Monate: August 2015

Und rührs ein pahr Vatter Unßer lang | Tiroler Festtagsküche

Und rührs ein pahr Vatter Unßer lang… die Zeitangaben im gleichnamigen Kochbuch (2014 erschienen bei Edition Raetia) sind alles andere als herkömmlich. Und auch bei den Mengenangaben und Rezept-Zutaten gibt es zahlreiche, die wir heute kaum mehr kennen oder nur noch in geringen Mengen zur Verfügung haben. Dass das Kochbuch der Autoren Franz und Cornelia  Haller so ungewöhnlich daherkommt, hat einen Grund: die Vorlage für diese schöne Tiroler Kochbuch bildet die Rezeptsammlung eines ihrer Vorfahren.

Kandierte Zitrone selbermachen

Kandierte Zitrone selbermachen – Rezept

Kandierte Zitronenschalen sind eine süße, sehr aromatisch schmeckende Beilage für Eis und andere Süßspeisen. Auch einen Gugelupf oder andere schöne Kuchen kann man damit appetitlich verzieren. Eigentlich basiert mein Rezept auf Pomeranzen (Bitterorangen). Aber da ich keine zur Verfügung hatte und Zitronen ein vergleichbares Aroma haben, habe ich es spezifiziert.

Karte Sei wie Du bist - Peter Breuer

Sei wie Du bist!

Deutschland ist nicht …!   So kann man es in diesen Tagen überall lesen. Eine Auslegungssache, die einesteils stimmt und andererseits überhaupt nicht. Denn erstens sind die Orte, denen man das nachsagt mehr als eine Horde aggressiver Randalierer und zweitens sind die Orte eben doch in Deutschland und somit ein Teil des Ganzen. Die Formulierung ist falsch und wird viel zu oft so verwendet. Wir brauchen Bilder, die Versöhnlichkeit fördern. Keine, die Mauern aufbauen. Deutschland ist die Summe all dieser Orte. Auch wenn es nicht so ist, wie wir es uns wünschen.

Baschtelehof Ultental | Käse, Ziegen, Zufriedenheit

St.Nikolaus. Ultental. Wolken vernebeln die Berge, als wir an einem Junitag das Ultental hinauf nach St. Nikolaus brausen. Ich hatte Sommer erwartet, Sonne und blauen Himmel. Dass die umliegenden Alpenkämme verhangen sind, die Nebelschwaden tief hängen und der Regen hart auf das Autodach klopft, hat dennoch einen besonderen Reiz. Die Wiesen sind satt grün, das verwitterte Holz der alten Bergbauernhäuser, die es im Ultental noch zahlreich gibt, leuchtet wunderschön dunkel. Die roten Geranien, die von den Balkonen ranken, zeichnen sich ab wie auf den schönsten Postkartenmotiven. Ich lenke den Wagen auf schmalen Straßen immer weiter bergauf. Bei ca.1250 m ü.M. fahren wir schließlich auf einem schmalen Weg parallel zum Tal.  Links geht es den Berg steil hoch, rechts steil hinunter. Wir passieren einsame Bergbauernhöfe und ein hölzernes Tor unter einem Stall. Abenteuerlich!

Borlottibohnen und Auberginen | Antipasti-Laune

Eine meiner größten Schwächen ist es, zu viel Obst, Gemüse und Kräuter einzukaufen.  Meine Einkäufe sind immer unverhältnismäßig und vor allem kaufe ich manchmal Sorten, die ich gar nicht kenne. Meist sind es die Farben, die mir so gefallen und so ging es mir am Wochenende mit Borlottibohnen. Was macht man denn damit? Gesehen hatte ich die Namen sicher schon einmal, aber ich hatte weder einen Schimmer, wie sie schmecken, noch wie man sie zubereitet. Im Internet fand ich verschiedene Gerichte mit Nudeln usw., die appetitlich wirkten, aber nicht passten, denn zusätzlich hatte ich violette und weiße Auberginen gekauft, Zuccini und bündelweise Kräuter. So entschied ich eine bunte Mischung gegrillter Gemüse vorzubereiten, im Prinzip einmal Crossover-Antipasti.

Kaffeezubereitung Kaffeerösterei 220 Grad - Salzburg

Kaffee rösten mit Leidenschaft | Kaffeerösterei 220Grad Salzburg

Die Salzburger Kaffeerösterei 220Grad ist inhabergeführt und bietet neben der Veredelung der Bohnen, Kaffeeseminare und jede Menge Hintergrundwissen an. “Bitte zweimal No.2 und einmal was zum Ausprobieren!”.  Als Sieglinde den kleinen Verkaufsraum der Kaffeerösterei 220Grad in der Maxglaner Hauptstraße 29 betritt, weiß sie genau, was sie haben möchte. Margret, die Inhaberin, greift in die gewünschten Bohnen, wirft das Mahlwerk an, hält einen kurzen Schwatz und verpackt. So geht es wohl mehrmals am Tag, denn die Kunden, die die 2013 eröffnete Rösterei in der Salzburger Vorstadt  aufsuchen, sind fast immer Wiederholungstäter. Sie kennen die Sorten und haben Vertrauen in eine gute Beratung. Als ich die Rösterei nach ca. zwei Stunden intensivem Erzählen verlasse, kann ich verstehen, warum das so ist.