Alle Artikel in: Salzburger Land

Montanmuseum Alt-Böckstein – Dem Salzburger Gold auf der Spur

Gasteinertal. Alt-Böckstein. Unauffällig liegt Altböckstein weit hinten im Gasteinertal. Kurz bevor man den Berg linkerhand Richtung Heilstollen abbiegt oder weiter bis Sportgastein hindurchbraust, liegt zu rechten die kleine Siedlung bunter Häuser, die doch einen so großen Teil der Gasteiner Geschichte erlebt und geprägt hat. Einige dieser Häuser sind sehr alt und dort, wo früher Goldbarren gegossen wurden, ist heute ein Museum: Das Montan Museum Altböckstein! Ein vor allem in den Sommermonaten lohnendes Ausflugsziel im Gasteinertal!

Gasteiner Heilstollen | Wärme statt Gold

SalzburgerLand. Bad Gastein/Böckstein. Als die Bahn anfährt, lächelt mir ein Herr in dunkelgrünem Bademantel und imposantem Kaiser-Franz-Joseph-Bart aufmunternd zu. Ich fühle mich wie in einem alten Film. Und überhaupt: Was mache ich hier in einem Heilstollen? So alt bin ich doch noch gar nicht. Aufgeregt bin ich allerdings schon. Dabei ist die Einfahrt in den Gasteiner Heilstollen auf keinen Fall eine Fahrt ins Ungewisse. Gut vorbereitet bin ich und durchgecheckt auch. Es kann losgehen!

Anständig essen| Oder: Schmeckt Bio wirklich besser?

Österreich. Bad Hofgastein. In Österreich lässt es sich anständig essen. Das ist nicht neu und davon konnte ich mich gerade erst wieder bei einer Wochenendreise ins Gasteinertal überzeugen. Während sich bei uns oft noch die Mär vom schnitzel- und knödelkonsumierenden Bergmenschen hält, hat sich die Alpenregion in den letzten beiden Jahrzehnten in ein Paradies für Feinschmecker verwandelt. Längst gibt es Haubenköche zwischen den Bergen und Winzer, die sich aufgemacht haben, die alten Weinberge zu neuem Leben zu erwecken. Viele Gastwirte kochen mit regionalen Zutaten und greifen auf Lebensmittel aus eigener Landwirtschaft oder Jagd zurück. Weil sie es können! (Ein für mich besonders gutes Beispiel hierfür ist beispielsweise die Küche im Hotel Wiesergut). Um sich mit Essgewohnheiten, Qualität von Lebensmitteln und der Frage: „Schmeckt Bio wirklich besser?“ auseinanderzusetzen, fand am 27/28. März 2015 in Bad Hofgastein das Food-Symposium „Anständig essen“ statt. Namhafte regionale Vertreter aus Wissenschaft, Gesellschaft und Produktlieferanten lieferten sich neben interessanten Vorträgen auch lebhafte Debatten. Ich war dabei und habe einige Gedanken für Euch aufgeschrieben. Apfel: Bio aus Österreich, Messer von wohlgeraten.

Das Wiesergut. Nachhause kommen ins Glemmtal – Ein Hoteltipp

Wiesergut. Hinterglemm. „Die Küche ist noch am alten Platz und die Stube auch. Bis zum Schluß haben wir gedacht, wir könnten die alten Grundmauern erhalten, aber es ging einfach nicht…“ Martina Kröll ist eine hübsche, zierliche Person, die stets ein Auge auf die kleine Tochter hält, während wir plaudern. Sie erzählt mir von dem Versuch das alte Gutshaus des Wiesergut zu erhalten und von den vielen kleinen Dingen, die diese Herberge so unvergleichlich schön machen. Davon, dass sie Wert auf saisonale Küche legt und dass es nach Ihrem Wunsch im Winter eigentlich keine Tomaten geben sollte. Sie erzählt, dass man Kompromisse eingehen muss. Dass es nicht möglich ist mit vierzig Tieren eine Komplettversorgung des Hotels mit Fleisch abzudecken. Und sie merkt an, dass das kein Verbrechen ist, wenn man es ehrlich kommuniziert. Ihre Schilderungen klingen bodenständig und vernünftig. Es macht Spaß mit ihr zu plaudern und ich würde am liebsten noch bleiben. Leider sind unsere beiden Tage auf dem Wiesergut wie im Flug vergangen. Es ist schrecklich. Das Wiesergut im Glemmtal – Man will hier …

Das Goldberg – Traumblick und Ruhe über dem Gasteinertal

SalzburgerLand/Bad Hofgastein. Müde sind wir bei unserer Ankunft im Hotel Das Goldberg in Bad Hofgastein. Fünfzehn Stunden Fahrt liegen hinter uns, eine Autopanne und Stau. Dabei hätte man so bequem mit der Bahn anreisen können. Von München aus sind es nur drei Stunden ohne Umsteigen. Und mit dem Taxi hier hinauf wäre es nur noch ein Klacks. Im Gasteinertal ist die Nacht hereingebrochen. Von unten flimmern Lichter empor. Schön sieht das aus, wenn man durch die riesigen Fenster der Hotellobby schaut. Als mir der Concierge trotz des späten Check-in die hausinterne Kaffeerösterei und die Brotback-Manufaktur ausführlich vorstellen will, werde ich ungeduldig. Nach Schilderungen über Luxus und Service steht mir gerade nicht der Sinn. Nur wenig später tut mir meine Ungeduld leid. Aber da habe ich auch schon eine Speck- und Käseplatte mit regionalen Köstlichkeiten im Bauch, das frische Bauernbrot aus der hauseigenen Manufaktur und einen wundervollen Teller mit einem köstlichen Schokoladendessert. Jetzt ist alles gut. Ein gutes Glas Wein zum Abschluss und ich bin mit der Welt komplett im Reinen.

Forsthofalm Leogang – Das erste Holzhotel im Salzburger Land

Salzburger Land. Leogang. Es geht steil bergauf als wir die Straße Richtung Forsthofalm verlassen. Der gut ausgebaute Forstweg ist von Schildern gesäumt, die uns willkommen heißen und markieren, wie weit wir uns dem ersehnten Ziel genähert haben. Dann sind es nur noch wenige Kurven. Auf 1050 Meter Höhe am Asitz (1914m) über Leogang liegt das erste Holzhotel des Salzburger Landes: die Forsthofalm der Familie Widauer. Es ist ein Postkartenpanorama, welches uns erwartet. Strahlend blauer Himmel, freundliche Rezeptionistinnen im Dirndl und österreichische Gastfreundlichkeit. Hier kommt man an und weiß, dass man den Pkw in den nächsten Tagen nicht bewegen möchte! Unser Zimmer ist ein „Klein Eden Zirbe“. Großzügig zugeschnitten mit einem komfortablen Bad und einem riesigen Balkon. Die Wände, das Bett,  Schrank und Sitzgelegenheit: alles ist individuell gefertigt und aus Holz. Das strahlt viel Ruhe aus. Direkt vor uns liegt der Asitz, der sportlichen Aktivitäten wie Wintersport und Downhillfahrern vorbehalten ist. Wir können das winterliche Treiben erahnen, weil unser Blick direkt auf den nahe gelegenen Skilift fällt. „Wir verzichten bewusst auf Hinweise und Beschilderung.“ lese ich …

Gmundner Keramik: Österreichs Geschirr-Manufaktur am Traunstein

Salzburger Land. Gmunden. Die markanten Konturen des Traunsteins stechen mir zuerst ins Auge, als ich auf Gmunden zufahre. In Gmunden ist die Keramik zuhaus. Erste Erwähnungen sind auf das Jahr 1492 datiert. Bis ins 17. Jahrhundert geht das bekannte Muster „grün geflammt“ zurück und 1905 wird das Gebäude erbaut, in welchem noch heute die Fertigungsräume liegen und deren Besuch ich hier kurz beschreiben möchte. Gmunder Keramik ist ein variantenreiches Geschirr, welches zu 100% in Österreich gefertigt wird. Jedes Teil wird im Haus gegossen, gebrannt, bemalt und verpackt. Jedes Stück ist ein Unikat. Die Geschirrserien sind traditionell und aufgrund moderner Fertigungstechniken dennoch zeitgemäß im Design und in der Ausrüstung. Alle Teile Gmundner Keramik sind seit 2003 spülmaschinenfest und mikrowellengeeignet. Nach schwierigen Zeiten ist es gelungen den Traditionsbetrieb auf neuen Kurs zu bringen. Nicht ganz leicht war es, denn zahlreiche Inhaberwechsel und die starke Konkurrenz von Billigimporteuren drohten dem alten Unternehmen, welches 87% der Österreicher kennen und wovon in fast jedem Haushalt Österreichs ein Teil steht, das Wasser abzugraben. Im Folgenden beschreibe ich meine Eindrücke von einer …

Wohlgeraten unterwegs: Alpen. Leben. Reiseabenteuer.

2514 Kilometer lagen hinter mir, als ich unlängst vollgepackt mit neuen Eindrücken und Ideen aus den Alpen nach Hamburg zurückgekehrt bin. Ich war 32 Stunden Auto gefahren,  hatte 30 Stunden Schlaf irgendwo mit garantiertem Bergblick am Morgen. Ganze 39 Stunden blieben mir zum fotografieren, informieren, schauen und bummeln. Ich habe es (zugegeben bis zur totalen Erschöpfung) genossen, denn nur so bleibt wohlgeraten was es ist: nah an der Region, die ich so liebe, mit Bildern aus den Bergen und Berichten über Lieferanten, Land und Leute. Um mit Gewohnheiten zu brechen, näherte ich mich diesmal von einer anderen Seite dem Land an. Als erklärte Tirol-Liebhaberin, bin ich immer wieder geneigt alten Spuren zu folgen. Es muss ohnehin sein, denn es gibt Lieferanten, die müssen direkt besucht werden, da sie nicht einmal eine Mailadresse besitzen. Diesmal wollte ich jedoch ausdrücklich  anderen Landesteilen mehr Aufmerksamkeit schenken. So wählte ich als Route:  Salzburger Land > Steiermark > Kärnten > Südtirol > Tirol. Zuerst ging es über Passau nach Gmunden. Die markanten Konturen des Traunstein begeisterten mich und ich hatte …

Großglockner Wallfahrt – Pinzgauer Wallfahrt nach Heiligenblut

Salzburger Land. Großglockner. Auf meiner letzten Reise in die Alpen traf ich eine Journalistin, die mir  von Österreichs größter Wallfahrt an der Großglockner Hochalpenstraße berichtete. Da ich immer wieder nach interessanten Wanderungen und Unternehmungen in den Alpen gefragt werde, möchte ich dieses hier kurz vorstellen. Sofern ich selbst einmal die Möglichkeit habe, folgt selbstverständlich ein Live-Bericht!

Hotel Tauern SPA – Zell am See – Kaprun

Salzburger Land. Kaprun. Im Rahmen meiner Einladung zum Durchstich der Großglockner Hochalpenstrasse hatte ich die Möglichkeit im luxuriösen Tauern Spa-Hotel in Kaprun zu nächtigen. Gelegen im Salzburger Land, in der Region Pinzgau, ist es von Kitzsteinhorn und den höchsten österreichischen Gipfeln umgeben. In den Nationalpark Hohe Tauern ist es nicht weit.

Schneeräumung am Großglockner – Durchstich 2013

Salzburger Land. Kärnten. “Der Wallack-Rotationspflug feiert heuer seinen 60. Geburtstag!” sagt Patricia zu mir. “Holla!” denke ich. Das sieht man den Maschinen, die im Sommer blau leuchtend und blank an den Kehren und Parkplätzen stehen gar nicht an. Patricia Lutz ist  PR Frau der Großglockner Hochalpenstraßen AG. Sie hat mit der SalzburgerLand Tourismus GmbH meinen Ausflug zu Schneeräumung und Durchstich von Österreichs Traum-Panoramastrasse organisiert. Ich hatte darüber im SalzburgerLand Magazin gelesen und mich dort mit einem eigenen Artikel für diese Reise beworben. Angereist per DB, verwöhnt im luxuriösen Tauern SPA Hotel, starte ich mit ihr Richtung Fuscher Tal. Hier unten ist Frühling, aber oben in den Bergen liegt der Schnee noch deutlich sichtbar. Dort räumen seit Mitte April zwei Mannschaften Stück für Stück die Panoramastraße rund um den Großglockner frei. Ein Team aus Kärnten, eins aus dem Salzburger Land. Heute Vormittag werden beide aufeinander treffen, der Chef der Schneeräumung übergibt die Strasse an den Chef der Hochalpenstraßen AG. So geht das schon seit 1936. Während damals noch 350 Mann in ca 70 Tagen die Strasse …

Großglockner Hochalpenstrasse – Eine Einladung zur Schneeräumung

Salzburger Land. Kärnten. Sie ziehen in langen Kurven bergauf, bergab, führen durch Tunnel, an atemberaubenden Ausblicken entlang: die Wege über die Alpen sind spektakulär und alt. Eine der schönsten und bekanntesten Alpenquerungen ist die Großglockner Hochalpenstraße. Als Mautstraße erschließt sie das Naturschutzgebiet des Nationalpark Hohe Tauern und gewährt Zugang zum höchsten Alpengipfel Österreichs, dem Großglockner (3798 m), nebst der darunter liegenden Pasterze. Bequem im Fahrzeug hat man die Möglichkeit, sich einer sonst schwer zugänglichen Natur zu nähern, Tiere zu beobachten und Naturgewalten zu bestaunen. Entlang der Strasse reihen sich zahlreiche Haltemöglichkeiten, auf denen der Reisende sich anhand von Informationstafeln einen Überblick der zu erkennenden Alpengipfel verschaffen kann. Fahrspaß für Pkw und  Motorräder bieten die kilometerlangen Serpentinen. Auch Mountainbiker schrauben sich immer wieder Meter für Meter die Berge hinauf. Nervig wird die Fahrt an Schönwettertagen oder zwischen Reisebussen. (Durch tageszeitlich spät gelegte Durchfahrten blieb mir dieses Vergnügen glücklicherweise bisher erspart.) An den zahlreichen Kurven und Kehren sind Schilder mit Namen und Höhenmarkierungen angebracht, die Dank ständiger Pflege und Aufarbeitung den extremen Wettereinflüssen trotzen oder immer wieder erneuert werden. …