffälligen Bronzeschilder auf dem Gehweg hatten es mir angetan und ich fotografierte einige von ihnen. Verschiedene Begriffe zu Sinneswahrnehmungen und zum Reisen waren da zu finden. Von Reiselust über geniessen bis Herzenswärme. Einen Zusammenhang konnte ich nicht erkennen, aber es sah interessant aus. Fast ein ganzes Jahr später war ich wieder in der Stadt, diesmal zu den Tagen der Architektur in Südtirol. Jeden Morgen verabredete ich mich mit unserer Begleiterin Uta vor dem Eingang des Parkhotel Laurin und lief immer wieder über die bronzenen Kreise mit den Worten hinweg.

Alter Wegweiser zur Karalm

Um Elf auf den Elfer – Wanderung zur Stubaier Karalm

Zum Sommer in den Bergen gehören Besuche bewirtschafteter Almen und Hütten. Diese Bergtouren können schweißtreibend sein. Aber sie müssen es nicht: Wenn man es nämlich geschickt aussucht, dann kann es selbst im Hochgebirge ein gemütlicher Tag werden. Eine Wanderung, die diesem Anspruch gerecht wird und trotzdem den Eindruck einer richtigen Gebirgswanderung vermittelt, habe ich in Neustift im Tiroler Stubaital gemacht. Die Wanderung zur Karalm über die Elferhütte ist eine überschaubare Tagestour. Trittfestigkeit ist erforderlich, aber ansonsten ist der Anspruch eher gering.

Landwirtschaftsschule Auer

Tage der Architektur in Südtirol | Ein Blick hinter die Kulissen

Südtirol entdecken, das bedeutet für die meisten Urlauber sportliche Betätigung in den Bergen, gutes regionales Essen, ein Besuch der Museen oder Entspannen in einem der fantastisch gelegenen Wellness-Hotels. Und tatsächlich – damit macht man schon (fast) alles richtig. Dass die Region jedoch noch weit mehr zu bieten hat, davon habe ich mich auf zahlreichen Reisen in den letzten Jahren überzeugen können. Vor allem die Architektur Südtirols, die an vielen Orten eine spannende Symbiose zwischen Tradition und Modernität eingeht, fasziniert. Eine wunderbare Möglichkeit, in diese Thematik einzutauchen, sind die „Tage der Architektur in Südtirol“. Eine Veranstaltung, die tiefe Einblicke in das Leben der Südtiroler gewährt. Auf den geführten Rundgängen hat der Gast die Chance, ein großes Stück Alltag aufgezeigt zu bekommen. Tage der Architektur in Südtirol – Was steckt dahinter? Die Tage der Architektur in Südtirol werden seit 2015 einmal jährlich von der Architekturstiftung Südtirol organisiert. Sie finden Ende Mai oder Anfang Juni statt und erstrecken sich über die gesamte Region von den Dolomiten bis hoch in den Vinschgau, von der österreichischen Grenze bis in Südtirols Süden. Auf geführten Ganz- oder Halbtagstouren erhalten …

Rinnensee Tirol

Geliebtes Stubaital | Wanderung zu Franz-Senn-Hütte und Rinnensee

Stubaital. Tirol. Auf Berge zu steigen bedeutet Anstrengung. Die Belohnung für jede Wanderung – es muss kein Gipfelsieg sein – ist oft eine wunderbare Aussicht.  Ein Ort an dem das gelingen kann, ist der Rinnensee oberhalb der Franz Senn Hütte im Tiroler Stubaital. Der Rinnensee ist einer der schönsten Bergseen in Tirol und die Aussicht hier oben einfach fantastisch. Die Wanderung ist einfach, als Tagestour geeignet und sowohl allein, als auch mit Kindern durchführbar. Normale Trittfestigkeit, etwas Kondition und geeignete Wanderausrüstung reichen vollkommen, um diese Tour zu bewältigen.

Zimmer 104 Hotel Greif Bozen

Designhotel Greif | Bozen hautnah

Das Traditionshotel Greif liegt inmitten von Bozen und eignet sich perfekt für einen Citytrip in die wunderschöne Stadt am südlichen Alpenrand. Hier kann man ausgedehnt bummeln, Ausflüge in die Berge unternehmen, die zahlreichen Museen der Stadt und des Umlandes besuchen und nicht zuletzt fantastisch essen. Das Greif ist Member of Design Hotels.

Che bella Vista Ferienhaus in Ligurien

Che Bella Vista | Ferienhaus zwischen Bergen und Meer

Vogelgezwitscher umgibt mich, in der Ferne bellen Hunde, Bienen surren durch Lavendel und blühenden Rosmarin. Ich sitze auf der Terrasse vor dem Ferienhaus Che Bella Vista in den ligurischen Alpen. Vor mir liegen die Hügel des Diano-Tales mit zersiedelten Dörfern und in der Ferne leuchtet das türkisblaue Meer. Türkis, diese kitschige Farbe aus dem Kindermalkasten, die gibt es hier wirklich. Im Rücken spüre ich die wärmende Hauswand. Es ist frischer, als gedacht an diesen frühen Maitagen. Sonne und blauer Himmel täuschen darüber hinweg, dass der Sommer hier oben noch längst nicht gekommen ist. Man könnte traurig sein, aber das wäre dumm, denn dieses Haus, die einmalige Lage und die Vielfältigkeit der ligurischen Küstenlandschaft entschädigen für alles. Auch dafür, dass das Thermometer im Pool erst 17°C anzeigt. Egal – bei dieser Aussicht, werf ich mich auch ein paar Grad kälter in die Fluten.

Gasteinertal

„Atme die Berge“ | Yogafrühling im Gasteinertal

Die Berge einatmen: das möchte ich jedes Mal, wenn es zurück in den Norden geht. Umso schöner ist es, wenn es jährlich wiederkehrende Termine gibt. Gute Gründe schon beim Abschied, den nächsten Besuch zu planen. Ein schöner Termin dieser Art sind die Yogatage im Gasteinertal, die ich im Frühling 2016 erstmalig besucht habe. Einen Bericht findet man hier: Yogatage Gastein – Einatmen, ausatmen, glücklich sein Auch in diesem Jahr findet der Yogafrühling statt. Inzwischen bereits zum vierten Mal und Initiatorin Elfi S. Mayr aus Wien wird nicht müde, neue Ideen und Konzepte mit den Gasteinertalern zu entwickeln. Der Yogafrühling – „Atme die Berge“ 24.5. – 5. 6. 2017