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Buchvorstellung: Bauernhöfe in Südtirol – Ferienorte zum Verlieben

Italien / Südtirol. Oft werde ich gefragt: Kannst Du mir eine Unterkunft empfehlen? Inzwischen kenne ich zahlreiche Regionen in den Alpen, die eine oder andere Hütte, Pensionen und viele schöne Hotels. Trotzdem: die Auswahl ist so groß, dass ich mir selbst gern Hilfe hole und mich in Büchern und anderswo informiere. Ein solcher Band ist das im Frühjahr 2013 im Callwey-Verlag erschienene Buch Bauernhöfe in Südtirol. Und das Lustige daran: beim Lesen stellte ich fest, dass ich einen der Bauernhöfe sogar selbst schon besucht habe.

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Bauernhöfe in Südtirol – Andreas Gottlieb Hempel

Der Autor Andreas Gottlieb Hempel bereist Südtirol bereits seit Jahrzehnten und lebt seit 2003 beständig in der Region. Er hat zahlreiche Bauernhöfe besucht, kennt die Bauern, hat mit Ihnen erzählt, gekocht und zu Tisch gesessen. Wer sollte einem also bessere Empfehlungen geben können?

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Das Buch „Bauernhöfe in Südtirol“ stellt 30 besonders attraktive Höfe vor. Zu jedem Hof gibt es Bilder, eine Beschreibung der Umgebung und – das finde ich besonders schön – ein Rezept der Bäuerin, welches man nachkochen kann. So erfährt der Leser, wie ein typisch Südtiroler Apfelstrudl oder Bauerngröstl zubereitet werden, aber auch Ungewöhnlicheres wie Milzschnittensuppe, Schlutzkrapfen oder Kastanienmousse.

Gerade bei den Esskastanien denke ich an einen Jahre zurückliegenden Aufenthalt im Oktober in Südtirol. Die Tage waren noch warm, die Abende schon kalt.  Wr befanden uns, und jetzt kommt es, auf einem in diesem Buch beschriebenen Bauernhof, oberhalb von Lengstein Ritten. Am Tag gingen wir wandern, konnten uns frische Maroni und andere Köstlichkeiten besorgen und knackig pralle Südtiroler Äpfel. Riesige Trauben hingen noch in einigen Weinbergen. Man hatte das Gefühl, man müsste die ganze Zeit nur essen, um alles, was so lecker schien, probieren zu können.

Zog man sich abends in die Ferienwohnung auf dem Bauernhof zurück, konnte man im Garten Holz holen und einen kleinen Kanonenofen in der Küche beheizen. In diesem bereiteten wir köstliche Bruschettabrote zu und danach stets eine Schale mit heißen Maroni. Für das Frühstück hielt die Bergbäuerin selbstgekochte Marmeladen bereit und wenn man dann nachts bei offenem Fenster schlief, war die Luft frisch und klar, wie sonst selten im Urlaub erlebt. Im nachinein betrachtet einer der erholsamsten Urlaube, die ich je hatte und ich verspüre bei der Lektüre Lust, erneut auf einen dieser Höfe zu reisen.

Das Buch zeigt zahlreiche farbenfrohe Landschaftsfotos, Abbildungen von den Zimmern und Speisen. Es macht Appetit und gute Laune! Einiges wurde vom Autor gemacht, andere haben die Inhaber der Höfe zur Verfügung gestellt.

Da  der Architekt Andreas Gottlieb Hempel nicht nur gern reist, sondern inzwischen eine Sommelierausbildung absolvierte, gibt es neben den Tipps zum Essen, zahlreiche Hinweise zum Wein und den Getränken der Region. Auch ein Rezept zur Herstellung eines Nusslers habe ich im Buch gefunden.

Die Höfe werden mit Hoftyp, Übernachtungsmöglichkeiten, Preisen, Öffnungszeiten, Hofeigenen Produkten, Tieren und Besonderheiten sehr detailiert vorgestellt. So ist es dem Interessierten sehr genau möglich sich ohne Internet und Co einen klaren, fundierten Überblick zu verschaffen und den für die eigenen Vorlieben perfekten Bergbauernhof herauszusuchen.

Ein Buch für Südtirol-Liebhaber und solche, die es erst noch werden wollen.

Lust auf Ferien?

Ich wäre dabei!

 

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Bauernhöfe in Südtirol
Autor Andreas Gottlieb Hempel
erschienen im Callwey Verlag / 14.03.2013
http://www.callwey.de/buecher/bauernhofe-in-sudtirol/
Preis 39,95 €
ISBN 978-3-7667-2024-5


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5 Kommentare

  1. Regine sagt

    Sind die Tipps noch aktuell genug oder sollte man sich inzwischen besser im Netz informieren?

    • Der Großteil ist aktuell, jedoch ist es sicher sinnvoll noch einmal im Netz zu recherchieren. Gut geeignet ist die Seite vom Roten Hahn. Dort findet man viele geeignete Höfe, die vermieten. Im Buch finden sich aber auch einige andere Informationen, sodass es sich in jedem Falle nach wie vor lohnt.

  2. Hallo,
    das klingt wirklich sehr schön. Ich möchte auch mal einen Urlaub auf dem Bauernhof machen. Und dann vielleicht im Jochtal, wenn ich da etwas passendes finde. :)

  3. Andreas Gottlieb Hempel sagt

    Liebe Charis Wohlgeraten, im Namen des Callwey Verlages bedanke ich mich sehr herzlich für die wohlwollende Beschreibung meines Buches. Leider teilt der Titel „Bauernhöfe in Südtirol“ nicht unmittelbar mit, dass es sich um „Ferien auf Südtiroler Bauernhöfen“ handelt. Da hat man als Autor gelegentlich keinen Einfluss darauf. Dafür ist das Titelbild, der Marchegghof im Schnalstal, die „Location“ des Films „Das finstere Tal“ mit Tobias Moretti. Ich habe versucht aus den 2700 Bauernhöfen, die in Südtirol Urlaub anbieten, 30 Typologien auszuwählen, welche die Spannweite des Angebots zeigen. Und: Nachkochen der Rezept vermittelt das echte Südtirol-Feeling! Wer dieses Jahr vom schlechten Wetter in Südtirol abgehalten wurde, der sollte es unbedingt nächstes Jahr nochmal versuchen – besten Wein gibt es immer.
    Herzlichen Dank für die positive Besprechung!
    Andreas Gottlieb Hempel

    • Danke Andreas – Ich habe einfach die Überschrift ergänzt in „Ferienorte zum Verlieben“.
      Vielleicht kann das die ursprüngliche Botschaft etwas untermalen.
      Herzlichen Dank für den ausführlichen Kommentar.
      Das Nachkochen der Rezepte möchte ich auch ausdrücklich empfehlen!

Jeder Kommentar freut mich!