Monate: Juli 2012

Gestern kam Post.

Gestern kam Post. Ein Brief. Unangenehm. Ein Fehler, fett auf’s Brot geschmiert. Mit einer Abmahnung von einem Verein, der sich darum kümmert, dass niemandem Ungerechtigkeit widerfährt. Jeder kann sich dort hinwenden. Er muss den Namen nennen. Gut so. Mehr aber nicht. Ich werde nie erfahren, wer es nicht wagte,  sein Gesicht zu zeigen. Dann werden Missstände aufgeklärt. In diesem Falle folgender: ich wusste nicht, dass es Pflicht ist, bei einer Tafel Schokolade von 120 g dazuzuschreiben, wieviel nur 100 g der Tafel Schokolade kosten würden. Keine gefährliche Sache. In meinen Augen nicht mal ein Betrug. Aber offensichtlich so schlimm, dass es in diesem Lande Bürger gibt, die dann nicht zum Telefon greifen und anrufen mit dem Hinweis: „Hey – das ist ein Fehler. Ändert das!“. Nein – man unterstellt Böswilligkeit und bittet um Abmahnung und Geldstrafe. Der  Verein, der solche Fälle bearbeitet, hat eine ausgesprochen höfliche und angenehme Auskunftstelle. Unser Telefonat lief kultiviert und ergebnisorientiert ab. Natürlich habe ich die Unterlassungserklärung längst unterschrieben und füge die fehlenden Angaben ein.   Traurig finde ich, dass es …